Wege aus der Krise - sie haben zumeist schmerzhafte Nebenwirkungen

FAZ.NET-Spezial Finanzkrise

Wege zur Rettung der Wall Street

Spezial Die Finanzmärkte kommen nicht zur Ruhe; die Banken misstrauen einander wie noch nie. Jetzt zeigen auch noch die Rohstoffmärkte Anzeichen von Schwächen. Amerika scheint entschlossen, zur Rettung der Wall Street eine Politik der Dollar-Abwertung zu verfolgen. Doch die sozialen Kosten werden hoch sein. Von Holger Steltzner

Lesermeinungen zum Beitrag

23. März 2008 18:34

"Bankerschelte"

Reinhold Eysel (Eysel)

Da wird ach so einträchtig und ausschliesslich Bankerschelte betrieben.
Als GÄBE es keine gierig-dummen Häusle-Spekulanten, die Bankern usw. jahrelang ein gutes Geschäft beschert haben; und nebenbei auch noch einige klug genug Häusle-Käufer und rechtzeitig Aussteiger ein Vermögen beschert.
Wie schützt man Menschen vor ihrer eigenen Dummheit?
Die "Farbe ROT" hat darauf natürlich ne Patentlösung parat!
Ich frage, ob es wirklich sinvoll ist, Menschen flächendeckend zu "pampern",
wie so viele Heilsversprecher es gerne tun? Entmündigt man Menschen damit nicht? Nimmt ihm des Menschenrecht auf Selbstbestimmung, das - im Sinne der Äquivalenz - AUCH das Recht auf Fehler einschließt? Manchmal muss es eben SCHADEN sein, der Menschen klug macht ... wenn das HIRN ausgeschaltet war, oder WISSEN um das Eis auf das man sich begibt fehlt.
LEIDER alles eine phantastische Spielwiese, ein phantasisches "Geschenk" für linke "Rattenfänger" mit ihren bewiesen untauglichen Rezepten.

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23. März 2008 18:09

Die Hysterie ist das Problem.

Reinhold Eysel (Eysel)

Hysterie produziert "unkalkulierbar dumme" Reaktionen. Hysterie entsteht aus Angst. Angst entsteht aus Unwissen. Also muß WISSEN her, damit sich die Geister beruhigen, und die Sache wieder berechenbar wird. Berechenbarkeit schafft die Aktion der Zentralbanken, "unbewertbare", aber keinesfalls wertlose Papiere, auf ihre Bücher zu nehmen, nennen wir es die "bad-bank". Denn in der Unbewertbarkeit liegt das Problem, denn Unbewertbarkeit ist WEIT kritischer als jeder, sogar der niedrigste Wert. In sehr wenigen Jahren werden die "Unbewertbaren" wieder bewertet werden und dann, dann hätte ich sehr gerne ein paar dieser Papier, denn es wird sich - für Viele erstaunlicherweise - herausstellen, dass diese SEHR viel mehr wert sind, als jetzt, in der Panik, geunkt wird. Deshalb wird diese "Rettungsaktion" am Ende ein GUTES Geschäft sein und NICHT vom moralinsauren "Klein Fritzchen" bezahlt werden.
"Der Kurs eines Papiers hat nie etwas mit dem Wert des Papiers zu tun, sondern mit der Angst oder der Gier der Anleger." Wie erkennt man, wann man am besten Aktien kauft: "Die Tatsache, dass Leute gierig, ängstlich und töricht sind, lässt sich sehr wohl voraussehen. Nicht jedoch in welcher Reihenfolge." Warren Buffet

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22. März 2008 15:44

Wege zur Rettung der Wall Street - ein Vorschlag zur effizienten Problemlösung

gerald Ludwig (Gerald.Ludwig)

Ziel: Dies wird erreicht durch Stabilisierung des Immobilenmarktes der USA gepaart mit der Lösung der Vertrauenskrise der Banken untereinander, durch die Sanierung der betroffenen Immobilienbesitzer und gleichzeitig teilweise Rückführung von Krediten an Subprime Lenders.

Nebeneffekte:
Reduktion der Abschreibungserfordernisse für Subprime Lenders und der Investmentbanken.
Reduktion der Unsicherheiten über das wahre Ausmaß der möglichen Schadensumme
Vermeidung von Zwangsversteigerungen mit weiteren Wertverlusten am Immobilienmarkt, die noch weitere Kreise bei derzeit problemlosen Immobilienkrediten ziehen könnten.

Lösungsweg:
Der Staat kauft den betroffenen US-Familien einen Teil (je nach Betroffenheit 20-50% und finanzieller Belastbarkeit) der Immobilien ab, wobei der Verkaufserlös zweckgebunden zur Tilgung der Immobilenschuld verwendet werden muss. Damit reduziert sich das Kreditvolumen und die damit verbundenen Zinsen.

Der Begünstigte verpflichtet sich in den nächsten 10 Jahren mind 50% an den Staat zurückzubezahlen. Dann wird sein Haus lastenfrei gestellt.
Die subprime lenders müssen auch einen Beitrag liefern indem diese per Gesetz 25% der aushafteneden Forderungen an die Betroffenen als Verlust ausbuchen.
Kosten:200miaUSD

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22. März 2008 15:15

Zurückkommen eines unbegründeten Ausschlages = Schwäche?

Heinz Thieme (HeinzThieme)

Die Rohstoffmärkte zeigen überhaupt keine Schwäche. Ganz im Gegenteil, sie beweisen, daß immer noch sehr viel vagabundierendes Kapital das Verhältnis von Angebot und tatsächlicher, verbrauchsorientierter Nachfrage verfälscht und nicht gerechtfertigte Preise (allerdings vorübergehend) zustande kommen läßt. Erst wenn die spekulativen, d.h. nicht in die eigentlichen Aufgaben des Marktes (Austausch von Waren) eingebundenen Gelder - wie auch immer, dazu können auch spektakuläre Pleiten gehören - abgeschöpft worden sind, wird es wieder stabile Marktverhältnisse geben, auf denen dann wieder eine Weiterentwicklung fußen kann.

Es kann nicht die Aufgabe des Staates sein, Pleiten von Spekulationen bzw. Spekulanten zu verhindern.

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22. März 2008 14:37

Der fallende Dollar -- Der steigende Euro

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Es ist selbstverständlich, dass wir alle Weltvorgänge stets aus unserer eine halbe Welt vom Pazifik entfernten europäischen Perspektive sehen möchten. Aber in der Weltwirtschaft und Weltfinanz geht es seit mehreren Jahrzehnten hauptsächlich um die transpazifischen Beziehungen. Der "Exportweltmeister Deutschland" war nur eine Fiktion Schröders, der den binneneuropäischen Handel als "Export" zählte. Wahre Exportweltmeister sind seit Jahren China und Japan, und der Weltimportweltmeister waren bisher die USA. Rückgang der US-Importe und Absinken des Dollar betrifft also in allererster Linie Japan, und bis zu einem gewissen Grade auch China. Die chinesische Währung ist gegen den Dollar mehr oder weniger festgeschrieben, also weniger anfällig, doch das Steigen des Yen ist für Japan eine größere Einbuße als das Steigen des Euro für Europa.

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22. März 2008 10:53

Die Märkte sind Regelkreise

Paul Rabe (heidelpaul)

Märkte sind Regelkreise und wie jeder Ingenieur weis tendieren Regelkreise sehr oft nicht zur Stabilität sondern zur Instabilität.

Umso komplexer ein Regelkreis ist umso höher die Wahrscheinlichkeit, daß dieser "entartet" also ungewünschte Schwingungen annimmt.

Und da die Weltmärkte sehr, sehr komplex sind sollte sich niemand darüber wundern was grade passiert.

Wer das verhindern will muss das Übel an der Wurzel packen, also dem Staat erlauben frühzeitig und entschlossen durch Gebote und Verbote das Treiben zu begrenzen, so wie jeder Ingenieur eine Notdämpfung in seine Regel-Systeme einbaut um zu verhindern, daß diese sich selbst zerstören.

Zu glauben es gäbe da irgendwelche "Selbstheilungskräfte" ist nur Ausdruck einer ideologischen Marktreligion welche sowohl die Gesetze der Mathematik als auch die historische Erfahrung ignoriert.
Die Akteure selber können das nicht, denn jeder einzelne von Ihnen ist zu schwach und Teil des Systems, welches sich von innen heraus nicht dämpfen läßt. Das muss von außen passieren.

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22. März 2008 10:39

Schneeballsystem

Wolfgang Neuber (durchblick)

Die komplexen Finanzprodukte haben bei näherer Betrachtung viel mit einem Schneeballsystem gemeinsam: nur an den ersten Positionen wird verdient, alle anderen zahlen. Dies gilt als Betrug, wenn Schüler dies anstoßen. Sind Banker die Initiatoren, so wird der ökonomische, womöglich noch "wissenschaftliche", Sachverstand gerühmt. Vielleicht sollte man hier einmal die Scheuklappen abnehmen und die Initiatoren, die sich ja genau benennen lassen, als Betrüger bezeichnen und nicht als geniale Banker. Auch wenn einige in ihrer Gier mitgespielt haben. Hier sollten Moral und Vertrauen greifen, mit Vertuschen und Verheimlichen kann die Bankenkrise sonst schnell zu einer allgemeinen Systemkrise werden. Wer soll denn diesen Bankern morgen noch glauben? Mit Geldvermehrung, also Inflation, ist die Moral nicht wieder herzustellen. Und vielleicht ist hier tatsächlich der Rechtsstaat gefragt, um Spielregeln verbindlich zu erklären. Auch der wilde Westen und seine "enormen Gewinnchancen" wurde so domestiziert.

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22. März 2008 10:32

Systemübergang - der evolutionsprozess-logische Weg ist die Rettung

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

Hinter der Finanzmarktkrise, die das gerne in Kauf genommene Ergebnis der us-amerikanischen, kapitalstockmaximierenden Wachstumszwangpolitik ist, wartet die evolutionsprozess-logisch nächste Wachstumsordnung, die Akzelerationsherrschaft des KREATIVEN.

Den Exodus aus der alten und den Übergang in die neue Weltordung des KREATIVEN zu organisieren hat Prof. Kurt Biedenkopf in der ZEIT v. 25.11.2004 'Wachstum schafft noch keine Arbeit' als Aufgabe der frühindustrialisierten Staaten formuliert, also 'der westlichen Welt. ... Dabei kann sie sich auf die Kräfte stützen, deren Wachsum weder zeitlichen noch räumlichen Grenzen unterliegt - auf die geistigen, politischen, kulturellen, wissenschaftlichen und religiösen Kräfte der Menschen, kurz: auf ihre Erkenntnisfähigkeit . Deren Wachstum ist unbegrenzt. '

Diese Aufgabe sucht noch nach einer mutigen Anführerin - die vom evolutionsprozess-logischen Ende her denkt und handelt. Ich meine, dass Angela Merkel den Tag auf sich zukommen sieht, an dem sie die Exodusrede aus der Wachstumszwang-Tyrannei halten muß. Der global-erweiterte Euckensche ORDOliberalismus - um die Interdependenzen des evolutionär-kreativen Akzelerationsweges erweitert - ist ihr und Kurt Biedenkopf ja bekannt.

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22. März 2008 07:39

Wege zur Rettung der Wall Street

Peter Müller (teufelstein)

Wir von der Realwirtschaft brauchen diese Finanzmarodeure nicht. Niemand braucht die Börse.
Zu was soll die Börse gut sein, ausser dass diese Analysten alle 3 Monate der Realwirtschaft die Renditeziele nach oben schraubt, mit entsprechenden Folgen für die AN?

Sollen die Zocker doch ihren eigenen Spielplatz aufmachen, mit ihrem eigenen Spielgeld. Ohne Verbindung zur Realwirtschaft. Da können die ehrenwerten Herrschaften dann zocken, sich gegenseitig hinters Licht führen, Kreditpackete verkaufen, auf dass sich die Balken biegen. Ohne dass jemand hier in der Realwrtschaft tangiert wird.

Wann, wenn nicht jetzt, werden diese Finanzhasadeure an die Leine gelegt? Wenn der Staat mit Milliarden von Steuergeldern für die eingeworfenen Fensterscheiben der Börsenrowdies einsteht,

DANN WILL ICH JETZT AKTIONEN SEHEN.

Beim Florida Rolf, kann sich noch jemand erinnern, da ging es um 500 Euro Rente, da war innerhalb von 6 Wochen ein speziell auf ihn massgeschneidertes Gesetz fertig. Mal schauen, was
dem Staat jetzt bei den Finanzhasadeuren einfällt.









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22. März 2008 07:14

Binsenweisheit

Joachim Mense (JMense)

Sehr geehrter Herr Steltzner, sehr geehrter Herr Abenroth,

im Artikel werden letztlich nur Binsenweisheiten geäußert: Dass das Platzen einer Spekulationsblase teuer sein muss, zumal wenn dieses Platzen global verläuft, ist nun keine aufregende Neuigkeit. Dass an so einer Blase nicht nur ein Banker oder ein Politiker beteiligt ist, sondern man es mit dem klassischen Herdensymptom und damit einer Parzellierung der Verantwortung zu tun hat, ist auch nichts Spannendes. Denn nur wenn viele mit machen, gibt es auch genug Spekulationsmasse.

Sie bagatellisieren aber - gewissermaßen in einem Halbsatz en passant - die Folgen für die Bevölkerung. Denn sie wird genau die Kosten der geplatzten Blase UND das hysterische Gegensteuern bezahlen müssen. Ein Konjunkturprogramm von 170 Mrd US-Dollar? Wie ein Geldregen unter die Leute geworfen, damit die das schnell verkonsumieren? Ja, wer bezahlt denn dieses 'Programm'? Genau: Eben jene, die das Geld bekommen haben, nur dass sie es unfreiwillig mit Zins und Zineszinsen zurückzahlen müssen.´

Die sozialen Kosten werden hoch sein, schreiben Sie? Genau aus diesem Grund müssen auch die Folgen für die Verantwortlichen hoch sein. Wer mit dem Feuer spielt, sollte seine eigenen Finger verbrennen!

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22. März 2008 04:19

Wo das noch inführen mag....

Tobias Meier (Shogoth64)

Ich dachte mir vorerst noch, wenn es nur Immobilien und Finanzmärkte, insbesondere nur in der USA betrifft, wird es beim einfach Otto-Normalverbraucher keinen großen Schade anrichten.
Wenn jetzt jedoch auch noch andere Märkte und Branchen betroffen sind, besteht die Möglichkeit einer ernsthaften Krise. Und ich hoffe sie führt nicht zu einem neuen Schwarzen Freitag wie 1929, denn da fing es ja auch nur damit an, dass ein Nahrungsmittelkonzern eine Überproduktion hatte.
Wenn jetzt der Dollar noch weiter fällt, und der Euro dadurch steigt, wird unsere Exportkraft gen USA weiter geschwächt was auch unsere Wirtschaft stark angreifen wird. Denn nicht nur BMW und Co exportieren, selbst der kleine Betrieb von nebenan exportiert auch oft in die Vereinigten Staaten.
Das nicht nur amerikanische, sondern auch noch deutsche Aufsichtsratsmitglieder da weggeguckt haben (besonder DER linke, Loffantaine, überhaupt!), ist eine Schweinerei.
Es wird enden wie immer in unserer modernen neoliberalistischen Welt: Den Konzernen und damit auch den Reichen wird geholfen, damit sie wieder auf die Beine kommen. Der einfache Bürger hingegen wird sich selbst überlassen, egal was er zu ertragen hat, selbst wenn es den Verlust seines lebenstandarts bedeutet.

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22. März 2008 00:52

Widerspruch

Günther Jacobs (gjacobs)

Die Stabilisierung der Preise auf dem US Haeusermarkt kann die Krise nicht
loesen. In San Diego hat vor einem Jahr ein durchschnittliches Einfamilienhaus
605000 $ gekostet, hauefig zu 100 % beliehen. Ein Bekannter hat in Las Vegas
10 Haeuser auf Kredit gekauft und steht finanziell vor dem Ende, 30000 Homes
stehen dort leer. Stabilisieren kann doch nicht heissen, die Hype wieder
anzuheizen! Die nominalen Wertsteigerungen der Immobilien in den USA
sind jahrelang in den Konsum geflossen - weitere Kredite , neue Autos , Reisen etc..
Die Werbung fuer nachrangige Hypothekenkredite ist seit drei Monaten verstummt.
Amerika wird fuer diese Blase buessen, aber die Menschen sind fleissig und
sie werden aus der Misere herausfinden.
Ich teile die Auffassung des Autors zur Qualitaet der deutschen Bankenaufsicht
und der Aufsichtsraete. Ein Englischkurs und eine Auslandsreise zur Erweiterung
des Blicks pro Jahr waere den Steuerzahler billiger gekommen .

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22. März 2008 00:33

Viele hängen mit drin...

Andreas Lehmann (alm)

Am Boden der Krise schreien alle Zeter und Mordio, wie auch in diesem Artikel und den Kommentaren. Die "guten Häuslebauer" hier in den USA haben mindestens über die letzten zwei Jahre spekulativ gekauft, viele ein Zweit- oder Dritthaus als "Investment-Property". Die Hauseigentumsrate ist auf 65% auf 68%(!) angestiegen, oder um ca. 2-3 Millionen Haushhalte, die sich das nur bedingt leisten können. Wenn davon eine erwartete Anzahl von 1 Million wieder ausziehen muss, so hat easy credit 1-2 Millionen Familien zu Hauseigentümern gemacht, die es sonst nicht geworden wären. Nun kann man "easy credit" verteufeln oder die Urteilsfähigkeit der Käufer. Die Banken sollen alleine schuld sein? Was ist mit den Zertifikatekäufern, die lieber >8% als >6% haben wollen und die Risikofrage ausblenden. Profite und Produktivität, GDP usw. sind in den letzten 5 Jahren phenomenal gewachsen - wenn jetzt ein bisschen was davon zurückgegeben werden muss, ist das kein Beinbruch. Auf Politiker, Banken, böse Autofirmen meckern ist Quatsch wenn man selber wählt, easy credit unsachgemäß nutzt oder vielverbrauchende Autos kauft. Weniger meckern und jetzt langsam Bankaktien kaufen.

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21. März 2008 21:41

Zwei Anmerkungen

gisbert heimes (gisbert4)

- Zitat: "Kreditjongleure in den Investmentbanken und die in ihren Diensten stehenden Ratingagenturen erledigten den Rest". Und die haben jetzt den letzten kläglichen Rest ihrer Daseinsberechtigung verspielt. Wieso muß eine deutsche Landsparkasse im hintersten Bayern ein Rating haben? Lächerlich, diese Aufspielerei, und im großen Maßstab nutzlos, wie sich jetzt herausstellt.
- Politikerschelte ist so richtig wie wohlfeil. Natürlich haben sie vom Bankgeschäft wenig bis keine Ahnung, von den Verwaltungsräten der Landsparkasse im hintersten Bayern bis zu denen der Öffentlichen Banken. Aber die von Holger Steltzner geforderte Abwicklung 'kleinerer' Banken haben erstmal die Herren Sanio und Weber verhindert - und die wußten, was sie taten. IKB und SachsenLB abwickeln? Abwegig - leider. Im Kreditsektor ist der Steuerzahler nun mal systemimmanent der Lender of last resort. Das ist in GB und den USA nicht anders gelaufen.

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21. März 2008 21:29

Ein Lob für diesen Artikel

Tobias Abendroth (tobiasabendroth)

in Deutschland wird immer sehr schnell auf potentielle Schuldige der Zeigefinger gehoben, entweder um von der eigenen Schuld abzulenken oder aber diese verdrängtermaßen nicht sehen zu wollen. Unerträglich, wir brauchen endlich wieder eine Moral in Deutschland, besonders in den obersten Reihen.

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