“Familientreffen“: Louise Brown mit Sohn Cameron, ihrer Mutter Lesley und IVF-Pionier Robert Edwards

30. Geburtstag des ersten Retortenbabys

Ein Baby mit dem Namen IVF

Louise Brown feiert an diesem Freitag ihren 30. Geburtstag. Sie war das erste Retortenbaby und damit eine Weltsensation. Seit dieser ersten In-vitro-Fertilisation macht die Reproduktionsmedizin schnelle Fortschritte. Von Uta Bittner

Lesermeinungen zum Beitrag

31. Juli 2008 17:34

solange es nicht zu weit geht..

Jasmin Lattmann (sminja)

.. natürlich sei es kinderlosen Paaren gegönnt, sich dank IVF auf ein Kind freuen zu können. Allerdings habe ich grösste Bedenken, dass wir uns in Zukunft wirklich ein Designerbaby zusammenstellen könnten - und werden. Diese Philosophie erinnert doch gefährlich an ein gewisses Gedankengut vom genetisch perfekten Menschen. Ich bin selber schwanger, auf natürliche Weise notabene, und weiss weder, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, welche Augenfarbe das Kind haben wird, welche Haarfarbe, ob es kurzsichtig wie ich oder sehr gross wie sein Vater werden wird - und das ist doch auch das Schöne am Eltern werden, dass man sich auf das Unbekannte freuen kann.

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29. Juli 2008 09:13

gut mit Grenzen

Dirk Böhme (acerdom)

Die IVF finde ich persönlich eine gute Gelegenheit für Paare, die einem jahrelangen Kinderwunsch besitzen, allerdings nach erheblichen Versuchen über Jahre hinweg gescheitert sind. Verwerflich finde ich die forcierten Fehltritte in Richtung Designerbaby - in dem an den genetischen Faktoren manipuliert wird, um das Superbaby zu bekommen. Letztendlich kann das Kind, genetisch gesehen, die besten Voraussetzungen besitzen, um erfolgreich zu sein. Doch noch besitzt jeder einen eigenen Geist und Seele und die kann sich im Gegensatz zur körperlichen Hülle des Menschen je nach Erziehung und Umfeld individuell entwickeln - und das ist gut so. Beispiel: Ernährung - vermitteln die Eltern eine falsche Ernährung, Fast-Food, fettig oder voller Süßigkeiten - so wird auch diese Person mit der Zeit körperliche Probleme bekommen... Darüber hinaus finde ich den erheblichen Eingriff in den Hormonhaushalt der Frau für arg bedenklich - wird damit evtl. für die Mutter vielleicht sogar mehr Schaden angerichtet als Nutzen - dann sollte vielleicht doch die Adoption der nach regelrechter Hilfe schreiender Kinder vorgezogen werden!

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