Deutscher Ärztetag

Schmidts Geste

Die Bundesgesundheitsministerin weiß, wie man taktiert: Überraschend zauberte Ulla Schmidt das Hilfsprogramm für notleidende Krankenhäuser aus dem Hut. Das ist auch der endgültige Beweis: Deutschland bewegt sich in Richtung Staatsmedizin. Von Andreas Mihm

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20. Mai 2008 23:00

Ein Hoch auf die Staatsmedizin

Chi Tamago (tamago)

Schauen wir nach England, das Gesundheitswesen aus Steueraufkommen finanziert. Lange Wartelisten selbst bei lebensbedrohlichen Zuständen. Dialyse, Hüftgelenkersatz notwendig? Da richtet sich die Warteliste nach dem Alter, je jünger desto höher in der Liste. Wir sprechen dann von Nützlichkeit, vergleichen die Kosten mit dem volkswirtschaftlichen Nutzen. Health economics ist das großes Thema. Frage ist nur, wie man mit diesem Thema umgeht. Deutschland will aufschließen und letztlich Vorreiter sein auf diesem Weg, das IQWIG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) wurde eigens deswegen geschaffen. Kosten/Nutzenanalyse wird das Thema Gesundheit in Zukunft mehr und mehr beherrschen. Ob wir uns darüber freuen sollen?

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