Was haben die Bundeskanzlerin und der TUI-Chef gemein? Wenig, sollte man denken. Doch in der vergangenen Woche hat sich unerwartet eine Gemeinsamkeit offenbart: Beide sind der Meinung, sie könnten besser mit dem Geld ihrer Bürger oder Aktionäre umgehen als diese selbst. Von Rainer Hank
Die Anhebung der Abgeordnetendiäten ist ein Reizthema. Damit lässt sich leicht Wut auf die Politik schüren. Jedoch sollte über die Bezahlung der Volksvertreter so offen wie über Gehaltsanreize für angestellte Manager gesprochen werden. Von Holger Steltzner
Die Münchener Staatsanwälte gehen einen geschickten Mittelweg: Sie leiten gegen den früheren Siemens-Chef von Pierer keine strafrechtlichen Ermittlungen, wohl aber ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Durchatmen kann er aber dennoch nicht. Von Carsten Knop
Steuerschätzung hin oder her: Schon einmal überboten sich Oppositionsparteien mit Entlastungsversprechen, die SPD warnte vor einer Mehrwertsteuererhöhung - und nach der Bundestagswahl kam es doch anders. Das darf sich nicht wiederholen. Die geschröpften Bürger warten zu Recht auf eine Entlastung. Von Manfred Schäfers
SPD-Mitglied Norbert Hansen soll in der Deutschen Bahn künftig als Arbeitsdirektor für das Personal verantwortlich sein. Seine Nibelungentreue für Bahnchef Hartmut Mehdorn und dessen Privatisierungskurs wird nun belohnt. Die Bahn bleibt ein politisches Unternehmen. Von Kerstin Schwenn
Immobilien sind der größte Umweltverschmutzer. Deshalb ist die Immobilienwirtschaft in das Blickfeld der Umweltschützer geraten. Das Interesse wächst: In Amerika sind zertifizierte grüne Gebäude die Renner am Markt. Von Jens Friedemann
Der EU-Kommission waren die Hände gebunden. Sie musste den Beitritt der Slowakei zum Euro-Raum empfehlen, weil sie das Inflationskriterium nominal klar erfüllt. Die Behörde kann daher lediglich mahnen, die Preise auch künftig stabil zu halten. Von Werner Mussler
Wer wie die SPD Sozialabgaben senken will, ohne Leistungen zu verringern, muss noch mehr Haushaltsmittel in die Sozialsysteme lenken. Das bedeutet höhere Steuern. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Von Manfred Schäfers
Auch wenn etliches noch vage ist: Das riecht nicht gut bei Alstom. Die Ermittlungen bestätigen den Eindruck, dass die Vergabe großer Infrastrukturaufträge lange Zeit besonders anfällig für Korruption gewesen ist. Von Christian Schubert
An diesem Mittwoch tritt Dmitrij Medwedjew sein Amt als russischer Staatspräsident an. Wladimir Putin wird neuer russischer Ministerpräsident. Wohin steuert das Land? In der russischen Wirtschaftspolitik ersetzt das Scheckbuch immer öfter die Reform. Von Gerald Hosp
Die Chiffre Leipzig stand einmal für den Anspruch der CDU, Reformen im Sinne von Wachstum und Beschäftigung mit mehr sozialem Ausgleich zu verbinden. Bestand hat heute offenkundig nur noch ein Teil davon. Von Heike Göbel
Der Leitspruch des CSU-Vorsitzenden Huber Mehr Netto vom Brutto trifft die Gefühlslage der Leistungsträger aus der Mittelschicht. Es ist richtig, vor allem kleine und mittlere Einkommen zu entlasten. Doch woher soll das Geld kommen? Von Holger Steltzner
Wenn Microsoft und Yahoo sich streiten, freut sich der Dritte: Google. Doch das Spiel um die Herrschaft im Internet ist damit nicht entschieden. Ob Web 2.0, Web 3.0, mobiles Marketing, semantisches Internet oder die Wolke - das Rennen ist offen. Von Holger Schmidt
Jetzt rächen sich die Fehler von gestern. Jahrzehntelang haben die reichen Länder hochsubventionierte Agrarüberschüsse produziert und diese in den Weltmarkt gedrückt. Wenn die Gurke aus der EU billiger ist als die selbstgezogene, warum sollte dann noch jemand in den Entwicklungsländern Gurken anbauen? Von Lukas Weber
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