Udo Jürgens

„Ich habe keine Kalaschnikow“

Wenn man abgesondert von allen anderen sitzen und warten muß, fühlt man sich auf eine unglaubliche Weise erniedrigt: Ein Gespräch mit dem Sänger Udo Jürgens über die amerikanische Einreisepraxis.

Lesermeinungen zum Beitrag

11. August 2006 13:35

Einreise in die USA

Ralf Dreßler (koenigdernachtuhu)

Habe selbst die geschilderte Prozedur mehrmals kennenglernt.
Bin deswegen schon jetzt seit Jahren nicht mehr in den USA gewesen.
Ein Land, das glaubt sich so abschotten zu müssen indem es Einreisende so behandelt, möchte ich nicht besuchen.

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10. August 2006 10:33

Nein,ich neide

Markus Teuber (arathorn)

Herrn Jürgens sein Status nicht.Ganz im Gegenteil.
Seltsam finde ich es ,daß dann über eine solche Lapalie -wie sie Herrn Jürgens wiederfahren ist-in einer Zeitung wie der FAZ in einem ganzen Artikel berichtet wird und sich gleich noch einer findet,der seine eigenen Erfahrungen, die er hierzu gehabt haben will,mit dem entsprechenden Unterton zum Besten gibt.
Von der Bildzeitung hätte ich dieses Niveau eher erwartet.
Auch Herrn Jürgens dürfte nicht entgangen sein,daß seit den Terroranschlägen in New York eben genauer geprüft wird,wer
dort einreisen will.
Wie gesagt,wem Land und Leute nicht passen (und dieses Recht hat jeder),der soll halt nicht in dieses Land reisen.
Ganz einfach also - und keine Diskussion und kein Interview in der FAZ wert.

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10. August 2006 09:26

Was ist Ihnen denn widerfahren, Herr Teuber?

Oliver Smith (mista_schmitt)

Wenn Sie richtig gelesen haben, dann wird Udo Jürgens damit zitiert, dass er "in seinem Pass" ein Arbeitsvisum aus dem vorigen Jahr hatte. Also verstehe ich beim besten WIllen nicht, dass Sie sich so aufregen. Ist das so, weil Sie bei Swiss keinen VIP-Status genießen? Vielleicht erhalten Sie den auch, wenn Sie 100-200 Flüge pro Jahr mit Swiss absolvieren. Also, strengen Sie sich an!

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10. August 2006 08:44

Da versichere ich Ihnen,Herr Willam,

Markus Teuber (arathorn)

daß ich mehrfach im Jahr in die USA reise und mir das noch nie passiert ist.Es ist halt die Frage,ob man als selbstgefälliger Großkotz daherkommt oder nicht.
Meines Wissens wird niemand auf dieser Welt GEZWUNGEN,in die USA zu reisen.Wem Land und Leute nicht gefallen,der soll halt WEGBLEIBEN.GANZ EINFACH ALSO.
Seltsam empfinde ich da schon eher Ihr Postulat,man müßte
"aus logistschen Gründen" in die USA einreisen,um nach Mittel-/Südamerika zu gelangen.Es soll auch Direktflüge in jedes Land des mittel-/südamerikanischen Kontinents geben;habe ich gehört.

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09. August 2006 19:51

Udo Jürgens´USA Einreise

Egbert Willam (willam)

Ich kann Herrn Jürgens versichern, daß diese erniedrigende Behandlung nicht nur ihm widerfährt - mir passiert das bei jeder Einreise, seit 6 Jahren. 4-5mal im Jahr muß ich geschäftlich nach Zentralamerika/Karibik und aus logistischen Gründen bei meinen Flügen meistens in Miami umsteigen. Da es unsere amerikanischen Freunde nicht geschafft haben, Transitzonen einzurichten, heißt das ca. 10-15 mal im Jahr für mich: immigration in die USA, und sei es auch nur für 2 Stunden. Dabei werde ich jedesmal in genau der üblen Weise drangsaliert, die Herr Jürgens beschrieben hat: Abschiebung in ein Untersuchungsgefängnis ("spezieller Kontrollraum") in Gesellschaft von Drogendealern etc., nach unbestimmter Zeit (30 Min - 3 Stunden) Freilassung ohne Nennung von Gründen und als Gipfel aller Unverschämtheiten: automatischer Storno des Weiterfluges! Ergebnis: zahllose versäumte (auch interkontinentale) Verbindungen. Alle Anfragen und Beschwerden beim US-Botschafter und Generalkonsul in Berlin blieben ohne Antwort, des gleichen (besonders beschämend) Schreiben an das deutsche Außenamt. Fazit: die internationale US-Willkür äußert sich auch individuell, was bleibt, ist die feste Entschlossenheit, das einmal heimzuzahlen.
Dr. Egbert Willam, Köln

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09. August 2006 13:55

Dann muß HERR Jürgens

Markus Teuber (arathorn)

das nächste Mal halt einen richtigen Paß (und nicht ein
dubioses Papier) vorlegen,wie jeder andere Tourist oder Geschäftsreisende auch-dann funktionierts mit der Einreise .
Durch seinen VIP-Status ist er schon zu Genüge priviligiert -wie der Artikel zeigt.

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