Mission missglückt

„Scottys“ Asche in der Wüste

Mit der “Spaceloft XL“ sollte Doohans Asche in den Orbit kommen - und landete in der Wüste

Mit der "Spaceloft XL" sollte Doohans Asche in den Orbit kommen - und landete in der Wüste

13. Mai 2007 Mission missglückt: Die Asche des Darstellers von Star-Trek-Charakter „Scotty“, James Doohan, kreist nicht im Weltraum, sondern liegt in der Wüste von New Mexiko. Die sterblichen Überreste des Schauspielers waren vor rund zwei Wochen mit einer Raketen ins All geschossen worden. Doch der Plan ist gründlich daneben gegangen, und die Rakete landete in einer schwer zugänglichen Bergregion des amerikanischen Bundesstaates.

Die Kapsel mit den Überresten Doohans und der Asche von mehr als 200 Verstorbenen, unter ihnen auch die des Raumfahrtpioniers Gordon Cooper, soll voraussichtlich am Mittwoch geborgen werden. Dies bestätigte die Sprecherin der amerikanischen Bestattungsfirma Space Services, Susan Schonfeld, am Samstag.

Jetzt soll er oben bleiben

Heftige Unwetter in dem unwirtlichen Terrain hätten dies bisher vereitelt. Das Flugobjekt sei aber bereits über Signaltöne entdeckt worden, versicherte Schonfeld. Es sei keinesfalls vermisst, wie es in Medienberichten dargestellt wurde, betonte die Sprecherin.

Doohans Asche war Ende April von einer Raketenabschussrampe in New Mexico ins All geschossen worden. Es sei von Anfang geplant gewesen, dass die Raketen-Fracht nach einem kurzen, suborbitalen Flug wieder auf der Erde landen würde, betonte Schonfeld. Die Asche der Space Services-Kunden soll nach der Bergung der Kapsel an die Familien zurückgegeben werden.

Für Oktober plant das Unternehmen einen weiteren Raumflug mit den Überresten von mehr als 300 Verstorbenen. Auch soll ein Teil von Doohans Asche erneut mit an Bord gehen. Anders als beim letzten Flug soll die Fracht in eine Umlaufbahn gebracht werden.

Doohan war im Juli 2005 im Alter von 85 Jahren gestorben. Seine Witwe hatte immer betont, dass es Doohans letzter Wille war, im All bestattet zu werden. Vor „Scotty“ hatte sich 1997 schon sein Freund und Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry ins All schießen lassen. Die Asche des LSD-Gurus, Psychologen und Schriftstellers Timothy Leary wurde ebenfalls bei einer der ersten Weltraumbestattungen beigesetzt. Außer in der Wüste New Mexicos werden derzeit auch in Texas Abschussrampen für die „letzte Reise“ gebaut.

Text: dpa
Bildmaterial: Reuters

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