Charles Darwin hätte sicherlich seine Freude an dieser Studie, the „Evolution of Comunism“. Oder Friedrich Torberg, „Der Untergang des Kommunismus in Anekdoten“. Oder auch die Musikproduzenten, “If you know, Mr Marx, what we really really want”. Und Berthold Brecht, anstelle der Dreigroschenoper könnte man heute ein Musical „Sound of Electronic Cash“ komponieren. Oder die Väter unserer Verfassung, vor allem die zukünftigen Baden Württemberger, Carlo Schmid und seine Kommentare zu gewissen Poesien, ich erinnere an seinen Bemerkung über Rilkes „Stilles Licht der Armut“, und was hätte wohl der Heilbronner Theodor Heuss gesagt, s...dumm, s...blöd? Spass beseite, Komplimente an die Protagonisten, den Autor der Studie und die Spice Girls, Arbeit ist Arbeit, Erfolg ist Erfolg, und Money Money Money ecc. Und das international immer eher als steif angesehene Deutschland hat wiedermal seeeeeehr prominente Nachfahren und was zum schmunzeln.
"Victoria Beckhams Vorfahre war Frühkommunist". Soll ich mich als FAZ-Leser jetzt erschrecken? Die ganze Story ist ja wirklich nicht uninteressant, aber muss man sie mit reisserischen Headlines à la "Victoria Beckhams Vorfahre war Frühkommunist" so unseriös aufmotzen? Soll das jetzt ein Skandal sein? Besonders ärgerlich die Interpunktion des Fragesteller: "Victoria Beckham stammt also aus einer Heilbronner Familie – und ihr Vorfahr Carl Heinrich Pfänder war Kommunist!" Solche reisserischen Ausrufezeichen bin ich sonst nur aus der Bild-Zeitung gewohnt. Wir sollten im 21. Jahrhundert doch mittlerweile zumindest in historischer Hinsicht so aufgeklärt denken und handeln es einfach als historische Tatsache werten, dass der Kommunismus halt in vielen Kreisen vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr populär war und wichtiger Teil dieser Geschichtsära. Zudem ist ist die Sippenhaft wohl seit dem Mittelalter abgeschafft. Ich halte Victoria Beckham doch für eine so eigenverantwortliche Frau, dass sie gerade auch im Geiste der Aufklärung nichts mit dem Denken und den Überzeugungen ihrer Vorfahren zu tun haben muss, wie deren Autor es hier zumindest suggeriert. Seriöser journalistischer Stil ist das nicht.
...und vor allem, wen interessieren denn die Vorfahren einer der langweiligsten, eingebildetsten und dümmsten Tussis der Welt ? Weder ist dieses Wesen interessant, noch ist sie schön und am allerwenigsten kann diese Tante singen (gilt übrigens für den Rest der Gewürz-Girls genauso...). Schlimm genug, daß die Wurzeln Ihrer Ahnen bis nach Deutschland reichen, aber noch schlimmer ist eigentlich, daß die FAZ einen Artikel über diesen Umstand schreibt und solche Versager auch noch hofiert...