29. August 2007 Anne Seidel, die 35 Jahre alte Lebensgefährtin des Schauspielers und Sängers Ben Becker, zeigt sich nach dem Zusammenbruch des Stars vom Montagmorgen schockiert. Sie sei traurig und tief getroffen über den Vorfall, sagte Seidel der Bild-Zeitung.
Becker war Medienberichten zufolge am Montag leblos in seiner Wohnung in Berlin gefunden worden und musste reanimiert werden. Wie lange er noch im Krankenhaus bleiben muss, lässt sich laut Seidel noch nicht sagen. Das hängt ganz davon ab, wie er sich fühlt. Ich habe ihm jetzt erst mal Ruhe verordnet, habe sein Handy schon gestern Mittag in die Tonne getreten, sagte sie. Sie hoffe, dass er sich bis zum Geburtstag der gemeinsamen Tochter Lillith, die am Sonntag sieben Jahre alt wird, zusammenreißen kann und seiner Tochter eine lustige, schöne Geburtstagsfeier schmeißt.
Reumütig nach dem Zusammenbruch
Nach übereinstimmenden Berichten verschiedener Zeitungen wird gegen Becker wegen des Verdachts des Drogenmissbrauchs ermittelt. Der Sprecher der Berliner Polizei, Bernhard Schodrowski, sagte, er werde diese Berichte nicht kommentieren. Die Berliner Zeitung B.Z. meldete, der Schauspieler habe sich nach seinem lebensbedrohlichen Zusammenbruch von der Intensivstation in ihrer Redaktion gemeldet und erzählt, wie er die dramatische Nacht erlebt habe.
Ich bin so ein Idiot, zitierte das Blatt Becker. Ich war in dieser Bar, hab' mich gelangweilt. Da komme ich mit dieser Frau ins Gespräch. Nie gesehen vorher. Wir trinken, wir quatschen, ich nehme sie mit nach Hause. Da trinken wir weiter. Ich brach zusammen, an mehr erinnere ich mich nicht. Der Schauspieler berichtete, als er aufgewacht sei, sei seine Wohnung voller Menschen gewesen.
Sie haben Glück, dass Sie noch leben.
Im Krankenhaus sei dann der Chefarzt zu ihm gekommen, habe seine Hand gestreichelt und gesagt: Sie sind gerade noch einmal davongekommen. Sie haben Glück, dass Sie noch leben. Auch Beckers Schwester, die Schauspielerin Meret Becker, ist besorgt und machte in der Zeitung B.Z. ihrem Ärger Luft: Ich bin stinksauer auf meinen Bruder.
Für persönliche Interviews wird Ben Becker zurzeit nicht zur Verfügung stehen, hieß es am Mittwoch in einer offiziellen Mitteilung seiner Agentin. Die Medien werden darin gebeten, zu respektieren, dass er sich in den nächsten Tagen im Kreise seiner Familie und engsten Freunde von den Ereignissen erholen möchte. Weiter heißt es: Wir bitten die Kollegen der Print- und TV-Medien zum Schutze der Familie und des Gesundheitszustandes unseres Klienten, die Privatsphäre aller Beteiligten zu respektieren. Man gehe davon aus, dass Becker seine anstehenden beruflichen Verpflichtungen erfüllen werde. Die Mitteilung endet mit den Worten: Zu den Spekulationen über einen möglichen Drogenkonsum Ben Beckers als Ursache des Zusammenbruchs oder Details zum Ablauf der Nacht werden wir uns nicht äußern.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa