Ausbildungsmarkt

Die Lehrlingslücke, der Staat und die Schulen

Der Aufschwung ist am Lehrstellenmarkt angekommen, doch jetzt herrscht Furcht vor der geringen Qualifikation vieler Bewerber. Die Bundesregierung lockt Arbeitgeber mit einem Ausbildungsbonus. Doch Unternehmen taugen nur bedingt als Reparaturbetrieb für das Bildungssystem. Von Heike Göbel

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Mai 2008 09:47

"Nürnberger Trichter"

Reinhold Eysel (Eysel)

Erfinden Sie ihn endlich! Das Problem zeigt sich doch am Überhang an Lehrlingen aus den Vorjahren. Und dann werden uns in TV traurige Gesichter präsentiert: "Ich ahb 62 Bewerbungen geschrieben". Ich frage:"Wie hat er sich präsentiert? Wach, neugierig, oder hat er die Vorlage aus der Schule abgeschrieben?" Man kann Menschen nicht "zangsqualifizieren" gleichgültig wieviel Geld man in welches System auch immer pumpt? Und nicht wirklich helfen fin. Anreize für den Ausbilder. Nach spätestens 3 Jahren stehen DIESE Leute wieder auf der Strasse. "Bildung", Ausbildung als Wert existiert bei einer "gewissen" Klientel nicht. D A S ist das Problem. Es gibt keine Sanktionen. VIEL Mitleid und immer noch zuviel Geld ist diesen "Gewissen" gewiss. DENEN reicht das für ihre Bequemlichkeit. Die Geister die man rief wird man nicht wieder los. Und gewisse Interessengruppen päppeln sie noch.

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14. Mai 2008 09:32

Wirtschaft und Schule stehen vor denselben Problemen, liebe FAZ!

Gabriele Wurzel (G.Wurzel)

Soll Schule jedem Jugendlichen, selbst wenn er mehr stört als sich anstrengt, den Abschluss geben? Schule wird täglich mit Defiziten konfrontiert, die für das Lernen hinderlich sind: falschen politische Weichenstellungen (so jüngst die Einführung der verlängerten Grundschulzeit in HH, d.h.: weiterer Niveauverlust, Verstärkung der sozialen Unterschiede, oder Berlin mit der Abschaffung der Noten), Erziehungsdefiziten, extensivem Medien-/Alkoholkonsum, fehlgesteuerter Migrationspolitik. Wirtschaft fordert für sich bessere Bedingungen; für Schulen verschlechtern sich diese! Für den Erfolg wesentlich sind: Begabung, Lernbereitschaft und ein Minimum an Sozialverhalten. Daran fehlt es vielen Jugendlichen, insbesondere Migranten, die dank unseres Sozialsystems keine Notwendigkeit sehen, sich anzustrengen und für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen. Wer morgendliches Aufstehen, Fleiß, das Einhalten von Regeln schon für eine Zumutung hält, soll die Schuld für ein mögliches Scheitern nicht bei anderen suchen; sie liegt bei jedem selbst, den Eltern und falschen politischen Vorgaben, nicht bei den Schulen. Die Lehrer machen einen Knochenjob! Es fehlt der Nachwuchs für alle Schularten. Schule kann nicht den Libero der Nation spielen!

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13. Mai 2008 23:38

Ein Faß ohne Boden ist nie die Lösung.

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Mehr Geld in die Schulen ist aus zwei Gründen nicht die Lösung: 1. Deutschland hat eines der teuersten und ineffizientesten Schulsysteme der Welt. Kein Wunder, da es durchweg staatlich ist (auch die privaten Schulen sind nicht frei) und per Schulzwang seine Benutzung gewaltbewährt monopolisiert ist. Und das schöne Geld, das alle mehr haben wollen, versickert dann doch nur in Kultusministerien, Schulämtern, Schulbehörden und bei Parteigängern. 2. Bildung ist nicht gleich Schule. Es scheint nur sehr sehr schwer zu begreifen zu sein, daß in deutschen Landen schon seit einiger Zeit Bildung zwar in den wichtigsten Jahren junger Menschen nur durch ein staatliches Monopol realisiert werden darf und soll, dies aber ja nur die halbe Wahrheit ist. Es gab eine Zeit vor Schule und es wird eine Zeit nach dem Monopol geben: Bildung muß individueller und auch nichtschulisch möglich werden: mit privater Nachhilfe und gemäß UN-Studie ist sie bereits jetzt schon weit überwiegend außerschulisch. Die Lösung lautet, wie so oft, mehr intelligente und kreative Lösungen, mehr Alternativen. "Die Freiheit der Wahl führt zur Würde des Menschen", so Maria Montessori - und die Freiheit der Wahl führt auch zur Lösung von wirtschaftlichen Aufgaben.

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