Aber auch viel zu teuer.
Der Transrapid ist auch einfach zu teuer.Das werden die Chinesen auch mal feststellen muessen.
Wie sagt man 'Gute Reise' auf madarin ?
(Westerwelle muss noch ein bisschen lernen...Vor allem das Denken)
Carsten Knops Kommentar kommt mehrere Jahre zu spät.
Es hätte der FAZ gut angestanden, ihn am Vortag der "Beerdigungsfeierlichkeiten" zu veröffentlichen, denn jeder, der es wissen wollte, konnte es schon lange wissen.
Und die FAZ sollte wissen wollen.
Ein guter Kommentar, Danke. An die MP3-Geschichte und die Strecke Köln-Frankfurt (die ich gleich auch wieder befahre), dachte ich auch. Es ist auch richtig, daß die Vermarktbarkeit eine wesentliche Rolle spielt, hier drängt sich der Vergleich von Glasfaser zu bestehenden Kupferkabelinstallationen auf, wobei letztere dann mittels DSL-Technik flott gemacht wurde. Auch gönne ich den Chinesen das Geschäft, vor allem aber den Menschen dort die Technik und den Geschwindigkeits- und Komfortgewinn. Deutschland ist nicht der Nabel der Welt und dieselbe geht nicht unter, wenn wir Deutschen einmal etwas nicht schaffen. Der Punkt der Vermarktung setzt aber auch eines voraus: einen Markt. Und wir haben ja zumindest keinen freien Markt (und ein nicht freier Markt ist kein Markt) für netzbasierten Verkehr, sondern jahrzehntelange staatliche Monopole in den Verkehrsnetzen. Man mag hoffen, daß die noch stringenter ausgerichtete Befehlswirtschaft Chinas bessere Chancen bietet, aber das ist ein Fehlschluß. Zum einen herrscht in China einiges an Freier Marktwirtschaft und zum anderen wird der beflügelnde Part die Aussicht eben eines Exportschlagers auf dem Weltmarkt sein. Und in Afrika zum Beispiel ist die chinesische Wirtschaft schon gut präsent.
Mit Verlaub, Herr Knop, ich kann diese Korinthenkacker-Mentalität, das Buchhalterdenken absolut nicht teilen. Man muss einfach den Mut haben, auch mal was Verrücktes zu wagen. Dabei ist der Transrapid nichtmal verrückt. Transrapid von Hamburg bis München, von Frankfurt a.M bis Frankfurt a.O., das wär's gewesen. Der Mief von Deutschlands Provinzialität ist mittlerweile unerträglich. "Was wäre mehr als das satte Tier der Mensch ohne Torheit wert? / Lebendiger Leichnam, der sich vermehrt!" sagt Fernando Pessoa in einem Gedicht. Der hat's gewusst.
Immer wieder wird behauptet, daß für eine Transrapid-Strecke Köln-Frankfurt deren Trassierung billiger geworden wäre, weil weniger Tunnels und engere Kurven möglich geworden wären. Dies trifft nicht zu. Auch eine Transrapid-Strecke würde - bei gleicher Auslegungsgeschwindigkeit - exakt gleich aussehen wie die ICE-Strecke, denn dem Passagier darf bei den Fahrgeschwindigkeiten das Wohlbefinden nicht abhanden kommen. Auf der Strecke Köln-Frankfurt sollte doch bitte ein jeder einmal bei Höchstgeschwindigkeit eine Weile stehend oder durch den Zug laufend verbringen, um den geringen Abstand zum Achterbahn-Erlebnis zu spüren. Was dem Passgier zumutbar ist, Beschleunigungen in jeder Richtung, bestimmt bei Höchstgeschwindigkeiten allein die Trassierung, die Antriebstechnik spielt da keine Rolle mehr.
Anstelle der Bahn hätte ich angefangen die mittlerweile fast 20 jahre alte ICE Trasse Hannover-Würzburg bzw. in der Verlängerung Hamburg-München zu bauen.
Das wäre zwar sehr teuer aber der Effekt enorm.
Wenn die Bahn das allein finaziert und aufbaut haben sie auch das Monopol und die Strecke gehört Ihnen dann auch. Und kein komischer Politiker kann das dann in Frage stellen. Außerdem würden dann die Flugplätze leerer werden bzw. hätten mehr Platz für Internationale Flüge. Diese Inlandsflüge nehmen nur kostbaren Raum ein und sind im Endeffekt sind sie nur umweltschädlich und nicht wirklich schneller wie die Bahn.
Mit dem Transrapid könnte man HH-M in 2,5h schaffen. Wenn sich das Projekt als gut rausstellen würde könnte man dann die Hauptstädte Europas Verbinden.
Aber gut das werden wohl Zukunftsträume bleiben. Armes Deutschland
