03. November 2006 Trotz ihrer Drogenskandale ist Kate Moss zum britischen Model des Jahres gewählt worden. Die 32jährige schlug beim British Fashion Award, dem britischen Mode-Oscar, Kolleginnen wie Alek Wek und Erin O'Connor aus dem Feld. Kate Moss ist eine Mode-Ikone, sagte eine Sprecherin der Veranstaltung am Freitag.
Derweil veröffentlichten mehrere Zeitungen heftige Vorwürfe von Kolumbiens Vize-Präsidenten Francisco Santos. Er warf Moss vor, durch ihren Kokainkonsum die Droge verherrlicht zu haben und so indirekt für den Drogenkonsum und Drogenkrieg in seinem Land verantwortlich zu sein. Von Moss waren vor einem Jahr Fotos aufgetaucht, die sie beim Kokainkonsum zeigten. Danach kündigten ihr mehrere nahmhafte Modefirmen die Verträge. Das Tal war aber schnell durchschritten: Moss machte eine Entziehungskur, ist nach eigenen Angaben inzwischen wieder clean und derzeit in 14 Mode-Kampagnen präsent. Sie soll inzwischen mindestens doppelt so viel verdienen wie vor ihrem Drogenskandal.
Dies ist für Santos einfach nicht zu fassen: Für mich ist es erschreckend, daß jemand, der mit verantwortlich ist für so viel Leid in Kolumbien, besser dasteht als je zuvor und immer mehr Verträge bekommt, sagte der Politiker nach einem Bericht des Daily Mirror in London zum Start einer Anti-Drogenkampagne in Richtung Moss. Ich habe von ihr nicht einmal 'Es tut mir leid' gehört, wenn in Kolumbien jeden Tag Menschen wegen Drogen sterben. Drogen nehmende Promis in Europa und Amerika seien mit verantwortlich für die Entwicklung in seinem Land.
Text: FAZ.NET mit Material von AFP
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