Sollen den Friedensprozeß vorantreiben: Waters-Fans in Israel

Persönlich

Roger Waters in Israel: „Reißt die Mauern ein“

Pink-Floyd-Gründer Roger Waters hat ein Konzert in Israel zu einem politischen Statement genutzt. Nach der Aufführung des Erfolgs-Albums „The Wall“ rief er dazu auf, die Sperranlagen im Westjordanland niederzureißen.

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Juni 2006 13:37

Ein Scherz?

Jörn Henschel (Tenjin)

"Der Schutz des Lebens geht aber vor." - siehe Leserkommentar zuvor? Der Schutz wessen Lebens bitte schön? Ziemlich einseitige Betrachtung.

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23. Juni 2006 13:13

Antwort an Herrn Ahmad

Alexander Schertz (schertz1)

Lieber Herr Ahmad,

Israel hat unter Premierminister Ehud Barak bei den Verhandlungen 2000-2001 den Palästinensern die Rückgabe der besetzten Gebiete bis auf wenige Prozent (wofür die Palästinenser andere Gebiete bekommen sollten) angeboten. Arafat hat abgelehnt und auf einem Rückkehrrecht für alle Flüchtlinge (ca. 4 Millionen!) bestanden. Danach hat er wieder zum üblichen Mittel der Gewalt gegriffen (Zweite Intifada).

Ich glaube kaum, dass ein Friedenskonzert auf palästinensischer Seite an den Eintrittsgeldern scheitern würde, gibt es doch genügend "idealistische" Musiker, die das sicher gerne umsonst machen würden. Es scheitert an mangelnder Bereitschaft zum Frieden und an der Unfreiheit für Andersdenkende.

Mit besten Grüßen,

Alexander Schertz

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23. Juni 2006 12:34

An Herrn Scherz

Farid Ahmad (Uran007)

Wenn die Israelis wirklich glauben, dass der Bau einer Mauer nachhaltig günstiger sein wird, als die gerechte Forderungen des palestinensischen Volkes zu erfühlen, dann irren sie sich gewaltig.


Ich würde gerne wissen wie viele in Palestina sich Karten für ein Konzert leisten können.

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23. Juni 2006 10:44

Die "Mauer" schützt Menschenleben

Alexander Schertz (schertz1)

Roger Waters fordert nichts anderes als freie Bahn für Terroristen, die vor dem Bau der Anlage in erster Linie aus dem Westjordanland nach Israel kamen. Wahrscheinlich müssten hunderte von Israelis einen solchen Akt scheinbarer Menschenfreundlichkeit mit dem Leben bezahlen. Die Sperranlage bedeutet sicher für viele Palästinenser eine schmerzhafte Einschränkung. Der Schutz des Lebens geht aber vor. Wenn die Führer der Palästinenser dem Terror ein Ende gesetzt haben, schließe ich mich der Forderung nach dem Abriss der Sperranlage sofort an. Ich glaube aber, dass Israel dann ganz von selbst gerne auf diese Maßnahme verzichten würde.

Ich warte mit Spannung darauf, dass auf palästinensischer Seite ebenfalls 50000 Menschen an einem Konzert für ein Ende der Terroranschläge und Aussöhnung mit Israel teilnehmen.

Alexander Schertz

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