Sozialversicherung

Vorsorge gegen Altersarmut

Mit dem Wort Altersarmut verbinden sich düstere Vorstellungen: Schlangen gebrechlicher Menschen vor Suppenküchen, zahnlose Alte in fadenscheiniger Kleidung. Verjagen lässt sich das Armutsgespenst am besten, indem die Politik günstige Bedingungen am Arbeitsmarkt schafft. Von Kerstin Schwenn

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Februar 2008 11:47

Ideologischer Unsinn

Stefan Rubens (RubensStefan)

Zitat: Die Rentenbeiträge sind nämlich KEINE Investition in das eigene Alter, sondern wirtschaftlich bloße Unterhaltszahlungen an die eigenen Eltern.

Und was machen wir mit den Eltern, deren Kinder nach einem sündhaft teuren Studium ins Ausland zum Arbeiten? In der Konsequenz des Zitats: AUSWEISEN

Man muss seinen Altersanspruch schon zu Lebzeiten erarbeiten, um im Alter was zu haben. Wir können auch alles wieder individualisieren. Dann arbeiten die 25 Prozent von Kinderarmut betroffenen Kinder künftg wieder auf dem Feld beim Bauern statt zur Schule zu gehen.

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08. Februar 2008 16:03

@Michael Fichtner

Christian Franz (krieesiee)

@Michael Fichtner:
"der Staat muss so oder so für die Sozialbedürftigen aufkommen"
Glückwunsch, Sie stellen hiermit ihre Nehmerqualitäten unter Beweis. Sozialer Gedanke gleich Null.
"...stellt sich mir die Frage, wie ich fürs Alter vorsorgen soll" Schon mit 5 Euro monatlich (+ staatliche Zschüsse) ist Riester möglich! Aber wer braucht das schon, der Staat machts ja!
Das Schönste an solchen Sachen ist immer, dass Sie sich wahrscheinlich morgen über die hohe Staatsverschuldung beschweren.

Mir gefällt vor Allem der letzte Absatz dieses Artikels, denn es stellt sich ernsthaft die Frage, ob heutige Rentner es nicht verdient haben, besser zu leben?
Ihre Kindheit/Jugend war zweifellos deutlich härter als die der heute Erwerbstätigen. Vom Standpunkt der Gerechtigkeit aus macht es durchaus Sinn.
Auch der Gedanke an eine Privat-Vorsorge-Pflicht ist nicht abwegig.
Danke, Frau Kerstin Schwenn, sie hatten bezüglich Altersversorgung bereits mehrere ansehnliche Gedankengänge!

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08. Februar 2008 14:37

von 312 Euro im Monat.....

Michael Fichtner (ebaristo)

als Hartz4-Empfänger mit 312 Euro im Monat stellt sich mir die Frage, wie ich fürs Alter vorsorgen soll, da ich zuerst meinen Lebensunterhalt in der Gegenwart bestreiten muss. Wie soll ich fürs Alter vorsorgen, wenn meine Altersvorsorge auf meinen bisherigen Leistungen vom Amt angerechnet werden. Wieso sollte ich fürs Alter vorsorgen mit einer Vorsorge, die mir im Alter bei Auszahlung auch wieder angerechnet wird. Ich lebe in der Gegenwart von Hartz4 - da habe ich vor der Altersarmit auch keine Angst, denn schlimmer kann es auch nicht mehr werden, der Staat muss so oder so für die Sozialbedürftigen aufkommen und wieso sollte ich jetzt von meiner Hartz-4 Leistung etwas zurücklegen, was gar nicht möglich ist, nur das es ,mir im Alter wieder angerechnet wird. Altersvorsorge und der Zwang dazu ist Lobbyarbeit der Politik für die Versicherungsunternehmen. Anstatt Geld für Vorsorgen und Versicherungen auszugeben, sollten die Leute konsumieren, denn soetwas stärkt den Binnenmarkt und schafft im Inland Arbeitsplätze und steigert nicht nur den Profit der Versicherungsunternehmen, wo die Politiker alle in den Vorständen und Aufsichtsräten sitzen und Ihr Geld von denen bekommen!

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08. Februar 2008 13:44

Generationenlüge

Jürgen Winter (rijukan)

Auch in diesem Artikel wieder das üble Gerede von den "Generationen". Nicht "die Alten" von morgen werden betrogen, sondern nur ein Teil von ihnen: nämlich die Eltern. Der absehbare Zusammenbruch resultiert aus dem ständig wachsenden Anteil kinderloser und kinderarmer Personen an den Rentnern. Sie werden an Investionen in Humankapital, zu denen sie (über Steuern) nur sehr wenig beigetragen haben, überproportional beteiligt. Ein Paar, das zwei Kinder aufgezogen hat, bekommt also wegen der Erwerbsbezogenheit deutlich mehr Rente als ein durchschnittliches Elternpaar - und hat sich gleichzeitig in der Erwerbsphase Hunderttausende gespart oder, befreit von der Notwendigkeit des Windelwechselns und Schulaufgabenbetreuuens, zusätzlich verdient.

Dieses Geld steht dem zur Verfügung, weil man auf die Investition in Kinder verzichtet. Es wäre ihm zuzumuten, dieses Geld in eine andere Forml der Alterssicherung zu investieren. Die Rentenbeiträge sind nämlich KEINE Investition in das eigene Alter, sondern wirtschaftlich bloße Unterhaltszahlungen an die eigenen Eltern. Mit den Rentenbeiträgen zahlen wir unseren Eltern zurück, was sie als Kinder in uns investiert haben. Wenn wir selbst im Alter Ansprüche haben wollen, braucht es eigene Kinder.

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08. Februar 2008 11:39

Jetzt privat vorsorgen !?

Markus Teuber (arathorn)

Ein Ausrufezeichen: Ja,weil es richtig ist,privat Rentenvorsorge zu betreiben.Dieser Grundsatz ist so richtig,daß er eigentlich schon in den 70er Jahren hätte verbreitet und in die Tat umgesetzt werden müssen.Schließlich war schon in den 50ern dem "Vater des Wirtschaftswunders" ,Ludwig Erhard,bewußt,daß das Umlagerentensystem nicht für alle Zeiten finanzierbar ist ,sondern nur in den wirtschaftlichen Boomzeiten und bei konstanter Zahl an Einzahlern.Bekanntlich wurde Erhardts Weisheit durch Adenauer mit dem Wort "Kinder kriegen die Leute sowieso (immer)" konterkariert und damit war die Sache erledigt und vergessen.

Ein Fragezeichen : Denn - Privatvorsorge selbst besorgen heißt,eine genügende oder gar überreiche Finanzausstattung zu haben,um dies tun zu können.
Und gerade da liegt der Hase im Pfeffer.Denn nicht nur Familien,gerade auch Alleinerziehende (meist Frauen),Geschiedene und selbst Singles mit mittlerem Einkommen drückt in der Zwischenzeit eine finanzielle Last im Verbund mit geringsten Vermögenssteigerungen,sodaß sie gar nicht in der Lage sind,das Wünschenswerte zu tun!

Die Politik muß die Menschen endlich wieder in die Lage versetzen,ihr Geld zu halten und zu vermehren - und nicht (bsp Abgeltungsst.) wegzubesteuern !

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