Kommentar

Lauter Pappnasen

Das Berliner Verwaltungsgericht legt die Axt an alle Mindestlohnverordnungen und bringt damit ein wenig Hoffnung zurück. Denn Gewerkschaften und Arbeitgeber hatten sich als Kartell verbündet, um Verträge zu Lasten Dritter zu machen. Von Rainer Hank

Lesermeinungen zum Beitrag

10. März 2008 11:33

Wat is ene Dampfmaschin

Hans Wiesenecker (smrd)

Das stellen wir uns erstmal ganz dumm. Was ist ein Arbeitsvertrag:? Da stellen wir uns wieder ganz dumm: Ein Vertrag zwischen zwei freien Individuen, dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer.
Texte über Lohnfindung, Tarifverträge, gerechten Lohn füllen wahrscheinlich ganze Bibliotheken.
Der Unterschied zwischen einem wilhelminischen Studienrat und einem liberalen Journalisten ist, daß er das Dummstellen bis zum Schluß durchhält. Und die Dampfmaschin bleibt ein großes schwarzes Loch.

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09. März 2008 16:39

Pappnasen sind echt - dahinter auch alles Pappe!

rene dustmann (reduma)

Pappnasen könnte man noch abnehmen und dann ganz normal weitermachen. Darum das beste was Pappnasen passieren kann: anzünden!

Wann wird diese tote Koalition in Berlin endlich abgeschaltet. Diese Possen kosten unsere Zeit und Geld. Als gäbe es nichts wichtigeres zu tun, als den Sozen in ihrer Brauchtumspflege ständig neue Kittelchen zu reichen damit sie ihrer Klientel heile Welt vortanzen können.

Unser sogenanntes Gemeinwesen ist mittlererweile so komplex geworden, daß sich die wenigsten Themen durch Reduktion auf eine Handvoll Schlagworte erklären lassen, geschweige denn als Grundlage für Wahlentscheidungen dienen können.
Gute Zeit für Rattenfänger, Mindestlohnbefürworter und meinetwegen auch Pappnasen.

Wie soll es weitergehen? Reformen? Nein, ändern muss Ziel sein. Das Gebastel an den aktuellen Strukturen muss aufhören und eine zukunftsfähige Form unserer altersschwachen Demokratie entwickelt werden.

Aber bitte ohne Ibsilandis...

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09. März 2008 16:34

100%ig d'accord, Herr Hank!

Peter Zentner (Caterwaul)

Danke für diesen klugen Artikel, der hoffentlich auch von den Angesprochenen gelesen wird.
Mit einer winzigen Einschränkung: Mit deren Bezeichnung als "lauter Pappnasen" liegen Sie um drei Etagen zu höflich. [i]Le mot juste[/i] für diese merkwürdigen Zeitgenossen liegt mir auf der Zunge, aber [i]noblesse oblige.[/i]

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09. März 2008 15:00

Ad Herrn Dr. Reinking

Wolf Waschkuhn (wwaschkuhn)

Dem kann ich nur beipflichten. Allerdings schaue ich mir das schon lange nicht mehr als Leidtragender, sondern als zugleich entsetzter und amüsierter Beobachter von der Insel. Diese Freiheit sollte jeder nutzen, solange er sie noch hat.

Der pfälzische Elektriker hat ja Stein und Bein geschworen, nicht mit den als "Linke" verbrämten Stalinisten zusammenzuarbeiten. Der Schwur hat soviel Wert wie eine Schachtel abgebrannter Streichhölzer und so werden diejenigen, die 17 Millionen Deutsche für 40 Jahre eingesperrt, und gedemütigt haben, alsbald wieder an den Hebeln der Macht sein. Man kann sich gut vorstellen, daß dann, nach der Einschränkung des freien Kapitalverkehrs im Namen der "sozialen Gerechtigkeit" auch die Einschränkung der Freizügigkeit folgt, in gleichem Namen.

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09. März 2008 14:57

Erde an Kommentator !

Gerd Lehmann (Gerd_L)

Pappnasen ? Mindestlohnspuk ? Zirkus ? Karnevalswelt ? ... was soll denn dieser überhebliche, arrogante "Kommentar" ? Hier geht es schließlich um MENSCHEN die vor Ihrer Arbeit auch LEBEN wollen !! Aber, wenn man natürlich in einer satten, zufriedenen Lage ist, kann man es auch nicht besser wissen (wollen) !

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09. März 2008 14:56

Neoliberal

heinz herzing (heinz48)

Ein Arbeitger , eine Gewerkschaft.
Man kann das Urteil noch so Intellektuel kommentieren.
Der Mindestlohn ist richtig und muss auf andere Branchen ausgeweitet werden.
In Europa gibt es Genügend beispiele.
Es kann nicht sein das sich 1-5 Euroschopper etaplieren , den rest zahlt der Steuerzahler ( ohne konto in Lichtenstein ) . Kommentare von besserverdienenden
haben bei diesem Thema aussen vor zu bleiben.
Von den Gezahlten Löhnen gibt es Pro Stunde 1Kg brot . Jeder der im Land des
Exportweltmeisters Lebt und das billigt ,hat die Lizens zun mitdenken abgegeben.

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09. März 2008 13:03

Nicht von Pappe

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Der Staat ist eben sehr leicht Beute der ohnehin Mächtigen. Es ist eine Illusion, sich von ihm Gerechtigkeit zu erwarten. Und so ist das Zurückdrängen desselben, das Wiederherstellen von wirklichem Recht, hochnotwendig. Nicht um eine gerechte Welt zu schaffen, sondern eine gerechtere. Dazu gehört auch, daß keine Preise - auch nicht für Arbeit - vorgeschrieben werden. Denn in dem Moment sind es keine Preise mehr und deren wohlfeiler und erforderlicher Informationsgehalt geht für alle Akteure verloren. Ohne derart zutreffende Informationen sind aber keine bestmöglichen Handlungen, Allokationen und Antizipationen leistbar und wertvolle menschliche und materielle Ressourcen gehen verloren und nehmen Schaden. Es ist also richtig, auf staatlich sanktionierte Mindestlöhne zu verzichten.
Allerdings hat ein Staat, der ja allenthalben auch Mindestkosten verursacht und zwar Verbrauchern wie Produzenten, wenigstens die Pflicht - aufgrund dieser (egal ob paternalistischen, rechtswidrigen oder nur unklugen) Eingriffe - den bevormundeten Menschen und Bürgern die Existenz zu sichern. Selbst wer Sklaven hält, muß diese füttern und behausen; vielmehr ist "der Staat" in der Pflicht. Und diese Stütze sollte er nicht auch noch auf Private abwälzen.

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09. März 2008 12:50

Diesem hervorragenden Beitrag ist nichts hinzuzufügen!

Uwe Reinking (urein)

Leider aber wird es so nicht kommen. Die sozialistischen Pappnasen und Systemprofiteure werden sich in der BRDDR durchsetzen.
Mal sehen, wie lange wir das noch mitmachen.

Dr. U. Reinking

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09. März 2008 12:18

Danke, Herr Hank!

Joerg Altmann (jalt)

Ihren pointierten Worten ist nichts hinzuzufügen.

Dies gilt jedoch nur mit der Einschränkung, daß tatsächlich vom Individuum her gedacht wird, eine im neuen Deutschland (ob man daraus nicht gleich das Neue Deutschland machen sollte?) leider beträchtliche Einschränkung.

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