Kein Argument scheint zu absurd, um die Kernenergie zu diskreditieren

Energie

Atomstrom ist grün

Die Bürger haben ihre lange verbreitete Skepsis gegen die Atomenergie zum Teil abgelegt. Die geprügelte Branche nimmt das als Ermutigung. Unter dem Slogan „Deutschlands ungeliebte Klimaschützer“ plakatiert sie Schafe und Kühe in grüner Landschaft vor Kernkraftwerk. Zu Recht: Hätte Atomstrom eine Farbe, er wäre grün. Von Andreas Mihm

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Februar 2008 21:17

Das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken ...

Harald HEINZ (willer3)

Ich war schon vor 30 Jahren im Streitgespräch mit meinem Energietechnikprof. als es um Atom für Strom ging. Nachdem ich nun hoffentlich sehr viel mehr gehört, gelesen und erfahren durfte, steht meine Meinung nur fester da.
Atomstrom ist eine ganz lange Sackgassse. Die anscheinend leider nichts gelernt bzw. dazugelernt haben sind sicher H. Mihm und die Politiker, die uns eine "sichere" Energieversorgung bescheren sollen.
Da lobte ich mir Italien, wo man einmal bewusst auf hohe Anschlussleistungen der Haushalte verzichtete, weil man Atomstrom nicht wollte - das führte u.a. dazu, dass dort nicht mit Strom gekocht wird, was ja auch bei dem Wirkverlust ein Schwachsinn ist, der bei uns Deutschen Standard wurde (fragen Sie mal nach Gasherden!) Leider wurde auch das verwässert und wird nicht mehr weiterentwickelt.
Und wir in Deutschland? - im Kern gespalten!
Ich denke allein an die Umstände, wie 1987 Wackersdorf beendet wurde - eine Lachnummer sonders gleichen - wenn ein Staat Müll produziert und nicht entsorgen kann - da soll dem Bürger was vorgeworfen werden???
Und dann den Nachbarn bemühen für Dinge, die man jetzt nicht mehr will - alles ganz logisch und voll unter Kontrolle. Deutsch und ordentlich ist anders.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
05. Februar 2008 18:14

Dem Atomstrom sind nur die grün, die daran verdienen.

Sch Dickmann (s.dickmann)

Sogar schwarz ist eine zu schöne Farbe für Atomstrom!
Atomstrom ist viel teurer und gefährlicher, als uns weisgemacht wird.
Es müsste mal jemand recherchieren, wieviel Steuergeld für Forschung, Abbau, Endlagerung ... wir schon bezahlt haben.
Trotzdem sind Atomanlagen im Ausland schlimmer, weil viele noch gefährlicher sind. Eine Atomanlage ist wie ein D-Zug, der fährt, obwohl er keine Bremsen hat - und wohl nie endgültig zum Stehen kommen wird.
Warum werden nicht kleine Geothermieanlagen favorisiert oder Kraft-Wärme-Anlagen, vielleicht sogar mit Biogas?
Riesenanlagen können nur Riesenfirmen bauen. Ihre Macht wäre nicht mehr sicher, wenn es viele kleine Anlagen gäbe.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
05. Februar 2008 10:28

Greenwashing mit der FAZ

Angelika Wilmen (wilmen)

Soll Ihr Artikel Satire sein oder war er für eine Atomindustriebroschüre gedacht? Bei der im Dezember 2007 veröffentlichten KiKK-Studie (Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken) handelt es sich um eine der aufwendigsten Studien zum Thema. Sie hat den Steuerzahler schlappe 2 Millionen Euro gekostet. Die Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz beweist, dass für Kleinkinder in der Nähe von Atomkraftwerken die Krebsrate um 60 Prozent und die Leukämierate um etwa 120 Prozent erhöht ist. Mit dem Ergebnis widerlegte das für die Studie verantwortlich zeichnende Mainzer Kinderkrebsregister die Ergebnisse eigener Studien aus den Jahren 1992 und 1997, in denen ein solcher Zusammenhang zwischen Wohnortnähe zum AKW und Leukämieerkrankung nicht festgestellt wurde.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
05. Februar 2008 02:05

Ist die FAZ jetzt die Hauspostiller der Atom-Maffia?

Dietrich Wollheim (tillwollheimgmx.de)

Jeder seriöse Wissenschaftler der nicht im Solde der Atomindustrie steht weiß, was für ein Bullshit dieser Artikel ist!

Atomstrom ist unbezahlbar teuer - rechnet man bis zu Ende- , zerstören sehr wohl die Ozonschicht, den Atomkraftwerke sondern sehr wohl Gase ab, die sogar wesentlich ozonschädlicher sind als CO² und lösen das Energieproblem eh nicht.
Nur Stromsparen und dezentrale Erzegung und Versorgung lösen das!
Dann gibt es keinen Bedarf mehr für AKWs.

Till

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 22:14

Kernkraftwerke en vogue

Dieter Strauß (johannnahl)

Es wird allmählich Zeit, daß Kernenergie wieder in Mode kommt. Als ehemaliger Stein- und Braunkohlenbergmann hätte ich es nicht für möglich gehalten, daß man in Deutschland derartige Aversionen gegen eine wirklich technisch effiziente Methode hat. Im Grunde genommen ist es auch nicht der effektivste Weg, Kohle und Öl zu verbrennen. Denn daraus können wertvollere Produkte als Strom und Wärme hergestellt werden.

In Europa sind z.Z. ca. 100 Kernkraftwerke in Betrieb, davon allein in Frankreich 59. Und es werden in der ganzen Welt neue gebaut. Die Endlagerung wird auch noch gelöst werden.

Im übrigen ist es skandalös, daß der Bürger sog. Ökostrom, der zum Teil falsch deklariert ist, subventionieren muß.

Ich finde es jedenfalls erfreulich, daß sich Mihm/FAZ diesem Thema ohne ideologische Scheuklappen widmet. - Wer will denn ohne Strom leben?




Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 21:50

Wird der rotgrüne Marsch in die Dummheit gestoppt?

Rudolf Neuber (r.neuber)

Anscheinend mußte erst eine Interessenkollision entstehen, um den geistigen Bankrott der Ausstiegspropaganda aufzuzeigen. Es zeigten sich die Gefahren einer Überproduktion von CO2, die praktisch nur durch Einsatz von Kernenergie pariert werden kann, also: je mehr Kernkraftwerke, umsoweniger Kohlekraftwerke und umsoweniger Produktion von CO2. Hier hätte schon längst der sofortige Stopp des Ausstiegs aus der Kernenergie verfügt werden müssen. Doch dafür zeigte man sich zu borniert.

Aber es wirkt zumindest ungemein beruhigend, wenn jetzt das von einer rotgrünen Komplizenschaft verordnete Diktat der Dummheit endlich aufgeweicht wird.

Die Kritik an Schröder und seiner Vernichtungspolitik der Kernenergie war 7 Jahre verstummt. In den Redaktionsetagen der Medien saßen überall rote Meldegänger, um sofort Alarm zu rufen, wenn sich irgendwo auch nur ein kleiner Ansatz von Kritik an Schröder zeigte.

Die Kernkraftbefürworter müssen jetzt aus ihrer Deckung hervorkommen und für eine Korrektur der Atomfeindschaft Sorge tragen. Die vornehme Zurückhaltung der vergangenen Jahre hat nur dazu geführt, daß sich der Bazillus der rotgrünen Dummheit immer mehr verbreiten konnte. Die Stunde der Wahrheit ist gekommen.


Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 20:36

"Scheuklappen"

Andreas Woess (awoe)

Der "grüne" Emissionsausstoß von AKWs ist die eine Seite der Medaille – die andere Seite z.B. mit den weithin ungelösten Problemen der Atommüllentsorgung zu Lande und unter Wasser sowie die Einpreisung dafür komplett zu unterschlagen aber wahrlich "zu absurd" und "wohl kein Zufall"…

..Qualitätsjournalismus sieht jedenfalls anders aus.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 20:25

100 Milliarden reichen Grossbritannien nicht aus zur Entsorgung alter AKWs

Martin Gürsch (Betroffener)

es dürfte noch sehr viel teurer werden - und der strahlende Müll bleibt uns viele Jahrtausende erhalten und muss teuer "gehegt und gepflegt" werden.

Aber auch die Ressourcen sind endlich.

Viel besser wäre ein Konzept mit vielen kleinen regionalen Bedingungen angepassten Strom- und Wärmeerzeugungen aus überwiegend regionalen (und auch überregionalen) Ressourcen aller Art betrieben anstelle von ein paar großen zentralen Klopsen welcher Bauart auch immer, die ausschliesslich von den vier Grossen betrieben werden. Dann entfallen auch die riesigen "Transportverluste", die wir teuer als sogenannte "Netzgebühr" zusätzlich bezahlen. Auch sind diese Netze inzwischen so marode geworden, das diese komplett erneuert werden müssten - worum sich die berühmten vier aber einen Teufel kümmern bei 22 Milliarden Einnahmen und nur 3 Milliarden Reinvestition in die Netze (Stand 2004 - Änderungen des Verhältnisses nicht bekannt).

Die kommunalen Stadtwerke hatten schon ihren Sinn und sollten diesen wieder zurück bekommen. Der Weg, diese an die Grossen anzubinden war schlicht falsch und muss rückgängig gemacht werden.

Atomstrom ist nicht grün und auch nicht billig, wenn ALLE Kosten berücksichtigt würden, die damit zusammenhängen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 19:34

Ist schlicht falsch

Sebastian Olbrich (Basti1976)

Der Ausstoß mag gering sein. Jedoch gehört zum nuklearen Kreislauf weit mehr. Vom Abbau bis zur Endlagerung ist die Atomenergie ineffozienter als moderne Kohlekraftwerke. Das geht nicht nur aus Klimastudien der UN hervor, sondern auch aus Quellen von Wissenschaftlern und - man lese und staune - unserer Energieversorger. Wer also anderes behauptet, betreibt konvervativ-verblendete Propaganda!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 18:27

"Scheuklappen"

Andreas Woess (awoe)

Der "grüne" Emissionsausstoß von AKWs ist die eine Seite der Medaille – die andere Seite mit den weithin ungelösten Problemen der Atommüllentsorgung zu Lande und unter Wasser sowie die Einpreisung dafür zu unterschlagen aber wahrlich "absurd" und "wohl kein Zufall"...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 17:56

Die Clownsnase fehlt nur noch...

Harm Georg Conrad (zephir_blau)

Dies bißchen Atommüll, der da anfällt, können wir ja ungerührt beim Nachbarn im Garten verbuddeln.
Die Rot-Grünen sollen sich mal nicht so anstellen!!
Soll sich doch die nächste Generation darüber den Kopf darüber zerbrechen, wo doch heute so bombige Gewinne locken...
Nach uns die Sintflut...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 17:51

Hurrah!

Eckart Haerter (E.Haerter)

Danke, liebe FAZ, für diesen Artikel. Ich bin einer der Bürger, die ihre Skepsis gegen den Atomstrom jetzt endgültig abgelegt haben. Dank aber auch Herrn Mihm für seinen Artikel, der mich voll beruhigt hat. Die vielen Leukämiefälle bei Kindern in der Nähe von Atomkraftwerken sind ja wissenschaftlich gar nicht beweisbar. Das ist sozusagen die "gefühlte" Vermehrung. Die Eltern dieser Kinder werden jetzt auch wieder ruhiger schlafen. Und wie war das mit der Halbwertzeit von Plutonium, 24.000 Jahre? Das ist doch überschaubar. Dann ist zwar erst die Hälfte weg, aber dafür können doch Frau Merkel, sogar als Physikerin, und die Herren der Atomenergiewirtschaft guten Gewissens die Verantwortung übernehmen. Zur Verantwortung ziehen kann man sie dann allerdings nicht mehr. "Ex und hopp!", das war ein lange zu Unrecht verteufeltes Motto der Wegwerf-Gesellschaft. Wir gehen grünen Zeiten entgegen! Ich freu' mich.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. Februar 2008 17:16

Papperlapapp

Hannes Heilmannsstedt (mediumdry)

Warum das Klima schützen - es gibt doch keinen Klimawandel. Zumindest glaubt man das nach einiger intensiver FAZ-Indoktrination. Bleibt noch das finanzielle Argument - auf das hier vergleichsweise wenig eingegangen wurde. Wozu also dieses Pamphlet? Da kann ja Franz-Josef Wagner noch stringenter argumentieren.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 13 von 13 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche