Wie das erwirtschaftete Volkseinkommen verwendet wird entscheidet die Mehrheit der Bürger über ihre gewählten Vertreter. Es erscheint legitim, dass sich die großen Volksparteien an den Belangen großer Wählergruppen orientieren.
Kritische Journalisten sollten - meiner Meinung nach - nicht den sozialen Konsens (ein Markenzeichen unserer Nation) gefährden.
Ich würde mich über einen kritischen Beitrag von Herrn Schäfer über die Verluste an den Landesbanken, über die Steuerehrlichkeit von Leistungsträgern oder die Selbstbedienung bei den Abgeordnetendiäten freuen.
Vielleicht könnte Herr Schäfer auch einmal die Gründe für die Wahlerfolge der Linkspartei untersuchen?
Warum haben die heutigen Schlaumeier, die sich mit Unkenrufen gegen die Rentenerhöhung wichtig tun, nicht schon geschrien, als ein Herr Schröder den Rentnern die Erhöhungen verweigerte? Schröder hat die Rentner jahrelang geschädigt.
Auch hat er Deutschland geschadet, als er mit der Vernichtung der Kernenergie eine hochmoderne Technologie diskreditierte und Milliardenverluste verordnen ließ. Wo waren da die heutigen Wichtigtuer gegen die Rentenerhöhung?
Bei uns feiert das Pharisäertum neue fröhliche Urständ!
Zitat:"eine spürbare Lohnsteigerung - auch im öffentlichen Dienst - spült Geld in die Rentenkasse, erhöht die Nettoentgelte und damit auch die Steigerungsrate der Renten und schafft gerade durch die Erhöhungen bei den kleinen Einkommen mehr Konsum"
Sie sind vielleicht ein ökonomischer Experte. Was glauben sie wohl, woraus die Gehälter des ÖD bezahlt werden. Werden die dort etwa als Mehrwert erwirtschaftet oder sind es nur einfach Steuergelder. Ob ich Steuern erhöhen, um den ÖD zu bezahlen oder die Renten über Bundesmittelzuschuß erhöhe, ist Jacke wie Hose. Klar, die einen haben gearbeitet, die andern tun zumindest so, als würden sie arbeiten.
Werter Herr Schäfer, ihr mit Besorgnis getarnter Beitrag, ist gelinde gesagt unverfroren.
Ich bin auf Ihre Entrüstung gegen die Pensionserhöhung der Beamten gespannt,
Die soll nämlich doppelt so hoch wie die eventuelle Rentenerhöhung ausfallen.
Gerhard Wroblewski, fast 72 Jahre alt.
Leider haben viele Leute noch immer nicht begriffen, dass Rente von dem Geld bezahlt wird, was die Arbeitenden zur gleichen Zeit aufbringen. Eine Erhöhung der Rente "über das Maß hinaus" führt zwangsläufig zu höheren Beiträgen, damit zu niedrigeren Nettolohnsteigerungen und damit in der Folge wieder zu niedrigeren Rentensteigerungen. Sollen die dann wieder "über das Maß hinaus" ausgeglichen werden - mit der Folge, dass wir in einen circulus vitiosus hineinlaufen?
Andersherum "wird ein Schuh draus": eine spürbare Lohnsteigerung - auch im öffentlichen Dienst - spült Geld in die Rentenkasse, erhöht die Nettoentgelte und damit auch die Steigerungsrate der Renten und schafft gerade durch die Erhöhungen bei den kleinen Einkommen mehr Konsum - denn wer wenig hat, wird dies nicht nach Liechtenstein tragen, sondern im Lande verbrauchen.