Krisen rufen in Menschen ein besonders stark ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis hervor. So kann nicht erstaunen, dass vermehrt Rufe nach stabileren Währungsverhältnissen laut werden. Tatsächlich aber gibt es zu flexiblen Wechselkursen keine Alternative. Von Gerald Braunberger
Umweltminister Gabriel hat offenbar etwas falsch verstanden: Ökologische Industriepolitik nennt er seinen neuesten Vorschlag, für klimaschonende Waren die Mehrwertsteuer auf sieben Prozent zu senken. Steuern, so denkt der Volksetymologe Gabriel, kommen sprachgeschichtlich von steuern. Von Rainer Hank
Das Strafrecht hat bewiesen, dass es kann, wozu es gedacht ist; vor weiteren Delikten abschrecken. Gut, dass Justizministerin Zypries nun klargestellt hat, dass die geltenden Gesetze ausreichen. Von Joachim Jahn
Schaefflers Ziel ist jetzt erreicht: Das Familienunternehmen mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach dominiert künftig als Großaktionär die ungleich größere Continental AG aus Hannover. Der Faktor Zeit hatte von Anfang an für Schaeffler gespielt. Conti hat das übersehen - und letztlich kapitulieren müssen. Von Carsten Knop
Deutschland scheidet die Welt künftig in Gut und Böse: Investoren aus der EU und den Efta-Ländern sind weiterhin ohne Einmischung der Politik willkommen. Alle anderen müssen sich auf Regierungsprüfungen einstellen. Für den Standort könnte das Außenwirtschaftsgesetz zum Bumerang werden. Von Heike Göbel
Um 7,8 Prozent sind die Gehälter der Vorstände in deutschen Börsengesellschaften im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Manager beklagen gern, dass sich niemand über die hohen Gagen von Sportlern oder Künstlern aufrege. Doch diese setzen ihr eigenes Kapital und nicht das Geld anderer Leute ein. Von Holger Steltzner
Wenn mit Kontodaten Handel betrieben wird, kann es zu teurem Missbrauch kommen. Die Strafjustiz tut das Ihre, um Betrugsfälle einzudämmen. Doch auch der mündige Kunde muss lernen, mit sensiblen Informationen sparsam umzugehen. Von Joachim Jahn
Aus welchen Gründen auch immer Rainer Wend sich aus der Politik zurückzieht, festzuhalten ist: Die SPD-Fraktion verliert einen profilierten Vertreter der marktfreundlichen Politik. Egal ob SPD oder Union: Der zu beobachtende Schwund auf den Wirtschaftsflügeln der Volksparteien gibt Anlass zur Sorge. Von Heike Göbel
Erstmals seit Mai 2001 schwächt sich die japanische Konjunktur ab. Nach sechs Jahren Wachstum steht das Land an einem Wendepunkt. Die Entwicklung zeigt, wie instabil der Aufschwung war und wie sehr die Wirtschaft am Export hängt. Von Patrick Welter
Es war einmal ein Land, das hatte eine niedrige Arbeitslosenquote und prosperierende Unternehmen: Hessen. Doch wie lange noch? Wer die wirtschaftspolitischen Positionen der Linkspartei betrachtet, der wird sehen: Auf alle Selbstständigen und Arbeitgeber kommt einiges zu. Von Holger Appel
Geld zurück vom Fiskus? Die Idee ist bestechend. Als Programm für die Konjunktur taugt sie aber nicht. Von Lisa Nienhaus
Die Korruptionsaffäre bei Siemens hat eine alte Forderung wieder laut werden lassen – die nach Einführung eines eigenen Strafrechts für Unternehmen. Befürworter sehen darin ein Heilmittel gegen die Korruption. Zu Unrecht! Von Joachim Jahn
Der Bundesgerichtshof hat die Rechte der Bundesnetzagentur im Streit mit den Stromversorgern gestärkt. Auf ihren Rechnungen werden die Kunden erst einmal nicht viel davon sehen. Mit wachsendem Wettbewerb unter den Anbietern werden aber auch die Verbraucher profitieren. Von Melanie Amann
Jetzt beginnt wieder die Fußball-Bundesliga. Weil die Vereine die Fernsehrechte gemeinsam vermarkten - und die DFL als Zentralvermarkter ein Monopolist ist -, fürchtet das Kartellamt eine Ausbeutung der Zuschauer. Viele mögen die Wettbewerbshüter dafür loben, doch die Sichtweise grenzt an Populismus. Von Marcus Theurer