04. Juni 2008 Sanierung ist beim amerikanischen Autohersteller General Motors trauriger Alltag. Seit gut drei Jahren steckt das Geschäft auf dem Heimatmarkt in einer schweren Krise, in diesem Zeitraum gab es eine Restrukturierung nach der anderen.
Die bisherigen Sanierungsergebnisse sind bescheiden. General Motors steckt weiter tief in der Verlustzone. Das ist dem Vorstandsvorsitzenden Rick Wagoner anzukreiden, der zaghaft agiert hat, weil er die Realität nicht wahrhaben wollte. Er griff zu einfallslosen Schritten wie Stellenabbau und Werkschließungen, hielt aber an der grundsätzlichen Ausrichtung fest.
Dieser Schritt gibt Hoffnung
Die Produktpalette von General Motors wird dominiert von großen Spritschluckern, die durch den Anstieg der Benzinpreise zu Ladenhütern geworden sind. Jetzt hat General Motors eine Neuausrichtung angekündigt: Das Geschäft mit Großraumfahrzeugen wird gedrosselt, die Geländewagenmarke Hummer steht zum Verkauf.
Gleichzeitig gibt General Motors ein Bekenntnis zu kraftstoffsparenden Autos ab. Die Sanierung von General Motors braucht noch länger, und sie wird mit weiteren Schmerzen verbunden sein. Doch dieser Schritt gibt Hoffnung: Endlich zeigt Rick Wagoner Konsequenz.
Text: F.A.Z.