Nochmals zu Herrn Eksi,
das Problem ist in der Tat der Islam, nicht der oder jener Moslem. Der Islam an sich ist mit unserer Kultur, insbesondere Rechtsordnung, nicht vereinbar. Erst wenn er durch die Aufklärung gehen und damit z.B. die rechtlich im Koran festgeschriebene Benachteiligung der Frau, um nur ein Beispiel zu nennen, als bloß historische Reminiszenz wahrnehmen würde, erst dann wäre das eine Religion, die auch in Europa und den Gegenden der Welt, die eine gleichartige Gesellschaftsordnung haben (Amerika, Australien etc.) ihren Platz neben den dort heimischen Religionen haben könnte. Darin unterscheidet sich die Einwanderung muslimischer Bürger auch von der Einwanderung christlicher Ethnien, (Griechen, Italiener, Polen, Portugiesen etc.) Da gab und gibt es nicht nur eine gemeinsame Religion, sondern, darauf gründend, auch eine gemeinsame Geschichte und Kultur. Aber ich fürchte, werter Herr Eksi, daß diese Argumentation Sie nicht erreicht, weil sie weit über die Alltagserfahrung auf dem Fußballplatz, in der Disko oder sonstwo hinausgeht. Vielleicht versteht das nur, wer in unsere Kultur nicht nur hineingeboren ist, sondern sie auch intellektuell erfaßt. Ich will keinesfalls überheblich sein, aber so ist es eben.
Gebetsmühlenartig wird von einzelnen Damen und Herren in der Politik von sogenannten "christlichen Werten" gesprochen und insbesondere dann, wenn es um Menschenrechte geht, die diese förmlich gepachtet zu haben scheinen. Wenn Herr Rüger denn seine Wertediskussion unbedingt historisch begründen möchte, dann soll er doch bitte in dieser Epoche anfangen, denn die Werte, die wir heute für unveräußerlich halten, haben in Europa erst hier ihren begründenden Ursprung und entstanden erst nach der Emanzipation von der Kirche und Religion. Die Epoche heißt übrigens Aufklärung.
Dr. M. Ali
Ich war 8 Jahre als Auslaenderin in Deutschland - eben keine Tuerkin, sondern Brasilianerin. Da ich aus einem Einwanderungsland komme, habe ich mich immer gewundert ueber die Diskussionen ueber Integration in Deutschland. Alles in unserer Welt braucht eben Zeit, auch die Integration. Wenn in 2 Generationen, Tuerken, Deutschen, Italiener und alle die in Deutschland leben unter sich vermischt haben und keine Seltenheit wird, dass Kinder vielleicht mit Nachname "Oezel Schmidt" heissen, sind solche Diskussionen ueberfluessig! Mein Mann ist Deutscher, wir haben ein Kind und leben wieder in Brasilien. Wenn man in einer multikulturelle Gesellschaft lebt, nimmt man einfach das Beste von jeder Voelkesgruppe und daraus wird eben etwas Einmaliges. Das passiert in Deutschland schon andauernd. Die Pizzarias in jeder Ecke, die doch nicht von Italiener, sonder von Tuerken oder Marokkaner geleitet werden, sind doch das beste Beispiel dafuer. Wenn man den Unterschied nicht mehr erkennt, sondern sich als die "Masse", die das Land formt sieht, dann hat die Integration eben funktioniert. Sehen wir uns doch alle als Gast, aber eben in unserer Planet!! Die Deutschen sind schon haeufig ausgewandert. Daran denkt heute keiner mehr!
Wertester Herr Thesen,
ich bedanke mich, dass Sie auf meinen Beitrag geantwortet haben. Ich habe auch großen Respekt über solche Bürger wie Sie. Denn Sie spielen mit offenen Karten.
Nur ich befürchte, dass ich Sie nicht bejahen kann, so leid es mir auch tut.
Einen Vielvölkerstaat wünschen Sie nicht, aber ein Europa mit den ganzen Völkern mit Unterschieden können Sie verdauen. Na toll! Ihr Anliegen (Problemkonstellation) sind nicht die vielen Völker in- und um Deutschland, sondern wie Sie es schon langsam kristallisieren (oder noch nicht offen darlegen) der Islam.
Ich bin kein Fanatiker, aber der Islam gehört nun einmal meiner Identität an. Viele Verabscheuen das Vorgehen gewaltbereiter Islam-Fanatiker.
Aber das ist auch nicht was Sie beunruhigt. Es ist die Silouette , die Sie und Ihresgleichen in deutschen Städten sehen. Sie fühlen sich selber fremd im eigenen Land. Diese Ohnmacht bereitet Ihnen Kummer, nicht war Herr Thesen. Man(n) hat nur Sorge, wenn die Gegenseite unerforscht bleibt. Ich habe zwei eingeborene Deutsche als Freunde, und die sind viel lieber mit mir zusammen als mit deutschen..!? Wo bitteschön ist Ihre Mehrheit? In Ihren kalten Höhlen?
Sie haben Recht, Herr Eksi. Wer in ein islamisches Land, etwa Saudi-Arabien, einwandert, der wird sich assimilieren müssen. Ich will alerdings nicht dorthin, und meine Familie auch nicht. Wer zu uns einwandert, und nicht nur vorübergehend bleiben will, der muß sich eben uns anpassen. So einfach ist das. Das haben die italienischen, polnischen etc. Einwanderer vergangener Jahrhunderte bei uns ja auch getan. Und es hat keine Parallelgesellschaften mit anderer Werteordnung gegeben. Das wollen wir auch von Folklore unterscheiden, wie etwa die von einem anderen Blogger angesprochenen Schützenfeste deutschstämmiger Amerikaner. Das wollen wir auch von rein privat bleibender Religionsausübung, wie etwa in der Form, daß man Freitags kein Fleisch essen mag, unterscheiden. Es geht eben um die im großen und ganzen gleichen kulturellen Vorstellungen, die eine Nation ausmachen. Was Sie hingegen wollen, ist eine Art Vielvölkerstaat. Den will ich nicht. Und so wie ich denken viele. Denken Sie mal darüber nach.
ist für den durchschnittlichen Moslem
so verboten wie für den durchschnittlichen
Katholiken Fleisch am Freitag
oder während der Fastenzeit.
Nun ist es soweit. Die Türkei kann über den Weg des 17. Bundeslandes an die EU angeschlossen werden. Die Frage ist nun:
Ist Özel Muslim. Dann darf er zwar den Vogel abschiessen, aber trotzdem kein Schweinefleisch essen und auch keinen Alkohol trinken.
Beides passt nicht zum westfälischen Schützenfestfrieden.
Na, Herr Thesen Sie haben es auf den Punkt gebracht. Assimilation statt Multikulti. Wer bitte propagiert heute noch diese Leergesaugten Begriffe wie "Multikulti"? Das kam doch erst richtig zum Vorschein, als dieser Herr Van Gogh umgebracht wurde. Und ich gehe noch ein Schritt weiter (zurück) nach dem 11. September. Kontinuierlich gesteigert und die nötigen Beispiele dafür oder Muster hauptsächlich aus dem Ausland vorgeführt, daß es so nicht klappt. Solange Sie nicht Ihre Poren für die Gegenseite öffnen, werden Sie nur Selbstgespräche führen.
Assimilation wollen wir nicht, da können Sie sich auf dem Kopf stellen. Wir sind auch keine Statisten und auch keine Marionetten. Wir, die Mehrheit der türkischen Bevölkerung in Deutschland akzeptieren alle Gesetze die ein Deutscher auch akzeptiert. Wir werden diese restriktiven Ausländergesetze auch nie richtig verdauen können. Weil Sie nicht fördernd sind. Im Gegenteil sie fordern nur. Das es Probleme gibt ist nicht abzustreiten. Aber es sind meist Bagatellfälle, die sich im Zyklus der Zeit und der Herausforderungen sowieso zum Besseren verändern werden.
Die Juden waren auch assimiliert, sogar Hunderte Jahre lang, bis einer oder mehrere anderer Meinung waren.
@ Herr Rüger:
Bei den Fällen im ersten Post wurde lediglich angesprochen, dass die Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben könnten, es wurde nichts von islamischem gesagt. Finden Sie es nicht selbst lächerlich sofort auf islamisch zu schließen? Oder ist es Ihnen entgangen, dass es in Deutschland auch Migranten anderer Kulturen gibt?
@ Herr Thesen:
Deutsche Einwanderer wurden in den USA nicht gezwungen Ihre Kultur abzulegen. Im Gegenteil, noch heute sind Bierfest etc. mit deutschem Hintergrund in den USA sehr beliebt. Wieso sollten Einwanderer ihre Kultur ablegen? Die Rechte und Ordnung des Landes akzeptieren, okay, das muss sein, aber Sie verlangen von den Einwanderen, dass diese ihre Kultur, Religion aufgeben. Wie würden Sie reagieren, wenn Sie in einem islamischen Land leben und von Ihrer Frau/Tochter verlangt würde ein Kopftuch und Schleier zu tragen? Natürlich würden Sie sofort zustimmen, weil Sie ja Teil des Ganzen sein wollen. Aber, meinen Sie wirklich das es in der Kultur liegt und nicht an der Erziehung? Hierbei meine ich Érziehung in Hinsicht auf Toleranz, Respekt, Verantwortung. Erziehung die auch vielen Deutschen fehlt.
Und ich weiß nicht, ob mich diese Meldung freuen soll. Sollte sowas nicht Normal sein?
Warum soll ein auslaendischer Mitbuerger kein Schuetzenkoenig sein? Warum soll es nicht erstrebenswert sein aktiv in einem Verein zu sein? Bei den Schuetzen ist es die hoechste Ehre einmal Koenig zu sein, dazu Herrn Özel meinen herzlichsten Glueckwunsch und viel Spass und Erfolg
waehrend seiner Regentschaft.
Uebrigens, auch nicht alle gebuertigen Deutsche essen Schweinefleisch und trinken Bier, auch nicht alle Schuetzen.
Liebe FAZ,
herzlihen Glückwunsch zu diesem positiven und objektiven Beitrag, der die soziale und integrative Kraft der Vereine und vor allem auch Schützenvereine in Deutschland darstellt. Mehr Beiträge in dieser Richtung wären schön!
Danke!
Herr Özel ist insofern integriert, als er die Lebensweise der autochthonen Deutschen toleriert und soweit mitvollzieht, als seine Religion nicht entgegensteht. Und das ist doch das Problem. Auf diese Weise bleibt er ein Fremder. Er ist sicher nett, freundlich und tolerant. Ganz gehört er nicht zu uns und will es auch nicht. Er bleibt ein Gast in unserem Land. Einwandern heißt jedoch, Teil des Volkes zu werden, inmitten dessen man nun für immer seinen Lebensmittelpunkt haben wird und seine Kinder und Enkel aufwachsen werden. Das kann nur funktionieren, wenn die Kultur dieses Volkes übernommen wird und jedenfalls die zweite und noch mehr die dritte Generation von den autochthonen Bürgern des Einwanderungslandes nicht mehr zu unterscheiden sind. Allenfalls der Familienname deutet dann noch auf die Heimat der Vorfahren hin. So ist es in den klassischen Einwanderungsländern, und so war es auch bei uns mit den Einwanderern früherer Jahrhunderte. Assimilation schafft Frieden, Multikulti schafft Unfrieden.
Schützenvereine sind m.E. nicht das erstebenswerteste, wenn ich an die deutsche Kultur denke. Ich halte es deshalb nicht für eine bedeutende Sache, wenn ein Türke in Deutschland Schützenkönig wird. Wichtig finde ich vielmehr die Verankerung der jüdisch-christlichen Ziviliastion, also unsere kulturellen Werrte, in den Köpfen und Herzen der Zuwanderer. Die im vorherigen Kommentar genannten Beobachtungen aus Berlin - sie können täglich auch in anderen Städten getätigt werden - belegen, wieviel diesbezüglich in den islamischen Zuwanderermillieus an Nachholbedarf besteht.
Endlich mal was positives zu lesen. Mein Vater ist auch im Schützenverein und trinkt auch gerne vom Gerstensaft :-) Übrigens ist er wohl einer der ersten Türken in Deutschland die in der Freiwilligen Feuerwehr dienen. Dafür musste er auch schon einmal ein Freitagsgebet in der Mitte abbrechen und Feuer löschen gehen - Das Feuerwehr Haus steht genau neben der Moschee :-).
Und Dank an die Redaktion, dass wir auch mal was Gutes zu lesen bekommen.