Arbeitsmarkt

Deutschland bleibt verschlossen

Die große Koalition will die Freizügigkeit von Osteuropäern für zwei weitere Jahre einschränken. Für die meisten Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten der EU heißt es somit bis 2011: Draußen bleiben! Das ist ein fatales Signal. Denn ausländische Arbeitskräfte mehren den Wohlstand in Deutschland. Von Sven Astheimer

Lesermeinungen zum Beitrag

25. April 2008 11:19

Das großartige Europa

Jan Skalski (Skalski)

Das ist also das großartige Europa, für das sich Deutschland so sehr einsetzt. Billig in Osteuropa einkaufen und gleichzeitig die Osteuropäer mit Billiglöhnen ausbeuten.
Für deutsche Waren (heißt deutsche Arbeit) war die Grenze immer offen, für die osteuropäische Arbeit ist die Grenze dagegen geschlossen.

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25. April 2008 09:37

Richtig so !

Christian Erkelenz (Christian_030)

Eine spätere Öffnung kann man immer noch vorziehen, wenn sich die im Kommentar geschilderte Dramatik wirklich bewahrheiten sollte. Erst einmal sollte versucht werden die eigenen Arbeitslosen unterzubringen und entsprechend fortzubilden. Die Mär von "wir verdanken unseren Aufstieg den fremdländischen Arbeitern" kann man eh schon nicht mehr hören.

Warum gibt der Kommentator dazu nicht mal ein schlüssiges Beispiel? Wo bitte schön ist der Lebensstandard der Massen durch Migration gehoben worden? Bis auf wenige Elite- und Wissenträger stimmt das nämlich nicht. Es ist eine Legende der Industrielobby, welche sich billige Arbeitskräfte sichern wollen. Migration muss vorsichtig und behutsam stattfinden, Qualität vor Quantität.

Was passiert, wenn die Türen zu schnell aufgemacht werden, kann man im Fleischerhandwerk beobachten. Zehntausende Jobs sind verloren gegangen.

Endlich mal eine richtige Entscheidung unserer Regierung.

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25. April 2008 07:50

Freizügigkeit für billigst Arbeitnehmer

rolf römer (rallo40)

Herr Astheimer, wie preis wert wäre es denn für die FAZ, wenn der nächste Beitrag z.B. von einen Chinesen geschrieben wird. Sie könnten sich dann langfristig ins Harz IV Team einreihen, um auch den Überlebensversuch mit 4
€ pro Stunde zu genießen. Zu wenig? Immerhin kann man bei 300 Stunden im Monat relativ gut leben. Die Frage ist lediglich wann? Tolle Aussichten ...
Erntehelfer: Ein jeder Arbeitgeber muss Löhne bieten, wovon auch der Arbeitnehmer leben kann. Dieser muss dann Miete, Strom, Lebensunterhalt und und und in Deutschland bestreiten. Dass ist der eigentliche Sinn, um arbeiten zu gehen. Wenn ein Erntehelfer 4 € "verdient", in dieser Stunde vielleicht 10 kg Spargel erntet und der Arbeitgeber diese dann für 80 € verkauft muss ein höherer Stundenlohn drin sein.
Man stelle sich vor, wie effektiver die metallverarbeitende Industrie wäre, wenn diese ebenfalls in Massen billigste Arbeitnehmer in Osteuropa einkaufen. Diese würden dann preiswert in Wohnwagen oder Containern untergebracht. Was für Aussichten, die deutsche Wirtschaft würde kräftig erblühen.
Die störende arbeitslose Bevölkerung kann man ja in die freiwerdenden osteuropäischen Wohnungen verbringen.

Zukünftlich viel Vergnügen

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25. April 2008 04:41

Endlich denkt die Regierung einmal mit

Uwe Fisch (luilaber)

Kann der Kommentator sich auch vorstellen, dass es in Deutschland genug junge Facharbeiter gibt, die sich gern weiterqualifizieren würden, wenn es halbwegs gewürdigt würde, sprich von der Fa stipendiert würde? Kann der Kommentator sich vorstellen, dass es ein gefundenes Fressen für die Ingenieure aus Polen usw. wäre sich hier billig in Firmen anzudienen, um dann nach 1,2 Jahren genauso gegen die dann folgenden Fremdarbeiter zu protestieren da sie die Preise versauen? Warum gibt es denn einen Mangel? Der Kommentator beschreibt es ja selber, in England wird besser bezahlt, also gehen die Cleveren lieber ins Ausland.Die Firmen klagen über Mangel. Sie klagen aber weil sie keine Facharbeiter bekommen die für wenig arbeiten. Ich habe einen Sohn der als Facharbeiter nun endlich, nach 2 Jahren, froh ist, es vom Zeitarbeiter zum festeingestellten Mitarbeiter gebracht zu haben. 35 andere Zeitarbeiter würden auch gerne wechseln, bekommen aber kein Angebot. Der Fa geht es sehr gut.
Daran scheitert es in Deutschland, deswegen finde ich diesen Artikel der nur von einem nicht im Handwerk, Industrie-kundigen geschrieben worden sein kann schlecht. Plappern Sie doch nicht alles nach was die Bosse sagen.

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