
Die deutschen Medien sind immer noch dabei, dem Kandidaten MacCain Häßlichkeitspflästerchen anzuheften. Man muß nur genau lesen und hinschauen. In Deutschland kommen solche politischen Schmutzkampagnen nicht vor. Ruth Brandt, die ehemalige Frau des Kanzlers Willi Brandt, konnte Dinge über den von der SPD aufgestellten zerknitterten Bronzefetisch erzählen, die seinen Charakter hätten deutlicher machen können. In USA wird damit anders umgegangen. Da werden die Leute nach Gusto durchleuchtet und offen kritisiert. Schlimm ist es nur für die Betroffenen, wenn die Fakten nicht stimmen oder ganz einfach erfundene, gezielte Schmutzkampagnen darstellen. Die deutschen Medien haben mit der deutschen Politik eine stillschweigende Vereinbarung getroffen, das Privatleben aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Umso schäbiger ist es, wenn aus Amerika kommende Nachrichten privaten oder diffamierenden Inhalts auch hier bei uns als Ersatzbefriedigung an die Öffentlichkeit gebracht werden. Die Schlußfolgerung daraus kann nur die sein, daß Politiker und Medien in Deutschland eine untrennbare Clique sind, die nach innen vertuscht und verteidigt, das, obwohl manchmal erst die Innereien zeigen, was wahr und was nur politische Maske ist.

Ich finde es unmöglich das sich nun auch die FAZ an dem billigen und unseriösen US-Medien Wahlkampf beteiligt. Insbesonders die privaten Familienangelegenheit der Palins geht niemanden etwas an. Hat das die FAZ nötig? Es gibt weiß Gott wichtigere Themen über die sie berichten können. Die FAZ lässt sich meines Erachtens auf Bildzeitungsniveau herab! Im deutschen Wahlkamp würden sie sich soetwas nicht wagen!!!!

An dem werden die Republikaner noch so ihre Freude haben, die Bilder dürften längst kopiert sein und ein schönes Arsenal für die lästernde Netzgemeinde bilden...