Steuerpolitik

Ausgequetscht

Steuerschätzung hin oder her: Schon einmal überboten sich Oppositionsparteien mit Entlastungsversprechen, die SPD warnte vor einer Mehrwertsteuererhöhung - und nach der Bundestagswahl kam es doch anders. Das darf sich nicht wiederholen. Die geschröpften Bürger warten zu Recht auf eine Entlastung. Von Manfred Schäfers

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Mai 2008 17:28

Ausgepresst wie......@ zu tamago

wolf haupricht (emilgilels)

Sehr geehrter Herr Tamago, das Beispiel, das Sie benennen ist allerdings hart und demotivierend. Die Länder haben ihre Finanzprobleme unterschiedlich wohl auf dem Rücken der angestellten Lehrer gelöst, wobei der Spruch Schröders: Lehrer sind "faule S...." vielleicht Pate gestanden hat. Hier ist die Gewerkschaft gefragt, die bei der Tarifgestaltung ein mitbestimmendes Gewicht haben. Meine Beispiele sind aus dem Bund (BBG+BAT+MTB) und aus der Privatwirtschaft gewählt. Als Modellrechnung gilt dort, dass Angestellte im Vergleich teurer sind als Beamte. Vergleiche zwischen BAT V b und A9, BAT II a mit 13/14 (aktiv) usw. zeigten stets, dass - damit sich das Netto deckt - das Brutto der Angestellten entsprechend höher lag. Für die Rente zahlte sich dann später zusätzlich die VBL-Leistungen als Ausgleich bis zu 75 % aus. Dies führte in vielen Fällen dazu, dass die Nettorente über dem Netto während der aktiven Zeit lag. Dies wurde allerdings bald bereinigt. mfg

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09. Mai 2008 22:06

... Zitrone .. Nachtrag - @ emilgilels

Chi Tamago (tamago)

Ihrer Aussage, daß Beamte im mittleren Dienst (z.B. Polizisten) unterbezahlt sind, stimme ich zu. In ihrem Nachtrag gehen Sie davon aus, daß die Einkommen der zukünftigen Rentner um die SV-Beiträge höher wären als bei vergleichbaren Beamten. Das ist nicht der Fall, wie der direkte Vergleich von Einkommen von beamteten und angestellten Lehrern zeigt. Z.B. erhält ein beamteter Studiendirektor ca. 1000 Euro mehr Netto als ein angestellter Kollege in vergleichbarer Stellung (EG 15 Stufe 5). Ähnlich verhält es sich bei Vergleich der Besoldungsgruppe A12 (verh., 35 Jahre, 3 Kinder) mit einem angestellten Kollegen in EG 11 Erfahrungsstufe 1. Die Angestellten zahlen die Rente/Pensionen der Eltern der Kollegen, die Beamten haben nie am Generationenvertrag teilgenommen und erhalten eine Pension vom Steuerzahler. Die Beamten haben Geld zur zusätzlichen Altersvorsorge, ihre Kollegen zahlen hingegen kräftig in die SV-Systeme, und alle Mahnungen privat fürs Alter vorzusorgen nutzen nichts, es bleibt nichts übrig. Beamte und Politiker sind nicht Teil unseres Solidarsystems, sie haben sich ihre eigene heile Welt auf hohem Niveau geschaffen.

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09. Mai 2008 14:41

Ausgepresst wie eine......Nachtrag zu @ Chi Tamago> Dauerbaustelle Rente

wolf haupricht (emilgilels)

In der gestrigen Ausgabe der FAZ (Seite 14) sind Pensionen und Renten im Vergleich mit einem Basiseinkommen für beide mit 2.503,00 € als Ausgangsbetrag ausgewiesen. Bereits dieser Basisbetrag ist für einen Vergleich nicht geeignet und daher unbrauchbar, da aufgrund der unterschiedlichen Versicherungsmerkmale das Einkommen - will man einen wirklichen Vergleich anstellen - des künftigen Rentners um die Arbeitnehmer-Beiträge für Rente und Gesundheit mindestens höher liegt. Denn sonst wäre das Netto des Rentners bereits während seiner aktiven Zeit um diese Beiträge niedriger als das des Beamten. Auch sind von der Pension des Beamten die volle Steuer + Krankenkassenbeitrag abzuziehen, denn die Rente war bis 2005 ganz steuer - und fast sozialversicherungsfrei. Ein echter Vergleich ist daher nur im Einzelfall möglich und führt in der von der FAZ enthaltenen Form zu einem falschen Bild. Grundsätzlich ist es jedoch korrekt, dass die Pensionen - ausgehend vom letzten Einkommen - gegenüber dem Durchschnitt nach Beitragsjahren und den jährlich festgesetzten Rentenwerten Vorteile haben, jedoch den im Beitrag der FAZ dargestellten erheblichen Unterschied nicht begründet. mfg

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09. Mai 2008 09:42

Ausgepresst wie eine......@ zu tamago

wolf haupricht (emilgilels)

Im Grund haben Sie Recht. Jedoch sind Netto bei Richtern/Beamten und aus der Rente (GRV) nicht gleich zu beurteilen, schon allein wg der Besteuerung und der KrVers. Wenn ein Rentner der GRV 40 Jahre gearbeitet hat, kann er durchschnittlich mit 1.400 - 1.500 € brutto rechnen. Ein Beamter kommt auf etwa 2.500 € brutto. Wobei diese Zahl wenig aussagekräftig ist. Allerdings haben die gehobenen und höheren Beamten, Richter u. Abgeordnete ab A 13, aber auch Rentner der GRV im öffentlichen Dienst durch die Zusatzversorgung mehr. Bei den mittleren Beamten sieht es dagegen finster aus. Sie können durchweg bereits während der aktiven Dienstzeit nur existieren, wenn sie einen Nebenjob ausüben oder die Ehefrau ebenfalls Einkommen hat. mfg

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08. Mai 2008 21:09

Ausgepresst wie eine Zitrone

Chi Tamago (tamago)

Im Wirtschaftsteil der heutigen FAZ ist eine wirklich lesernswerte Seite: „Dauerbaustelle Rente“, dort ist von mageren Renditemn der RV zu lesen und es wird ein anschaulicher Vergleich zwischen Rente und Staatspension gezeigt. Rentner bzw. Pensionär mit Endeinkommen von je 2503 Euro und 40 Dienst- bzw. Versicherungsjahren. Die Nettopension beträgt dann 1487, die Nettorente 948 Euro. Anzumerken ist, daß der Pensionäre nie zur Finanzierung der Renten der Eltern beigetragen hat, der Rentner allerdings das Gehalt des aktiven Beamten, die Rente bzw. der Pension seiner Eltern mitfinanziert hat. Verständlich wird dann, daß Pensinärshaushalte über Vermögen verfügen und sich höhere Konsumausgaben als Selbständige leisten können (siehe destatis.de). Das zeigt, nur Arbeiter und Angestellte werden ausgepresst wie Zitronen, Politiker und Beamte leben in einer eigenen Welt, nicht alle Bürger sind gleich!

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08. Mai 2008 20:05

Ausgequetscht wie eine Zitrone..........

wolf haupricht (emilgilels)

Das ist das wahre Beschreibung eines Zustandes der nicht ab-, sonder zunimmt. Wenn man nur mit Milliarden jongliert, fallen ein oder zwei oder...Milliarden nicht mehr ins Gewicht. Das ist die eigentliche Gefahr, dass ein Maßstab verloren geht. Der Staat hat sich mit Beginn der großen Koalition den einfachsten Weg zur Geldvermehrung ausgesucht. Da stehen sich beide großen Parteien in nicht nach. Endlich freie Fahrt für den Staat, sich zu bedienen und den Bürger mit höheren Steuern und Wegnahme von bisherigen Steuerentlastungen zu überziehen. Dabei wird dem Bürger- insbesondere durch die SPD- suggeriert, dass der Staat der Gönner und Partner des kleinen Mannes sei. Erst spät merkt der, dass ihm die Hosen ausgezogen werden, weil lediglich die staatliche Verwaltung per wachsender Bürokratie der eigentliche Gewinner ist. Dass dabei die Parlamentarier vorneweg marschieren, kann man unschwer zur Zeit gut erkennen. Das Fazit muss sein: Nie wieder eine große Koalition und weniger staatliche Umarmung durch angebliche Fürsorge. Wenn man den Staat gewähren lässt, bleibt dieses Organ noch am Leben, wenn dem Bürger bereits die Luft ausgeht.

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08. Mai 2008 18:45

140 Milliarden mehr und es reicht immer noch nicht!

Kurt Noll (krn)

"..........während Steinbrück kämpferisch jede Entlastung ablehnt, solange der Bundeshaushalt defizitär ist" heißt es in obigem Artikel. 2005 hatte es Steuereinnahmen in Höhe von 415 Mrd. Euro. 2006 446 Mrd.; 2007 493 Mrd. und 2008 werden es ca. 555 Mrd. Euro sein. Das ist eine Erhöhung von 140 Mrd. Euro, d.h. 33,8 %. Wie unfähig müssen Politiker eigentlich sein, dass sie trotz 140 Mrd mehr (jährlich!) immer noch Haushaltsdefizite schreiben? Sie bedienen die Mehrheit der Bevölkerung (ca. 60%), deren einziges Einkommen die Transferleistungen des Staates sind - hier holen sie sich ihre Wählerstimmen. Die, die alles erarbeiten, werden ausgepresst und können sich, im Gegensatz zu den Leistungsbeziehern, immer weniger leisten. 10 L Benzin kosten ca. 14,-- EUR, zieht man die Steuern ab ergibt sich ein Warenwert von 4,-- EUR. Um 14 EUR ausgeben zu können, muss ich 25 EUR brutto verdienen - dafür bekomme ich einen Warenwert von 4 EUR. Die Differenz von 21 EUR sind ausschließlich Steuern! Wie lange will man sich dies noch gefallen lassen? Vielleicht sollte die arbeitende Bevölkerung einmal geschlossen bei ihren Finanzämtern vorsprechen - z.B. am 14. Juli. Eine ähnliche Aktion hatte 1789 durchschlagenden Erfolg.

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08. Mai 2008 17:09

Lesen ?

Markus Teuber (arathorn)

Ob dieser Beitrag auch in Berlin gelesen wird ? Gelesen wird er vielleicht,aber am Verstehen(wollen) wird es hapern !

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