Erbe von Tchibo-Mitbesitzer

Eine Milliarde Euro für neue Stiftung

24. Juli 2008 Der tödlich verunglückte Mitbesitzer des Handels- und Kaffeekonzerns Tchibo, Joachim Herz, hat sein komplettes Vermögen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro einer gemeinnützigen Stiftung vermacht. Das teilte seine Ehefrau Petra Herz am Donnerstag bei der Vorstellung der neugegründeten Organisation in Hamburg mit.

Die Joachim Herz Stiftung soll künftig Bildung, Wissenschaft und Forschung fördern. Geplant ist, jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag für Projekte in den Bereichen Volks- und Rechtswissenschaft, Medizin und Naturwissenschaften auszugeben.

Badeunfall in Atlanta

Der kinderlose Unternehmer Herz, geboren 1941, war am 31. Mai in den USA tödlich verunglückt. Er erlag den Folgen eines Badeunfalls in Atlanta im amerikanische Bundesstaat Georgia. Dort hatte er zuletzt überwiegend gelebt. Joachim Herz gehörten 15 Prozent an der Holding maxingvest, zu der Tchibo und die Mehrheit am Nivea-Konzern Beiersdorf gehören.

Zum Vorstand der Stiftung mit Sitz in Hamburg berief Herz vor seinem Tod seine Ehefrau Petra sowie seine langjährigen Berater, den Rechtsanwalt Martin Kefferpütz und den Steuerberater Thomas Siemsen. Dass ihr Mann die Stiftung als Alleinerbin eingesetzt habe, sei für sie keineswegs eine Überraschung gewesen, sagte Petra Herz. Über diese Idee sei jahrzehntelang gesprochen worden.



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa

 
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