
Ihre Prämisse, daß Märkte stets 'Gerechtigkeit' schaffen oder das die Abwesenheit von Staat 'Freiheit' ermöglicht ist leicht widerlegbar.
Stellen sie sich mal die einfachste aller Gesellschaften vor, die Insel von Robinson Crusoe.
Dort leben zwei Wirtschaftssubjekte Robinson und Freitag. Nehmen wir mal an dort herrscht ein 'freier' Markt.
Wie sieht der aus ? Ganz einfach. Robinson betrachtet die gesamte Insel als sein Eigentum und Freitag darf als sein Angestellter für Robinson im Austausch für Lebensmittel arbeiten.
Führt dieser 'Markt' dazu, daß Freitag 'wohlhabend' wird ?
Wohl kaum, denn Freitag, will er nicht verhungern, wird jede Bedingung von Robinson akzeptieren müssen, also für das nackte Überlegen schuften.
Welche Möglichkeit hätte Freitag sonst noch ? Er könnte sich seinen Teil mit Gewalt holen was zu der zweiten These führt, ob die Abwesenheit von Staat zu Freiheit führen kann. Welche Art von Freiheit kann der Sklave Freitag dem (durch Waffengewalt überlegenen) Robinson abringen, wenn es auf der Insel keine staatliche Autorität gibt ?
Nur der demokratische Staat kann das bisschen Freiheit schaffen, welche unter den Bedingungen arbeitsteiliger Produktionsprozesse überhaupt möglich ist.

Alle entwickelten Gesellschaften der Erde produzieren ihren Wohlstand in einem immer stärker arbeitsteiligen Produktionsprozess in dem der Einzelne notwendigerweise immer stärker abhängig wird von seinen Mitmenschen. Diese Abhängigkeit bedeutet großen Wohlstand der aber auch um den Preis eines Verlustes an 'Freiheit' erkauft wird.
Robinson Crusoe war wirklich "frei" auf seiner Insel aber eben auch sehr arm.
Wir benötigen den demokratischen Staat um dieses notwendige Maaß an "Unfreiheit" gerecht zu verteilen und zu ordnen, denn die Freiheit des einen ist in einer begrenzten Welt immer die besondere Unfreiheit des anderen. In der Anarchie ist keiner frei, denn jeder lebt in der Unfreiheit jederzeit Opfer von Willkür und Gewalt werden zu können.
Wohin also wollen sie auswandern ? In welchem zivilisierten Staat ist der Staatsanteil tendentiell nicht gewachsen ?
Die Staatsanteile aller zivilisierten Staaten sind in den letzten 100 Jahren stark gewachsen, was maßgeblich damit zu tun hat, daß unsere Produktionsprozesse arbeitsteiliger und damit 'unfreier' organisiert sind.
Nur in den ganz schwach entwickelten und von Bürgerkriegen gebeutelten Staaten Afrikas sehen wir heute noch Staatsanteile unter 20% oder Steuerquoten unter 10%

Sehr geehrter Herr Rabe,
ich beziehe mich auf einen Kommentar ihrer Person zu einem Kommentar meinerseits; die Leser der FAZ können dies leicht nachvollziehen.
Zunächst einmal ziehe ich ihre Prämissen in Zweifel, die sie ohnehin nicht beweisen. Ihr Hinweis auf die arbeitsteilige Welt nun bleibt aber wertvoll; nur verwechseln sie Verbundenheit mit Unfreiheit. Es kommt gerade darauf an, wie sich Menschen in eine arbeitsteiligen Welt fügen, nicht warum. Das Warum mögen Sachzwänge diktieren, die auch (politisch) künstlich herbeigeführt werden können, daß WIE aber bezeugt eindeutig, ob Markt oder Befehl herrschen. Ihr Verweis auf den Staat geht da völlig fehl. Den braucht es gar nicht - und daß es ihn gibt, ist kein Beweis von Notwendigkeit - und schon gar nicht seiner Geschichtlichkeit oder gar Zukunftsträchtigkeit. Es gab schon früher keine Staaten, aber Menschen und Geselligkeit. Und Steuern sichern auch keine gerechte Verteilung, wie kommen Sie denn darauf? Das, genau das, schafft nur der Markt und seine freien Teilnehmer. Darauf kommt es an: Bei der Produktion auf bestmögliche Antizipation, auf dem Markt auf bestmögliche Partizipation. Politik stört da nur.
Das braucht kein Mensch. Menschen brauchen Freiheit. Und Schaffen.

Sie scheinen sich damit schon abgefunden zu haben, dass dieses sozialistische System nur mit einem erneuten Mauerbau langfristig aufrecht zu erhalten sein wird.
Jeder in Deutschland, der noch Laufen kann, sollte ins Ausland ziehen, wenn er seine laut GG Art. 2 definierte Freiheit und sein Vermögen vor staatlicher Enteignung bewahren möchte.
Die Geschichte hat doch den deutschen Weg mehrfach aufgezeigt: Erst macht man eine Minderheit zum Sündenbock. Dann folgt ein Gesetz. Dann kommt die Ausgrenzung. Dann kommt die Willkür.
Gnade dem, der zurück bleibt!
Grüße nach Deutschland!

Terrorgefahr, soziale Gerechtigkeit, etc. sind heute die vorgeschobenen propagandistischen Themen zur Beruhigung des Volkes.
Die Steuerhinterzieher auf der Einnahmenseite des Staates werden inzwischen wie früher im braunen und roten Sozialismus die politisch Andersdenkenden verfolgt. Selbst Straftaten des Staates werden ohne Rechtsgrundlage wieder gerechtfertigt. Geschickt zielt die Propaganda dabei auf den Sozial- und Geldneid des deutschen Volkes. Gleichzeitig gibt es für die Steuerhinterzieher auf der Ausgabenseite (erinnert sei nur an die verschleuderten Milliarden für die Häuslesbauer in den USA während man in Deutschland die Eigenheimpauschale gestrichen hat) des Staates überhaupt kein Unrechtsbewußtsein oder irgendwelche Strafnormen. Dieses soll gerecht sein? Dieses soll ein sozialer Staat sein?
Es fragt sich nur, wie hoch muß der Leidensdruck dieses Volkes wieder werden, bis es sich erneut zum Sturz der gegenwärtig herrschenden politischen Kaste durchringt, wie zuletzt vor 18 Jahren. Noch äußert sich der Unmut nur in der Wahlenthaltung.

Sie sprechen von einer Freiheit die es auf diesem Planeten mit bald 10 Milliarden Menschen nicht geben kann und die es in der Geschichte der zivilisierten Menschheit auch noch nie gegeben hat.
Menschen sind schon deswegen nicht (in ihrem Sinne) 'frei' weil alle unsere Produktionsprozesse in höchstem Maaße arbeitsteilig ablaufen. Schauen sie mal an sich herunter und betrachten sie ihre Kleidung oder überlegen Sie sich wie ihre letzte Mahlzeit aussah. Daran waren zehntausende wenn nicht gar Millionen Menschen in einem höchst arbeitsteiligen Prozess beteiligt.
Ohne all diese Menschen würden sie erfrieren, verhungern, sie würden im Dunkeln sitzen und einen Beitrag im Internet können sie erst recht nicht verfassen. Sie sind in einer Zivilisation nie 'frei' !
Steuern in einem demokratischen Staat dienen dazu, daß solche arbeitsteiligen Produktionsprozesse ungestört verlaufen und daß ihr Produkt gewaltlos verteilt wird. Dazu ist es notwendig, daß ein Konsenz über die Verteilung hergestellt wird, denn ohne Konsenz wird dieser Prozess kaum funktionieren, erst recht nicht gewaltlos.
Die "Freiheit" vom Staat ist in jeder Zivilisation eine sehr gefährliche Illussion die nur in die Gewalttätigkeiten und Armut einer Anarchie führt.

Man muß Herrn Hank danken dieses Thema wieder aufgegriffen zu haben. Die hier geäußerten Meinungen sind nicht nur umfangreich (ein Thema das bewegt!) sondern sehr vielschichtig, leider aber auch teilweise unverständlich. Denn Steuern und Steuerhinterziehung sind ein Kavaliersdelikt! Schon alleine dadurch, daß ein Bundesparteivorsitzender für Steuerhinterziehung dieselbe Strafe(15 Jahre Gefängnis) wie für Mörder fordert. Ist der Mensch schon wieder sowenig wert in diesem Staat? Was läuft in diesem Staate schon wieder falsch? Herrscht da nicht schon in bestimmten Teilbereichen die Anarchie? Allerdings produziert von unfähigen Politiker und nicht sich von rechtswidrig verhaltenden Bürgern. Diese Gesetzgeber, zunehmend vom Verfassungsgericht der Unfähigkeit bloßgestellt, fordern durch ihr Handeln zum zivilen Ungehorsam heraus! Und nur dies ist die Steuerhinterziehung. Aber keiner möge den ersten Stein werfen: die Schwarzarbeit ist ebenfalls Steuerhinterziehung, nur eben nicht die der Besserverdienenden!
Vom Volk abgewählt, dafür von den Parteigenossen mit noch mächtigeren Ämtern belohnt. Es spricht jeder Demokratie Hohn. Dies gilt nicht nur für Steinbrück. Tatsächlich ist es der Wiedereinstieg in die sozialistische Diktatur.

Die Moralinkonzentration der Kommentare ist enorm hoch!
Den Provokationen des Artikels ist dies wohl geschuldet.
Generell kann man sagen, dass "Moral" gerne von "sozial" betonten Menschen als "Keule" als "Waffe"gebraucht wird. Derjenige, der zuerst eine Keule in die Hand nimmt, hat den Vorteil, UNABHÄNGIG davon, ob er selber die moralischen Ansprüche, die er an andere stellt, auch erfüllt. Ich beobachte, dass in diesem Sozialstaat, der ja angeblich noch nicht sozial genug ist, speziell durch ausgesprochen DUMME "staatliche Regelungen", die allesammt das dünne Mäntelchen "sozial" tragen SEHR viel mehr UN-Gerechtigkeit erst GESCHAFFEN wird. "Dumme Regelungen" die allesamt nicht nur grundlegendste menschliche Eigenschaften und elementare wirtschaftliche Zusammenhänge ignorieren und letztlich dem Gedanken der ECHTEN Hilfe in unverschuldeten Notlagen zutiefst widersprechen, ihn PERVERTIREN. Hier wird den Menschen staatlicherseits regelrecht "SCHUND" verkauft in hochglänzendem sozialistischem Geschenkpapier. Anders ausgedrückt: Die dümmsten Lämmer wählen ihren Metzger selbst. Rette sich wer kann. Die "Nicht-Lämmer" haben längst keine Repräsentanten mehr und gehören inzwischen zur schützenswerten Minderheit.

Und es wird auch gegangen – massenhaft, und nicht von den verachtenswerten Superreichen und Managern, sondern von Leuten, die vom nächsten Euro mehr, den sie sich erarbeitet haben, mehr für sich behalten wollen und das dann auch investieren. (Welche Partei thematisiert das mal????) Ist das Geiz, Habgier oder noch frevelhafter, wie manche meinen, oder nicht eher Ausdruck eines Gerechtigkeitsempfindens, das vor einem guten Monat von einem Moraltheologen in der FAZ angesprochen und als durchaus legitim angesehen wurde?
Dieser „Brain Drain“ ist ein schmerzhafter Verlust an Leistungsfähigkeit, den alle Steuerzahler via Studium und Ausbildungssystemen teuer finanziert haben. Der Schaden ist doppelt: der deutschen Volkswirtschaft gehen diese engagierten Bürger verloren, andere Volkswirtschaften werden gefördert. Ganz zu schweigen von der Frage, warum es dazu kommen muß, Menschen in unserem Land Perspektiven zu verbauen.
Zum Austausch importieren wir weiter fleißig Leistungsempfänger und bilden uns ein, etwas für eine pluralistuische Gesellschaft zu tun, während die Gettobildung aus deren Herkunftsländern (Erdogan) noch weiter angefacht wird. Wer bleibt dann als Steuerzahler? Irgendwann nur noch „DDR“ – der doofe Rest...

Ich habe bereits vor einem Monat die Angelegenheit in dieser Richtung kommentiert und war sicherlich nicht alleine. Das ist ermutigend. Die sog. Harmonisierung der Steuern in Europa wäre das staatliche Kartell der vermeintlich legalisierten Raubritter. Alle, ob reich oder arm, können Staaten wie Liechtenstein, der Schweiz, der Slovakei, dem Baltikum etc nur dankbar sein, daß sie die staatliche betriebene, faktisch entschädigungslose Enteigung wenigstens noch einigermaßen in Schach halten. Oder glaubt irgendjemand gesunden Verstandes daran, daß Konsorten wie Merkel oder Steinbrück, von den Stalinisten garnicht zu sprechen, mit dem Wort "Harmonisierung" nicht das Wort "Erhöhung" verbinden? Wo Unterrichtsausfälle oder der Verfall öffentlicher Infrastruktur verursacht wird durch die Alimentierung in Deutschland lebender islamischer Haßprediger und deutscher Faulenzer, sinnlose Agrarsubventionierung, deren wirtschaftliche Schäden z.B. in Afrika durch weitere Entwicklungshilfe wieder behoben werden muß, oder die niemals geahndete Verschwendung zitiert im jährlichen Bericht des Bundesrechnungshofes, dort ist Widerstand gerechtfertigt und nötig. Ich bin schon lange nicht mehr Sklave der deutschen Steuer- und Sozialabgabendiktatur.

Die Idee im sozialistischen Deutschland zu leben, die Attacken des Staates auf Tuechtige und Leistungstraeger mit einem wissenden Schmunzeln hinzunehmen, denn was niemand weiss... ist wohl zu Ende. Ich gehe davon aus, dass der Druck der grossen sozialistischen EG Laender D,F,I die letzten finanziellen Reserven dem Sozialstaat zuzufuehren weiter steigen wird. Gleichzeitig sind die Alpenlaender keineswegs so unbeugsam wie dies wohl in derem eigenem Interresse geboten waere.
Deshalb gehe ich davon aus das das System des Schatzes in den Bergen in den kommenden Jahren seinem Ende zugeht.
Besser ist es konsequent zu handeln und den eigenen Wohnsitz in das kapitalistische Ausland zu verlegen. Wenn man dies mit einer positiven Einstellung tut so kann man viel mehr gewinnen als man meint.
Vandale

Einkommen und Vermögen mögen nicht zwangsläufig mit gesellschaftlicher Leistung einhergehen. Eine vollständige moralische Rechtfertigung für die Besteuerung gibt es trotzdem nicht. Der einzige Grund für die Steuerpflicht ist nämlich, dass jemand der hat, auch zahlen muss. Wo ist da die Moral? Es gibt keine Entsprechung von Leistung und Gegenleistung des Staats und der Bürger. Wer eine hohe Zahl auf dem Konto hat zahlt mehr, ohne dass sich die Gegenleistung des Staates erhöht. Sicherheit, Schutz, Straßen genießen alle gleichermaßen. Auch die Annahme, der Staat habe dem Bürger die Ausbildung ermöglicht oder ermögliche den "Reichen" die Geschäftsmöglichkeit geht fehl. Vielleicht hat der Bürger seine Ausbildung in Harvard genossen oder in Spanien im Lotto gewonnen und das Geld bei einer spanischen Bank deponiert. Dann muss der Bürger für Zinseinkünfte zahlen. Das hat mit einer Gegenleistung der BRD aber nichts zu tun. Der einzige gesetzliche Grund für die Steuerpflicht ist, dass ein Bürger die deutsche Luft genießen darf. Das ist die ironisch pointiert ausgedrückt einzige besondere Leistung der BRD und Grundlage für die Steuerpflicht. Das ist nicht moralisch und nicht gerecht, aber sozial.

als Leser mit Meinung hat man sich aufs Thema zu beschränken. Doch wenn der Artikel selbst zum Thema wird, ist Zivilcourage gefragt. Alle Falschheiten und Steigerungen, die eine gute Stammtischrede oder Satire auszeichnen sind hier im Überfluss vereint. Wärend andernorts der Rausch nach einem weiteren Bier schnell verfliegt, bleibt hier der Eindruck: Dem Mann ist es Ernst.

Es wird hier das Gewaltmonopol des Staates infrage gestellt. Letzlich ist das eine Aufforderung zum Bürgerkrieg. Jeder ordinäre Bankraub kann damit als "Selbstschutz" uminterpretiert und legitimiert werden. Wer glaubt, zu wenig zu verdienen, wer glaubt, es werde ihm etwas vorenthalten, der holt es sich dann bei den Besserverdienern. Wenn sich Herr X sein Recht selbst interpretiert, dann wird es Herr Y auf seine eigene Weise ebenfalls tun. Freuen wir uns auf das Ende des Rechtsstaates!

überall ist schon ein Gestz da, um Dinge zu verkomplizieren und Verwaltungen, Ämter und Bevormundung zu erhöhen. Das kann nicht Sinn eines Staates sein (wie ich ihn mir vorstelle). Zu einer Bundestagswahl gab es mal den Christlich-demokartischen Slogan: "Leistung muss sich wieder lohnen." Leider merkt man (als unterstützender des kränkelnden Systems Deutschland) davon immer weniger.
Insofern habe ich auch ein gewisses Maß an Verständnis, wenn sich Menschen den Deutschen Gesetzen entziehen. Wofür ich gar kein Verständnis habe ist: Die Heuchelei der Politiker, die es nicht verstehen können, daß Ihre "Elite" in steuerlich interessantere Länder abwandern, die zudem eine höhere Eigenverantwortung des Einzelnen ermöglichen.

Man kann das Dritte Reich natürlich nicht mit der BRD vergleichen. Nur: Mit der Rechtsstaatlichkeit ist es hier manchmal inzwischen auch nicht weit her. Man braucht sich eben nur die Dreistigkeit anzuschauen, mit der in der letzten Steuerhinterziehungsaffäre Hehlergut aufgekauft und gegen die "Reichen" angewandt wurde. Das ist meiner Meinung nach zumindest moralisch nicht in Ordnung, ob es rechtlich OK ist, wird sich bei den ersten Prozeßen gegen z.B. Herrn Zumwinkel zeigen. Auch die Behandlung der Menschen durch die Behörden läuft oft nach dem Muster "Ich versuchs erstmal, soll der mich doch verklagen" ab. Wo ist da die Rechtsstaatlichkeit? Ein Verweis darauf, daß man klagen kann, was man in anderen Staaten auf deutschem Boden nicht konnte, hilft da weniger, denn welcher Hartz-IV-Empfänger hat denn z.B. den langen Atem, durch alle Instanzen gegen das Arbeitsamt zu gehen? Genau: Nur sehr Wenige. Kurz: Auch in den Deutschen Behörden gilt inzwischen eine unglaubliche Dreistigkeit, die die Rechtsstaatlichkeit untergräbt.

1. In der Schweiz ist Steuerhinterziehung keineswegs "straffrei". Wenn eine solche bei einem in der Schweiz Steuerpflichtigen auffliegt, wird es auch in Zürich oder Genf sehr, sehr unangenehm für den Betroffenen.
2. Auch die Schweizer zahlen Steuern. Und zwar nicht zu wenig, da der Privatmann neben der Einkommenssteuer auch noch Vermögenssteuer zahlt.
Wer günstige "Sonderkonditionen" bekommt, ist einzig der (reiche) Ausländer, der so angelockt werden soll. Wenn der Betreffende schliesslich den Verlockungen nicht mehr widersteht und sich in der Schweiz niederlässt, zahlt er in der Tat nur einen Bruchteil des für den Normalschweizer geltenden Tarifs. Das ist ein Skandal, doch alle im Land (auch die Schweizer) finden es komischerweise toll.

Die armen Reichen also. Naja, etwas origineller könnten die Kommentare der Redakteure schon werden, als zum wiederholten Mal auf das offensichtlich gestörte Seelenheil deutscher Steuerhinterzieher hinzuweisen.
Wer wie Herr Zumwinkel im Jahr mehrere Millionen Euro von seinem Arbeitgeber erhält, sollte in der Lage sein, wie jeder ander auch, in dem Land Steuern zu bezahlen, das ihm seine Karriere ermöglicht hat. Umsonst auf der Schule, umsonst auf der Uni und hinterher über hohe Steuersätze meckern. Letztendlich zeigt Zumwinkels Verhalten, wie fragmentiert unsere Gesellschaft ist und wie wenig der der Glaube an ein fuktionierende Solidargemeinschaft in den Eliten verankert ist.
Die Elite hat auch den Grund für das hohe Steueraufkommen ausgemacht. Die hohen Transferzahlungen an die "Nixtuer". Messerscharf erkannt Freunde. Doch handelt es sich bei diesem Pesonenkreis nicht nur um Arbeitsunwillige. Schon mal darüber nachgedacht, wie hoch die Arbeitslosenquote wäre, wenn das alles gut ausgebildete und hoch motivierte Menschen wäre? Bei 0? Wohl kaum.
Wer wie Zumwinkel nicht bereit ist, in diesem Land Steuern zu zahlen, dem steht es freu auszuwandern. Leider sind deutsche Manager in der Welt nicht so gefragt.

Diese Steuerdiskussion berührt mit der Steuerflucht endlich einmal Grundsätzliches: Die inzwischen erst durch einen Rechtssystemwechsel mögliche Freiheit. Wieder muß man erst Grenzen überschreiten, um freier zu sein.
Tatsächlich entsolidarisiert sich der Steuerflüchtling und dies ist das einzige, was man ihm vorwerfen kann. Es ist die Ironie eines fragwürdigen Systems, daß dieses selber aber nahezu jedwede Entsolidarisierung erst befördert: Nur die in einen Nationalstaat gepreßte völkische Solidarität verbleibt gleichsam als Zwangsverbrüderung - nicht einmal schicksalhaft, sondern ideologisiert und idealisiert überzogen. Daß die Untertanen ihre Ketten nicht mehr spüren, heißt ja nicht, daß es diese nicht gibt: es zeugt nur davon, wie raffiniert und wie total ihre Wirkung sind. So geifern diese Untertanen gegen die Steuerflüchtlinge und wähnen sich selbst als bestohlene Herren – ganz demokratisch. Und es ist die Totalität der Demokratien, ihr allumfassender Herrschaftsanspruch, der tatsächlich unfrei macht. Nur: Wie frei sind Menschen, die nicht einmal einen Staat ohne Steuern oder eine Sozialität ohne Staat denken können, die nicht zwischen Reich und Staat unterscheiden vermögen? Sie sind Opfer von Staat, statt ihn zu bilden.

Herr Hank scheint der Auffassung zu sein, Menschen, die extrem viel Geld besitzen oder verdienen, seien automatisch die Leistungsträger einer Gesellschaft. Sicher gehören sie in nicht seltenen Fällen zu den gebildeten und in höheren Positionen tätigen Menschen, aber Leistung erbringen auch sehr viele Staatsbürger, die nicht einmal die Möglichkeit haben, ihre Pfründe auf einem ausländischen Konto vor dem Zugriff des Staates in Sicherheit zu bringen.
Neben dieser Simplifizierung wird auch der Anschein erweckt, Menschen mit besonders hohen Einkommen (also potentielle Steuerhinterzieher bzw. -flüchtlinge) würden einen besonders hohen Anteil der Unterstützung der immer gößer werdenden Gruppe von bildungs- und einkommensfernen Menschen finanzieren. Hier hätte ich mich sehr über ein entsprechendes Zahlenwerk gefreut, das diese populistische Sichtweise untermauert. Nach meiner Kenntnis erbringt die finanzielle Oberschicht nur einen sehr geringen Anteil der Steuermasse. Darum ist auch die Reichensteuer eher ein populistisches Argument als ein probates Mittel, den Staatshaushalt zu sanieren. Und das recht, Steueroasen aufzusuchen? Gerne, dann aber bitte einfach auswandern! Insgesamt ein unglaublich bornierter Artikel. Schade, FAZ!

Irgendwie ist es paradox: Die Steuersätze explodieren, die Kosten für den Staat explodueren, die öffentliche Altersversorgung ist überhaupt nicht gesichert (gibts denn Rücklagen für das riesige Beamtenheer?), für Renten gits eine hausdünnen Puffer, und den nur weil Rentenbeiträge im Voraus für Arbeitnehmer seit 2007 gezahlt werden.
Die Explosion der Abgaben kann ich so aus dem Gedächtnis zaubern:
Meine erste Schallplatte war noch mit 11% Mehrwertsteuer besteuert.
Die Eltern bekamen noch Eigenheimzulage fürs Hausbauen. Die kalte Progression hatte noch nicht zugeschlagen, hohe Steuersätze waren für wirklich Reiche, aber nicht für den bürgerlichen Mittelstand mit einem Einkommen von 50 % über Hartz-Sätzen.
Aber damals gings dem Trägen auch noch schlecht.
Hartz 4-Zahlungen ist letzendlch so hoch, dass ein verheirater Diplom-Phyisiker mit 45 lieber bei seinen 2 Kindern bleibt in der Mietwohnung seines Onkels bleibt, als ene Arbeit anzunehmen. Sollen doch die Zumwinkels arbeiten. Hartz ist echtes Nettoeinkommen, da hat er 1600 Euro. Dafür müsste er al Arbeitnehmer über 3000 Euro brutto verdienen dund dann noch der Stress. Toll, das sind die Ostergespäche im Bekanntenkreis.

Die Reichen und sogenannten Leistungsträger, die Steuern hinterziehen, sollten ihren Einfluss in der Politik besser nutzen und ein gerechteres und effizienteres Steuersystem propagieren. Wenn sie wollten, könnten sie das erreichen.
Aber nein, das ist schwer, da müsste man ja die Ellenbogen einziehen, und sich für etwas anderes als den eigenen Geldbeutel engagieren. Steuerhinterziehung kann nicht gerechtfertigt werden, sie ist sittenwidrig, denn Gier widerspricht den christlichen Werten. Es ist der Beitrag, den die Verdienenden an das System von dem sie profitieren zu entrichten haben.
Ein weiteres Problem ist meines Erachtens die Größe der BRD. Aufgrund ineffizienter Strukturen geht viel Geld verloren. Viele kleinere Staaten in Europa sind reicher als Deutschland: Österreich, Niederlande, Schweden, Finnland, Irland. Man sollte den Bundesländern daher eine größere Unabhängigkeit gewähren, zum Beispiel gerade in der Gestaltung der Steuern.

Ein Syllogismus
(1) Der deutsche Staat hat die meisten Steuergesetze und -bestimmungen von allen Staaten auf dem Globus.
(2)Tacitus wusste schon vor rund 2000 Jahren: Corruptissima re publica plurimae leges (sehr frei übersetzt: Der korrupteste Staat hat die meisten Gesetze)
Welche Schlußfolgerung ergibt sich?

Rainer Hank hält Steuerhinterziehung für "Notwehr". Widerstand gegen eine Diktatur wird in Art. 20 GG erwähnt, Notwehr ist dem Einzelnen nach § 32 StGB erlaubt. Hält die FAZ die gewählte Bundesregierung etwa für eine Diktatur oder den Finanzminister für einen Straßenräuber? Wenn nicht, so sollte sie eine solche Meinungsäußerung auch nicht abdrucken. Was meint Herr Hank mit "riskiert viel"? Wer zur Steuerhinterziehung aufruft, begeht Anstiftung zu einer Straftat. Herr Hank handelt sehr deutsch, wenn er alle staatliche Leistungen pauschal madig macht. So ganz schlecht kann das Bildungssystem des Exportweltmeisters wohl doch nicht sein. Und wenn er die britischen Eisenbahnen oder das US-Sozialsystem (und die US-Kriminalitätsrate) anstrebenswert findet, soll er das doch klar sagen. Was sagt er zu den Milliarden-Subventionen für die Landesbanken, für die 1,5 Bio. Zahlungen an die neuen Bundesländer? Fordert er eine echte Privatisierung der Fernstraßen? Oder predigt er lediglich hemmungslosen Egoismus?

Ich erlebe regelmäßig die Montagsdemo der Hartz-4 Empfänger mit, weil der Marktplatz auf meinem Heimweg von der Arbeit liegt. Dabei höre ich immer, wie benachteiligt sie sind, was auf jeden Fall drin sein müßte, wie schwierig der Papierkram ist, usw..
Auf was ich noch warte, ist, dass sich von denen mal jemand hinstellt und sich einfach nur BEDANKT für alles was er umsonst bekommt.
Grundsätzlich bin ich gerne bereit Bedürftigen zu helfen, aber wenn die Bedürftigen unverschämt werden, dann hört meine Hilfsbereitschaft schnell auf.

dies sollten alle bedenken, die sich immer wieder künstlich aufregen über die Steuern die andere nicht zahlen.
Wird hier doch frech behauptet, wer das ändern wolle solle doch in die Politik gehen. Nur was heist das schon? Schon Prof. Kirchhoff und Friedrich Merz hatten das Konzept vorgestellt. Aber das wurde doch von dem großen Demagogen Schröder und Konsorten immer wieder abgebügelt. Und letztendlich wählen die Bürger und die sind zum größtenteil Leistungsempfänger. Wie sollte man da eine gerechte Steuer einführen?
Sehen wir uns doch den Gaukler Lafontaine an, der allen verspricht, was kein Haushalt je verkraften könnte. Aber man will ja glauben, daß der Staat (und das sind wir alle) genügend Geld hat. Notfalls könnte man es ja auch drucken. Welche Heuchler und Scharlatane das sind, haben die Wählerinnen und Wähler noch nicht erkannt. Wie auch die meisten würden davon ja auch profitieren.

Die Globalisierung ist da, und jeder tut so, als wäre sie noch ein fernes Phänomen. Fakt ist, daß der moderne, hochqualifizierte Bürger sich praktisch von den individuellen Staaten emanzipiert hat-- zumindest hier im Westen (und einigen andren freien Staaten). Das ist eigentlich ein Grund zum feiern: der Bürger hat den Staat überwunden. Für den Staat aber grenzt der Machtverlust an eine Katastrophe (jedenfalls für gewisse Umlagesysteme), und für diejenigen, in deren Weltbild es nicht präsent ist, erscheint dieser Wandel in seinen Symptomen verwirrend und ungerecht.
Natürlich heißt das nicht, daß jeder `hochqualifizierte' Bürger nun Deutschland den Rücken kehrt; man wählt das Land schließlich nicht nur nach dem Staat. Dennoch ist es höchste Zeit für eine Debatte darüber, warum ein Deutscher-- oder auch Leistungsträger andrer Länder-- sich für Deutschland entscheiden sollte.
Solange dieser überfälligen Debatte nicht der gebührende Raum eingeräumt wird, richtet sich Deutschland Stück für Stück durch Selbstüberschätzung zu Grunde.

Nein, ich neide niemandem sein Einkommen und halte unser Wirtschaftssystem unter den gegebenen Bedingungen auch für äußerst effizient. Da sich aber die Bezieher hoher Gehälter und Einkommen (sowohl aus Erwerbsarbeit als auch durch Kapitaleinkünfte) u.a. mit Verweis auf die hohe Wertschöpfung - bspw. bei einer Transaktion - rechtfertigen, also eine verdiente Provision auch auf die Arbeit aller daran Beteiligten beanspruchen, wäre es gleichermaßen sinnvoll die gleiche Provisionslogik bei den Sozialabgaben (die ja allen zu Gute kommen) anzuwenden, sprich die Beitragsbemessungsgrenzen bei der Arbeitslosen- und Krankenversicherung deutlich zu erhöhen. Dies würde selbstverständlich zu einer höheren Belastung der Leistungsträger führen, entspräche aber den von ihnen gern ein Anspruch genommenen "Gesetzmäßigkeiten" des Wirtschaftssystems.

Herr Rabe,
Sie ordnen die Verschwendung von Steuern für
"Prunkschlösser, sinnlose Kriege oder sonstige Denkmäler"
der Vergangenheit zu.
Sind Sie sich da so sicher, daß hierzulande derlei in der Gegenwart nicht vorkommen kann?
Ich denke da an die aussichtslosen Auslandseinsätze der Bundeswehr und die von Landesbanken und der KfW-Tochter verzockten Milliarden-Beträge
sowie die Luxus-Umzüge incl. Wanderzirkus von Bonn nach Berlin.

Wenn ich diese Leserbriefe lese. Was wird passieren? Eine neue Steuerdebatte mit dem Ergebnis die Abgabenlast weiter zu erhöhen. Nur noch viel geschickter. Auf jeden Fall mit viel Applaus und die Kommentatoren von ARD und ZDF sind dann mal wieder voll des Lobes. Dabei kennen doch viel den Steuer-und Gebührenirrsinn.
Wir zahlen Steuern bis wir schwarz (oder rot) werden. Davon werden u. a. die diversen Staatsdiener bezahlt. Wenn wir Bürger Bescheide, Genehmigungen benötigen (oft durch Zwang = gesetzl. Vorschrift) dürfen wir diesen "Staatsakt" (Prüfung, Stempel etc.) auch noch "gebührend" bezahlen. Warum eigentlich? Wozu dann die hohen Steuern?
Und was Frau Merkel anbetrifft, sie hat sich aus meiner Sicht völlig von der Sozialen Marktwirtschaft verabschiedet. Sie verwaltet wirklich nur noch ein desatröses Sozialstaatsmonster - und hat damit, in Umfragen, Erfolg. Na, dann ist ja alles gut.

Natürlich ist es nicht abwegig und schon gar nicht verboten, wenn die von ihnen angesprochene Schicht von Leistungsträgern darüber nachdenkt, ihr Eigentum zu schützen.
Dabei gibt es allerdings folgendes zu beobachten:
Viele von ihnen in Schutz genommenen "Erfolgreichen" haben eben nicht nur "nachgedacht", denn sonst würden sie ja nicht verfolgt werden!
Desweiteren ist es einfach falsch zu behaupten unsere "Leistungsträger" seien auf "Ersparnisbildung ausserhalb des Systems" angewiesen. Ich denke, dass die von ihnen angesprochene Einkommensschicht auch innerhalb des Systems ganz ordentliche Ersparnisse bilden kann.
Tatsache ist für mich jedoch, dass durch alle Einkommens- und Sozialschichten hindurch getrickst wird. Und diese Trickserei wird durch unser zu kompliziertes Verwaltungssystem gefördert.
Im Übrigen gebe ich dem Autoren recht, wenn er sagt, dass ein "ordnungsgemäss" ins Abgabensystem einzahlender Bürger quasi keinen Gegenwert vom Staat erhält. Dieser Zustand ist allerdings für den sogenannten "Mittelstand" schwieriger auszuhalten, als für Herrn Zumwinkel, selbst wenn dieser seinen Steuerverpflichtungen nachgekommen wäre.

Nach dem Krieg entstand in Deutschland bereits ab Anfang der 50er Jahre ein Aufschwung, wie ihn sich die Anrainerstaaten erträumen konnten. Prosperität entstand, obwohl 11 Mio. Vertiebene am Leben erhalten werden mußten.
Der Staat spielte zu jener Zeit nur eine ganz untergeordnete Rolle, und auch die Staatsbediensteten mit sicheren Arbeitsplätzen konnten, wenn sie nur aus den Fenstern schauten, leicht einsehen, daß damals ein Kampf um Arbeitzeitverkürzung im Öffentlichen Dienst ein beschämender Anspruch gewesen wäre. Heute schauen sie nicht mehr nach draußen; denn eine neue Generation des Ö.D. wird heute, nicht was ihre Leistung angeht, aber was ihre Ansprüche auf Entlohnung betrifft, in Deutschland zum Marktführer. Warum? - weil es ihnen von denjenigen, die am wenigsten zum Bruttosozialprodukt beitragen, nämlich den Berufspolitikern, so befruchtend vorexerziert wird.
Sie leben darum vom gesetzlichen Anspruch, nicht von Arbeit. Sie suchen den persönlichen Erfolg in der Machtausübung gegenüber ihren Geldgebern. Wer es den Leistungsträgern nimmt und sie dann mit Almosen abspeist, der gewinnt Macht durch Erzeugung von Abhängigkeit ohne Gegenleistung. Unsere Steuergesetze sind pervertiert wie ein Krebsgeschwür zur Totalamputation.

Sind es nicht die Wohlhabenden und Reichen, denen wir Respekt und Anerkennung schulden? Sie sind es doch vor allem, die in die Kasse der Gemeinschaft einzahlen und daher das Etikett "sozial" verdienen! "Sozial" ist doch, was anderen hilft - oder irre ich mich da? Was wäre unsere Gesellschaft denn ohne sie? Stattdessen werden sie diffamiert und gebrandmarkt! Und unsere Politiker scheuen sich nicht einmal, auf diesen Zug aufzuspringen! Eine abgrundtief verlogene Diskussion!
Schöne Ostertage

"Gesetzesbruch ist nicht unbedingt unmoralisches Verhalten. Im Nationalsozialismus wäre es besser gewesen, wenn mehr Deutsche moralisch, aber entgegen der Anordnungen und "Gesetze" der Nazis gehandelt hätten. Das sollte uns eine Lehre sein, daß Untertanentum in Deutschland meist zu nichts Gutem geführt hat."
Sie möchten das nationalsozialistische Unrechtsregime doch wohl nicht mir der Bundesrepublik gleichsetzen? Wir leben heute in einem Rechtsstaat. Das heißt natürlich nicht, dass alles was bei uns Gesetz ist auch rechtens ist, keine Frage. Ein demokratischer Rechtsstaat ist darauf angewiesen, dass seine Bürger ein Minimum an rechtlicher Disziplin einhalten, auch wenn das natürlich nicht immer leicht fällt. Diese Rechtsdisziplin benötigt eine Gesellschaft damit sie stabil bleibt. Und unsere Gesellschaft finde ich - ganz im Gegenteil zum Dritten Reich - für erhaltenswert. Gesetzesbruch kann und darf kein Mittel sein, seine politischen Überzeugungen durchzusetzen.

...dieser Beitrag.
Wie man unschwer an den Kommentaren erkennt, verletzt er "Michels" Gerechtigkeitsempfinden KRASS. Die Kommentare zeigen AUCH, dass Steinbrück, Merkel usw. es RUHIG noch viel "doller" treiben dürfen. "Des Deutschen Michels" Geduld, oder ist es etwa Dummheit (?) ist lange noch nicht am Ende. Staatliche Gängelei, Unfreiheit - verbrämt mit staatlich garantierter Gleichheit in Uniformität + Armut - scheint ein gar zu erstebenswertes Ziel zu sein. Selbstständiges und gar eigenverantwortliches Denken und schlimmer noch Handeln, igitt igitt, wer will das schon? Ein Jeder das Recht, seines Glückes Schmied zu sein ... das ist ja "unsozial"! Zivilcourage, wer kennt noch das Wort, wer hat noch den Mumm - ausserhalb der political correctness - unbequeme Wahrheit auszusprechen.
Ich warte eigentlich nur auf den Moment, wenn man so jemanden wieder "Defätisten" nennt und dem "Voksgerichtshof" überantwortet.
Werde jetzt zum Lammbraten einen "guten Schluck" auf den Autoren trinken. Prost.

Wenn man eines hat aus der weltweiten Finanzkrise hat lernen können, dann dies, dass hohes Einkommen und Leistung in keinem Zusammenhang stehen müssen. Man möchte Herrn Ackermann und Herrn Hank in gemeinsame Klausur schicken, um die Frage zu klären, von welchem Geld eigentlich die Nationalstaaten nach den ausgedehnten Notwehrmaßnahmen der selbsternannten Leistungsträger die marode internationale Bankenwelt sanieren sollen. Manche Bank (nicht nur öffentlich-rechtliche!) würde sich wünschen, sich im Zustand einer deutschen Sozialversicherungsanstalt zu befinden.
Man sollte auch von einem FAZ-Wirtschaftsjournalisten erwarten dürfen, einen Zusammenhang zwischen sinkenden Einkommen und steigenden Transfers erkennen und die Kluft zwischen Arm und Reich nicht nur aus luftigen Höhen betrachten zu können. Die selbsternannten Leistungsträgern sind im letzten Jahrzehnt für gestiegene Transfers wohl kaum belastet worden.
Nein, um Mut oder Wahrheit geht es im Artikel gar nicht, bis zur Kenntlichkeit entstellen sich Kommentator und Kommentierte. Um Selbstüberschätzung geht es, um Gier und die kindlich-trotzige Unfähigkeit zu teilen. Ebenezer Scrooge jetzt auch an Ostern, "der Geizige" als Trauerspiel. Dass sich die große FAZ dafür hergibt...

In Rainer Hanks Beitrag heißt es:
"Ist es ganz abwegig, wenn diese Gruppe der Erfolgreichen deshalb über Wege nachdenkt, in Notwehr gegen den konfiskatorischen Zugriff des Staates ihr Eigentum zu schützen?"
Abwegig ist es nicht. Aber es ist weder legal noch legitim. Wem das deutsche System nicht paßt, der soll es entweder politisch ändern - oder gehen. Herrn Hanks Ausführungen laufen auf nichts anderes hinaus als "es muß doch als in Ordnung angesehen werden, wenn jemand nur die Vorteile davon haben will, in Deutschland zu leben und zu wirtschaften, aber daraus keine Nachteile erlangen zu wollen".
Das ist aber nicht in Ordnung. Ganz oder gar nicht.
Weiter heißt es:
"Dass der Schutz des Privateigentums zu den Eckpfeilern der Rechtsstaatlichkeit zählt, muss offenbar eigens erwähnt werden in Zeiten, in denen von so vielen so gerne Enteignungträume („Eigentum verpflichtet!“ heißt der Tarnspruch) geträumt werden."
Dummerweise geht es nicht um Steuern auf Vermögen (die Vermögenssteuer wurde ja als verfassungswidrig abgeschafft), sondern um Steuern auf Einkommen. Das ist aber dann in dem Augenblick, wo man es erwirbt, bereits mit der Steuerpflicht belastet, so daß es von der Eigentumsgarantie nicht erfaßt ist.

Die sehr lange Liste der Staaten, aus denen die Steuerhinterzieher kommen, ist ja bekannt.
Herr Hummler weiss, wie sie alle zusammen viel viel besser ihre Finanzen regeln könnten?
Leidet er nicht an Grössenwahn?

Gesetzesbruch ist nicht unbedingt unmoralisches Verhalten. Im Nationalsozialismus wäre es besser gewesen, wenn mehr Deutsche moralisch, aber entgegen der Anordnungen und "Gesetze" der Nazis gehandelt hätten. Das sollte uns eine Lehre sein, daß Untertanentum in Deutschland meist zu nichts Gutem geführt hat.

Gesetze sind einzuhalten von den Bürgern und dem Staat, der sie verkündet. Wer mit der hemmungslosen Ausplünderung von 25% der Bevölkerung, die Steuern zahlen durch ein Millionenheer von Transferleistungsempfängern nicht mehr einverstanden ist, kann auswandern. Das tun jedes Jahr über 150.000 gut ausgebildete und leistungswillige Deutsche. Krankenschwestern, Ingenieure, Ärzte und Handwerker verlassen diesen Staat zu tausenden. Nur Menschen, die von der deutschen Transferleistungsgroßzügigkeit profitieren wollen kommen zu Tausenden. Die Bilanz dieses "Austausches" für unser Land ist schrecklich - andere Länder jubeln. Der Kanton Thurgau hat sein letztes Haushaltsjahr mit 40 Mio CHF Gewinn beschlossen statt mit 10 Mio vorhergesagtem Verlust - warum? Weil alleine im vergangenen Jahr 3000 reichlich steuerzahlende Deutsche dorthin ausgewandert sind. Warum? Weil der Staat seit Jahren statt Sparsamkeit bei den Ausgaben nur brutalstmögliche Steuererhöhungen kannt. Steuerbetrug wie ihn Millionen Pendler beim Eintragen ihrer Kilometerpauschale begehen ist wie jeder andere Steuerbetrug falsch - aber verstehen kann man diese Betrüger doch wenn der Staat sich mal wieder gerade über die Mehreinnahmen bei der Spritpreiserhöhung die Hände reibt?

lese ich hier. Und es stünde doch jedem frei, sich als Bundes-, Land- oder Kreistagsabgeordneter gegen vermeintliche Staatskriminalität zu wehren. Das hört sich toll an, ist aber doch weit neben der Wirklichkeit.
Der Staat braucht Steuern - keine Frage. Geht er damit verantwortungsvoll um, wird sich auch kaum jemand dagegen wehren. Lässt sich das vom deutschen Fiskus aber behaupten? Ich denke nein. Seit Kohl/Waigels unverschämtem Raubzug mit dem Soli ("höchstens 3-5 Jahre") ist der Lösungsansatz für jedwedes Finanzproblem ausschliesslich in Erhöhungen von Steuern/Abgaben gesehen worden. Alle 4 Jahre eine Gesundheits-"Reform" kommt dann dabei raus.
Und die Leute, die das berappen müssen, haben keine Möglichkeit, sich durch Betätigung in Parteien/Parlamenten dagegen zu wehren.
Solange Prof. Kirchhoff öffentlich behaupten darf, das deutsche Steuerrecht sei verfassungswidrig, solange ist der deutsche Fiskus eine kriminelle Vereinigung.

Wer das Steuerrecht in Deutschland kritisiert (und dafür gibt es in der Tat viele gute Gründe) der soll politisch dafür kämpfen das es geändert wird. Dieses Gesetz mit einer auch noch so "moralisch" gerechtfertigen Begründung zu brechen ist fatal. Wohin bewegt sich eine Gesellschaft in der jeder nach Belieben Gesetze bricht weil er die Gesetzgebung als falsch empfindet? Eine solche Gesellschaft bewegt sich auf den moralischen Bankrott zu. Das was Herr Hank hier andenkt finde ich zutiefst besorgniserregend. Dabei ist besonders perfide, dass hier unmoralisches Verhalten (nämlich Gesetzesbruch) mit einer vermeintlich moralischen Argumentation legitimiert werden soll. Die FAZ begibt sich mit solchen Autoren auf gefährliches Glatteis, ich hoffe das ist ihr bewußt.

"Legitim, wenn auch nicht legal." Wer bitteschön bestimmt denn, was legitim ist und was nicht? Könnte das Volk das freundlicherweise komplett an Herrn Hank delegieren? Und was, wenn er in Urlaub ist, machen das dann die Herausgeber?

Was ist ein Fondue? Ein Arme-leute Essen. Zumindest so war es einst,als die Schweiz noch nicht so wohlhabend war...
Vielleicht symbolisieren die Loecher in der Schweizer Kaese die Gelder,die dorthin gefluechtet sind.Sie sind auch so schwer zu fassen,wie die Loecher im Emmentaler.
Jugendlichen Schwarzfahrern in der Ubahn droht die Vernichtung ihrer Zukunft...
Steuerhinterzieher verteidigt und ermutigt Herr Hummler...(Villeicht weiterhin zu Ihm ihr Geld fluechten zu lassen. Ich warte nur noch darauf,wann er ein Asylrecht fuer Steuergelder vorschlagen wird...Ein sicheres Hort ist seine Bank -wo er taetig ist - dafuer ganz sicher schon jetzt)
Aber jedem Das Seine;einem den Kaese,dem anderen die Loecher in dem Kaese...

Unser System bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten sich gegen ungerechtfertigte Ansprüche des Staates vorzugehen. Ob nun gegen einzelne Gesetze über die verschiedenen Gerichte, über Alternativen wie den Bund der Steuerzahler, über Veröffentlichungen oder, wie wäre es mal mit selber aktiv werden? Jeder hat die Möglichkeit Stadt-, Land-, Bundestagsabgeordneter zu werden. Jeder hat das Recht zu wählen und damit auch die Politik zu bestimmen. Der Staat ist kein abstraktes Konstrukt, der Staat sind wir! Das sind Ärzte und Krankenschwestern, Lehrer, Sozialarbeiter, Müllfahrer, Polizisten und viele andere, die täglich für einen der Wichtigkeit ihrer Tätigkeit vergleichsweise niedrigen Lohn ihren Beitrag dazu leisten, dass die Gesellschaft funktioniert.
Wenn Sie, Herr Hank und ihre Klientel so empört über die maroden Leistungssysteme sind, dann steht es Ihnen frei in einem demokratischen Verfahren für eine Änderung zu werben. Aber Sie sollten bedenken, dass wenn 90 % der Steuerlast von 50 % der Bevölkerung getragen werden, es auch bedeutet, dass 50 % der Bevölkerung so wenig Einkommen hat, dass es gerade reicht um den Lebensunterhalt zu sichern. Wie stellen Sie sich vor, dass diese einen höheren Beitrag leisten sollen?

Ich pflichte dem Leserkommentar von Frank Wohlgemuth bei. Leistungsträger sollen angemessen entlohnt werden. Angemessen interpretieren diese leider für sich oft so: soviel wie nur möglich (siehe z. B. das für das Desaster an den Finanzmärkten ausschlaggebende Motiv oder auch die 'Schmiergeldaffäre' bei Siemens). Hier muß das Gemeinwesen (= der an anderer Stelle gern und laut beschworene demokratische Rechtsstaat) ein Korrektiv in Form progressiver Steuern setzen. Wer sich dem entzieht, kann sich weder auf die Menschenrechte und schon gar nicht auf Notwehr berufen.
Allerdings fordern Konrad Hummler et. al. mit ihren Einlassungen die Notwehr der Straße heraus. Erstmal nur in der Wahlkabine. Habgier macht blind für die Belange anderer.

Welch ein falsches Bild der Autor doch von dem demokratischen Staat hat. "Der Staat" das ist nicht mehr die autoritäre und bürgerfeindliche Institution welche zu Gunsten einer kleinen adligen Oberschicht den Bürgern das Geld wegnimmt, sondern ein Gebilde welche von ALLEN (!) Bürgern und für ALLE(!) Bürger gebildet wird.
Der Staat ist heute ein ganz anderer als noch zu Zeiten eines Ludwig XIV
Die Zahlungen an den Staat werden heute nicht mehr für den Bau von Prunkschlössern, sinnlosen Kriegen oder sonstigen Denkmälern der Oberschicht verwendet sondern fließen zu 100% an die Bürger zurück.
Sie fließen an Bürger die von Beruf Lehrer, Polizisten, Finanzbeamte, Strassenbauarbeiter, Arzt, Richter oder Krankenschwester sind und sie fließen an Bürger deren Bedarf, demokratisch legitimiert, sich an objektiven Kriterien orientiert also an Rentner, Kranke, Arme, Kinder etc. etc.
Der Staat das sind wir alle ! Und wer glaubt diesem Staat Mittel vorzuenthalten darf, der handelt gegen die berechtigten Interessen des demokratischen Gemeinwesens und damit höchst egoistisch. Erst recht wenn er selber deutlich mehr verdient, als der gewöhnliche Bürger.

Die rotten sich in großer Zahl zusammen. Und nennen sich irgendwas mit "sozial". In Wahrheit sind sie nicht sozial, sondern neidisch.
Eine Abgabenlast von 50% ist schlichter Diebstahl. Selbst Ludwig der 14. hat sich nicht getraut, die Bürger derartig auszuplündern. Besonders gemein ist der Trick, jedes Einkommen bei jeder Bewegung ein zweites mal zu besteuern. Insofern erscheint mir die Flucht vor den Nachfolgern der Raubritter mehr als verzeihlich.

liegt die Wahrheit. Ich finde es erfrischend, dass sich mal eine andere Meinung findet außer der Verdammung der Reichen. Sicher sind die Gehälter vieler Leistungsträger mit Leistung nicht zu rechtfertigen. Auffällig ist die Kritik zielt immer auf bestimmte Personenkreise, kaum wurde die Leistung von Fußballspielern oder Showstars in Frage gestellt. Darüber kann man lange philosophieren, was ist die gerechte Entlohnung. Trotzdem immense Gelder in den Staat fließen, sind die Ergebnisse staatlicher Leistung ehr kläglich. Viele Probleme lassen nicht mit Geld beheben, sondern mit Engagement und einer stabilen Werteordnung. Das Staatsversagen wird zumeist nicht thematisieren, sondern die Schuld wird im Wechseln bei verschiedenen Gruppen gesucht, den Reichen, den Rentner, den angeblich Arbeitsunwilligen, den Kinderlosen, den Kinderreichen usw. Die Steuer- und Abgabenlast ist zu hoch und trifft jeden. Steuerhinterziehung ist nicht zu entschulden, ist aber verständlich. Alle Bürger haben ihre kleinen Fluchten. Daher sollten sich die Bürger nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern mal das Handeln von Vater Staat kritisch unter die Lupe nehmen.

Bei allem Verständnis für den Irrsinn unseres Steuerrechtes geht der Artikel m.E. zu weit. Wir sind alles in allem gut damit gefahren, in unserem Gemeinwesen darauf zu bestehen, dass die geltenden Gesetze für alle gelten und von allen einzuhalten sind. Wer am - zweifellos kritikwürdigen Steuersystem - etwas ändern möchte, muss dafür politische Mehrheiten organisieren. Oder eben das Land verlassen. Man lebt als sog. Leistungsträger sicher nicht schlecht in Deutschland. In manchen Ländern bestimmt besser, in sehr vielen anderen aber auch erheblich schlechter. Der Bruch bestehender Gesetze ist eben nicht legitim - wer dieses Vorgehen für sich akzeptiert, darf sich nicht wudern, wenn dies in anderen Teilen der Gesellschaft auch in Anspruch genommen wird. Wir Leistungsträger müssen vor allem dafür werben, dass wir bürokratisch und fiskalisch nicht derart behindert werden, dass unternehmerische Initiative am Ende wirklich nicht mehr lohnt.

Devinition -Leistungsträger
Ehrlich, Fleisig , Gerecht usw.
Kriminelle als Leistungsträger zu Bezeichnen und gleichzeitig die weitergabe von beweismittel zu Kriminalisieren kann sich nur ein Profiteur dieses Systems erlauben.
Ich halte es für völlig in Ordnung wenn sich mitarbeiter einer Bank durch die weiterabe von Beweismittel Geld geben lassen.Kronzeugen entgehen einer gerechten strafe (warum nur ). Jeder der die möglichkeit hat sollte davon gebrauch machen , eine gute und Praktikable möglichkeit viele Kriminelle zu erwischen.
Gewagte äuserung. Aber recht und gerechtikeit exestiert in den Köpfen der Betroffenen sowieso nicht , also ran an den speck.

So dürfen wir uns jetzt von Mitarbeitern eines ausländischen Kreditinstituts erklären lassen, daß unser System marode ist.
Das mag im Prinzip so sein. Trotzdem zeugt es von Anmaßung und Arroganz.
Mitgehangen, mitgefangen. Wer unsere Steuern nicht zahlen mag, kann jederzeit eine andere Staatsbürgerschaft annehmen. Ansonsten sind Steuern zu zahlen, die geringer ausfielen, wenn wir weniger Schlupflöcher im System zuließen. Zuwendungen an Rentner beispielsweise sind im Regelfall Leistungen der Rentenversicherungen, keine Steuerleistungen.
Aber bei den Privatbanken in der Schweiz geht Profit vor Moral.

Schleuse Waren um 10 Euro an der Supermarktkasse vorbei und du wanderst ins Gefängnis. Schleuse 10 Millionen an der Finanz vorbei und die FAZ verteidigt dich unter Berufung auf Notwehr. Das FED, die rating agenturen, die großen Wirtschaftsblätter - eine Ansammlung von Sklaven des Kapitals. Erfreulicherweise macht die deutsche Bundesregierung zur Zeit eine Ausnahme.

Wieder ist ein prominenter Wirtschaftsboss mit der Steuerfahndung aneinander geraten.
Wieder werden sich Politiker aller Couleur und sonstige Moralapostel zu Wort melden, die hemmungslose Gier der Betroffenen anprangern und bei dieser Gelegenheit auf die soziale Verantwortung der Leistungsträger hinweisen.
Wann stehen endlich die Leistungsträger auf und weisen auf die Politiker und sonstige Moralapostel hin und sagen, dann macht das Steuerrecht einfacher, übersichtlicher, durchschaubarer und gerechter.
Wer einen Dschungel züchtet, braucht sich nicht darüber zu beklagen, wenn sich der eine oder die andere im Gestrüpp verfängt.
So herum wird ein Schuh draus, der schon längst im Gesäß der Verantwortlichen sein Ziel gefunden haben müsste.

Die Verteidigung der schamlosen Abkassierer durch die NZZ und die FAZ ist hemmungslos und konzertiert. Haben Sie denn jeden sozialen Verstand verloren. Würde Sie auch einen Ladendieb verteidigen, der wirklich kein Geld und nichts zu Fressen hat? Man muss offenbar nur reich und gierig genug sein, schon wird man verteidigt. Sie outen sich hier als Sklaven des Kapitals. Die Relation von Durchschnitts- zu Spitzeneinkommen liegt schon bei 1:600. Ist Ihnen das noch nicht genug. Müssen die 600erter durch Steuerhinterziehung unter Assistenz der beiden schmarotzenden Länder in der Mitte Europas zu 1200ertern werden?.
Was sind das für Leistungsträger, die nach 1 Jahr mehr kassiert haben als der Durchschnitt in einem ganzen Leben und nicht mehr riskieren, als vom Berufsleben ins geldgebettete Privatleben zurück zu müssen.
Diesen gierigen Abkassierer gehören nicht nur an der Pranger sondern ins Gefängnis.

Die Bezeichnung Leistungsträger soll vielleicht bezeichnen, dass diese Leute, um die es hier geht, etwas leisten. Das mag schon sein. Nur geht es hier gleichzeitig um Einkünfte, zu denen eine passende Leistung objektiv nicht mehr erbracht werden kann, wenn man davon ausgeht, dass etwa ein Facharbeiter und ein Ingenieur beide etwa leistungsgerecht entlohnt werden.
Das bedeutet, dass wenn wir uns wieder in Richtung Leistungsgesellschaft bewegen wollen, in der nicht nur Position und vorhandenes Eigentum, sondern verstärkt wieder die persönliche Leistung belohnt werden soll, dann muss die Steuerprogression als Korrektiv nicht-leistungsbezogener Einkommen durch die Wirtschaft nicht verringert, sondern erhöht werden. Leistung soll sich ruhig lohnen. Aber Einkommen ist noch keine Leistung.

Hiermit riskiere ich es!
Eines der vornehmsten und nie zur Disposition stehenden Grundrechte ist die Meinungsfreiheit. Sollte es hierzulande nicht mehr möglich sein, von ihr Gebrauch zu machen?
Dann wären wir nicht mehr weit von China entfernt!
Oder ist es eher so, daß deutsche Feigheit vor den Herrschenden neue Urständ feiert?
Der Sozialstaat Merkel'scher Prägung trägt deutlich konfiskatorische Züge und seine fiskalischen Legitimitätsansprüche werden zu Recht in Frage gestellt.
Die rationalen und ethischen Grundlagen der Marktwirtschaft- von Mises über Hayek bis Erhard und Röpke- haben mit der heutigen Karikatur dieses Modells kaum noch etwas zu tun.
So, das gehört gesagt und ich möchte denjenigen sehen, der mir diese Freiheit hierzulande nehmen will!
Auch 1933 war die "sozial"-Vokabel Teil eines Parteinamens und -programms, und wir haben doch aus der Geschichte gelernt...oder?