Überfall

Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer ausgeraubt

Überfallen und ausgeraubt: Nadine Gordimer

Überfallen und ausgeraubt: Nadine Gordimer

29. Oktober 2006 Die südafrikanische Literatur-Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer (82) ist in ihrem Haus in Johannesburg überfallen und ausgeraubt worden. Einer der drei Täter zwang sie nach Medienberichten vom Sonntag, den Safe im Schlafzimmer zu öffnen und Schmuck, Geld und andere Wertsachen auszuhändigen. Gordimer wurde außerdem mit Gewalt der Ehering vom Finger gerissen. Vor der Flucht sperrten die Täter die Schriftstellerin und ihre Hausangestellte in eine Abstellkammer.

Die Eingeschlossenen wurden von einem privaten Sicherheitsdienst befreit, nachdem die Angestellte einen Alarmknopf drücken konnte. Die Polizei geht davon aus, daß die Täter die Umfassungsmauer des Hauses überwanden und durch eine Küchentür in das Gebäude eindrangen. Die 1991 mit dem Literatur-Nobelpreis geehrte Gordimer lebt dort seit dem Tod ihres Mannes 2001 allein. Der Überfall ereignete sich schon am Donnerstag abend.

Schriftstellerin äußerst sich nicht

Die noch unter Schock stehende Schriftstellerin wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern. Sie hat in ihren Romanen und Kurzgeschichten nicht nur die Unmenschlichkeit des Apartheidregimes angeprangert, sondern auch die Probleme, das Erbe der Rassentrennung zu überwinden. Dazu gehört auch die zunehmende Kriminalität und hohe Gewaltbereitschaft in Südafrika.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AP

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