14. Oktober 2007 Zwei Briten stehen den größten europäischen Reiseveranstaltern vor, deren Mehrheit sich in deutschem Anteilsbesitz befindet. Peter Long führt Tui Travel plc, und Manny Fontenla-Novoa leitet die Geschicke des Branchenzweiten Thomas Cook plc. Vor einem Jahr - vor der Fusion mit britischen Wettbewerbern - standen den beiden noch deutsche Vorstandsvorsitzende vor. Damit sind die vermeintlichen Topjobs der europäischen Branche wie die Firmensitze nach London gewechselt.
Eine weitere Spitzenpersonalie harrt ihrer Lösung. Der Geschäftsführer der Pauschaltouristiksparte der Rewe, Dietmar Kastner, hat seit längerem angekündigt, dass er sich aus Altersgründen zurückziehen mag. Aber damit sind fast alle Positionen bei den Reiseveranstaltern beschrieben - außer den Bereichsvorständen bei TUI und Thomas Cook -, deren Vergütungsniveau weit über dem Branchendurchschnitt liegen. Denn trotz Ausreißern nach oben gilt noch immer: In vielen anderen Dienstleistungsbranchen wird in Führungspositionen deutlich mehr verdient.
Auch sonst wachsen die Gehälter nicht in den Himmel. Als Faustregel kann festgehalten werden: Dort, wo in den Unternehmen die meisten Mitarbeiter beschäftigt sind, sind die Gehälter eher bescheiden. In der Reisebranche arbeiten rund 71 000 Menschen. Davon befanden sich im Vorjahr 6442 in der Ausbildung. Die Mehrzahl der Mitarbeiter ist dabei nicht bei den großen Reiseveranstaltern beschäftigt, sondern in den vielen Reisebüros. Und dort sind die Margen sehr niedrig - noch niedriger als zum Beispiel im Handel.
Dennoch gibt es noch immer den Weg, für engagierte Praktiker auch auf der Basis von Lehrberufen ganz an die Spitze zu kommen. Weiterbildung und Mobilität sowie Belastbarkeit und gute Sprachkenntnisse sind hierbei einige der wichtigsten Voraussetzungen. Aber auch die Bachelor- und Master-Studiengänge könnten früheren Auszubildenden, die sich über den Tourismusfachwirt weiterqualifiziert hätten, einen akademischen Grad bringen, der ihnen eine Karriere bis in die Führungsposition ebnete. noa.
Text: F.A.Z., 15.10.2007, Nr. 239 / Seite 23
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| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 4.544,31 | -7,01 |
| TecDax | 516,75 | -4,81 |
| DowJones | 8.451,19 | -1,49 |
| Nasdaq | 1.649,51 | +0,27 |
| STOXX 50 | 2.421,87 | -7,86 |
| Nikkei 225 | 8.276,43 | -9,62 |
| S&P 500 Zert. | 8,83 | -10,45 |
| Euro/Dollar | 1,34 | +0,00 |
| Bund Future | 114,67 | -1,44 |
| Gold | 847,40 | +0,00 |
| Öl | 76,65 | -7,49 |