Deutsche Bank

Die Schande

Auch die Deutsche Bank steht kurz davor, auf Garantien des Bundes zurückzugreifen. Dabei hatte Josef Ackermann bislang eindeutige Signale gegeben, dass für die Deutsche Bank Staatshilfe nicht in Frage kommt. In der Öffentlichkeit ist Ackermanns Glaubwürdigkeit nun völlig dahin. Das ist schade. Von Hanno Mußler

Lesermeinungen zum Beitrag

02. November 2008 17:21

Kommen wir zu den Fakten!

ERICH HUMPLIK (fuechsin)

Wer hat die Steuergelder in Milliarden verspekuliert - die Politiker in den Ämtern bei der KfW und den halbstaatlichen Banken (Chef im Wechsel Steinbrück und Glos). Die genaue Höhe der Verluste geben sie nicht mehr an. Genau wie die Höhe der Pensionen für Abgeordnete, Minister und Kanzler. Schamgefühle sind ihnen doch fremd. Bereits am 18. Juli 2004 warnte ein seriöser Fachmann vor den amerikanischen Papieren. Gleichfalls ein Professor einer amerikanischen Bank - wurde verlacht. Herr Ackermann selbst rief bei der BaFin (Chef Steinbrück) an und warnte vor den Papieren. Sie wussten es besser, da nicht fachkompetent und nur an Zusatzverdiensten interessiert. Seit März musste die Hypo Real Estate jeden Tag an die BaFin Bericht erstatten, hat es Herr Steinbrück nicht verstanden? Wohl nicht!! Viele Bürger sind pleite, da die Hypo ihre Kredite weiter verkauft hat und die amerikanische Bank sofort das Geld haben wollte + 15%. Was folgte war die Zwangsversteigerung und hohe Schulden. Warum verzichten sie nicht auf ihre Zusatzeinnahmen, weil sie nach politischer Farbenlehre ausgesucht (37 Politiker im Verwaltungsrat der KfW) sitzen und ihre Gier nach Geld überwiegt. Längst hätten sie sich beim Volk entschuldigen müssen!Eine Charakterfrage

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31. Oktober 2008 17:43

Verflixt noch eins,

Markus Leibold (MSL)

die Deutsche Bank HAT KEINE STAATSHILFEN ANGENOMMEN. Könnte die Welt das bitte einmal begreifen und aufhören, aufgrund von Geürchten irgendwelche Vorschussrüge auszuteilen? Hat etwas vom Lehrer, der Schüler vor der Klausur rügt weil sie bestimmt schlecht sein werden - nur dass Herr Ackermann von der Materie wohl im Gegensatz deutlich mehr weiß als der kritisierende Journalist und Politiker. Von daher rügt hier wohl eher der Schüler den Lehrer...

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31. Oktober 2008 13:35

Die Häme der Regulierer im sozialistischen Lager ist unangebracht -

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

sogar peinlich, zeugt sie doch von völligem Unverständnis dessen, was sich gegenwärtig abspielt. Der nun sich entfaltende Subventionswettbewerb für alles und jeden - ob er das Geld nun haben will oder nicht, er muß es aus Gründen des Wettbewerbs nehmen - ist Folge der Vereinnahmung der zunächst vorgesehenen Hilfen durch Ankauf von schlechten Forderungen ( USA ) durch die Internationale der Sozialisten, Kommunisten und ihren Regulierungswahn. Deren Ziel ist nicht die Stütze des uns alle tragenden kapitalistischen Systems, sondern dessen Abschaffung zu eigenem persönlichen Nutzen. Daher erklärt sich der Eifer vornehmlich europäischer Politiker, nun möglichst die gesamte Wirtschaft via Staatssubvention in den Griff zu bekommen. Geradezu lehrbuchmäßig entstehen neue Gesetze, Behörden, Regulative und am Ende findet auch die Peitsche öffentlichkeitswirksam Erwähnung - von wem anderes als dem deutschen Steinbrück, Minister für Dieses, Jenes und vieles Andere bestimmt auch noch. Wenn auch dem einen oder anderen bei dieser Vorstellung mulmig wird, so lockt doch staatliche Hilfe zumal dann, wenn alle sie bekommen sollen, im Ausland wie auch hierzulande. Die Sache ist so verfahren worden, daß es nur noch schief gehen kann. Europa hat versagt

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31. Oktober 2008 10:45

Wer rote Zahlen schreibt sollte auch vor Scham rot anlaufen

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es bleibt ein unfassbarer Skandal, dass sich die Banker einfach nicht schämen wollen angesichts ihrer erwiesenen Unfähigkeit als Diener aller Vermögen zu wirken. Dass sie offenbar jeglichen Respekt vor dem Volk verloren haben, weil sie es nach der Finanzkrise doch eigentlich dazu verurteilt sehen wollen, zweimal den Kopf hinzuhalten, ist nicht hinnehmbar.

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31. Oktober 2008 10:33

Noch schneller und ärger gekommen als ohnehin anzunehmen war

Robert Hamacher (harohama)

Das hätte man vielleicht bei einer drastischen Zuspitzung der Situation in 2009 erwartet, aber nicht im Wochenabstand zu den "unvorsichtigen" und voreiligen Äusserungen, die aber nur die letzten in einer ganzen Reihe unglücklicher stehen ( siehe die zur nie von A. erwarteten Lehman Pleite). Wäre Ackermann deutscher Politiker, hätte er seine Zukunft hinter sich. Der Ruf der Bankmamanger hat sich ohnehin dem lausigen der Berufspolitiker in atemberaubender Geschwindigkeit angenähert oder ihn vielleicht schon "überholt". Von solch einem Debakel erholt sich die individuelle Reputation so gut wie nie. Anzunehmen ist, dass A. nicht mehr lange DBank Chef sein wird.

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31. Oktober 2008 09:14

Sehr verwunderlich ...

Roland Frutig (Frutig)

... ich werde seit Wochen den Eindruck nicht los, dass bei all den Kommentaren zu Herrn Ackermann, einige Leser für alles ein Argument haben, was die Aussagen und Taten des Herrn A. als unantastbar darzustellen. Fakt ist aber - wer sich als so unfehlbar, allwissend und "besser als andere" darstellt, wie es Herr A. gerne tut, muss damit leben, dass der Sockel auf den er sich stellt - von realen Peinlichkeiten seines Tuns und Sagens - zu bröckeln beginnt ... da helfen ihm auch nicht seine wenig objektiven "Fans" nicht.

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31. Oktober 2008 04:53

Blödsinn ja nun nicht völlig

Stefan Stäcker (Christoffer1)

"So ein Blödsinn, weil es lediglich Stimmungsmache gegen die Person Ackermann darstellt." schreibt wolf haupricht (emilgilels). Aber völliger Blödsinn ist es nicht, nur eine Übertreibung, wenn die Glaubwürdigkeit seitens Hanno Mußler nun als vollends verwirkt bezeichnet wird. Herr Haupricht vergißt zu erwähnen: "Allerdings konnte das Unternehmen den Ausweis eines Verlustes nur dank gelockerter Bilanzierungsregeln, einer Steuergutschrift in Höhe von 312 Millionen Euro und Veräußerungsgewinnen bei den Industriebeteiligungen vermeiden." (siehe "Massiver Kursgewinn - Gewinnqualität enttäuscht jedoch" Beitrag der FAZ-Net). Im oparativen Bereich herrschten rote Zahlen vor. Angesichts dieser Entwicklung, die Herrn Ackermann bekannt sein mußte, war seine Äußerung bezüglich Scham und Schande bei einer Inanspruchnahme der staatlichen Hilfsmaßnahmen maßlos überzogen. Im Falle einer Inanspruchnahme staatlicher Hilfen ist ein Mitspracherecht der Kapitalgeber selbstverständlich zu verlangen. Die Verwendung von Steuermitteln kann den privaten Unternehmen nicht uneingeschränkt überlassen werden, die an der Entstehung der zu bewältigenden Krise maßgeblich beteiligt waren.

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30. Oktober 2008 23:50

Ich bin ein Fan von dem :-)

gisbert heimes (gisbert4)

Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu (alte Fußballer-Weisheit).

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30. Oktober 2008 22:07

So ein Blödsinn, weil es lediglich Stimmungsmache gegen .......

wolf haupricht (emilgilels)

..die Person Ackermann darstellt. Es ist eben ein Unterschied, ob eine Bank durch ihre Geschäfte in Not geraten ist und insolvent wäre, oder im internat. Wettbewerb Nachteile erfahren würde, wenn Staatsgarantien nicht angeboten werden können, die andere Banken oder Investoren z. B. bei Übernahmegeschäften als Sicherheit jedoch fordern, damit ein Deal überhaupt zustande kommt. Denn hier handelt es sich um die Folgen staatlichen Handelns aufgrund des Stabilitätgesetzes bei auch "gesunden" Banken, die sich zu deren Nachteil auswirken können. Insofern befindet Hr. Ackermann in einer völlig anderen Situation als zuvor, die eine Garantie des Staates ohne Gegenleistung zur Folge hat. Immerhin hat A. für III/08 einen Gewinn ausgewiesen. Durch eine Garantie des Staates, die dieser zur Abwendung einer drohenden Gefahr abstrakt verfügt hat, kann dieser sich nicht darauf berufen, dass z.B. Dividenden gekürzt oder überhaupt nicht gezahlt werden. Diese Entscheidung steht allein der Bank zu. In GB hat die steuerfreie Ausschüttung von Dividenden einen breiten Stellenwert, weil diese ein wichtiges Zubrot zum oft kargen Einkommen darstellt. Diese Sichtweise GB ist ein eklatanter Wettbewerbsnachteil für DE und die Deutsche Bank.

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30. Oktober 2008 20:24

Egal was andere denken,

Melita Zimmermann (melitaz)

ich bin noch immer der Meinung, das Problem war nicht Josef Ackermann, sondern der Mitarbeiter, der diesen Satz in die Öffentlichkeit brachte! Wer, auch in der Topetage einer Bank, nicht mitdenkt, hat dort nichts verloren. Heute werden Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden verbreitet, morgen Geschäftsbeziehungen und übermorgen lassen Breuer und Kirch grüßen.

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