Wie kann die Berliner Lindenoper saniert werden, ohne die Ästhetik des historischen Paulick-Saals zu zerstören? Das Konzept des Stuttgarter Architekturbüro HG Merz findet eine Ideallösung, die dem Haus auch den klangtechnischen Anschluss an die führenden Konzertsäle ermöglicht. Von Andreas Kilb
Hören Sie an Weihnachten Johann Sebastian Bach. Generationen vor Ihnen haben es auch getan. Hier sind die besten neuen Aufnahmen zum Fest, hier ist der Bach des Jahres 2009, vorgestellt von Eleonore Büning.
Seit mehr als fünf Jahren hat der Deutsche Bühnenverein mit den Orchestermusikern verhandelt. Nun haben sie sich geeinigt. Der neue Tarifvertrag stellt sicher, dass die Vergütung der rund 7500 Musiker an die Lohnentwicklung des öffentlichen Dienstes gekoppelt ist.
Verratenes Volk: Volker Lösch inszeniert Döblins Berlin Alexanderplatz durchdacht und herausfordernd in Berlin. Armin Petras aktualisiert Dürrenmatts Besuch der alten Dame in Dresden als triste Sparvariante. Von Irene Bazinger
Wenn der Virus Eros herrscht: Oliver Reese inszeniert Jean Racines klassisches Liebesdrama Phädra im Schauspiel Frankfurt zwischen Boulevardoberfläche und Tiefenblick in die Abgründe maßlosen Begehrens. Von Gerhard Stadelmaier
In Köln soll ein Neubau das Schauspielhaus ersetzen. Der Koloss wird das benachbarte Opernhaus erdrücken. Intendantin Karin Beier fragt, was der Bau bringe, wenn die Mittel fehlten, ihn angemessen zu bespielen. Von Andreas Rossmann
Der tänzelnde Marsch des Fußlahmen ins Verhängnis: Am Hamburger Thalia Theater erzählt Dimiter Gotscheff die alte Tragödie um den unwissenden Vatermörder Ödipus in einer hellsichtig distanzierten Inszenierung neu. Von Irene Bazinger
Diese Inszenierung, glaubt der Dirigent, wird zur Legende werden: Daniel Barenboim eröffnet mit einer spektakulären Carmen die Saison der Mailänder Scala und entdeckt eine umwerfende neue Sängerin. Von Jan Brachmann, Mailand
An der Rampe hockt ein Höllenhund: Günter Krämer zeigt Horváths Wiener Wald als Gespensterbezirk, bevölkert von Schauspielern, die wunderbar wirbeln. Neuerdings bleibt man ihretwegen in Frankfurt im Theater. Von Gerhard Stadelmaier
Begonnen hatte er als Cellist unter Karajan. Heute zählt er zu den wirkungsmächtigsten Dirigenten der letzten fünf Jahrzehnte. Er bleibt sich treu, indem er jede Aufführung als Uraufführung nimmt: Nikolaus Harnoncourt zum Achtzigsten. Von Jürgen Kesting
Wer setzt die maßgeblichen Impulse, die Musik oder der Tanz? Der Komponist Nitin Sawhney und der Choreograph Akram Khan definieren das Zusammenspiel von Tanz und Musik neu. Im Londoner Sadler‘s Wells Theater wurde ihr Stück Confluence uraufgeführt. Von Wiebke Hüster, London
Deborah Warner hat an der English National Opera den Messias von Händel inszeniert. Ihre Bühnenfassung möchte die die Bedeutung einer in der Gegenwart spielenden Heilsgeschichte zeigen. Doch die Regie fügt dem Werk nichts Wesentliches hinzu. Von Gina Thomas, London
Zentralfigur der Zeitgeschichte: Die Karriere der legendären Schauspielerin Marianne Hoppe überspannte die Weimarer Republik, das Dritte Reich, die Bundesrepublik. Das Theatermuseum in München hat diesen Bogen raus. Von Dieter Bartetzko
In Hamburg wird er gerade als Solist gefeiert, ab Herbst 2011 wird der 51-jährige Schauspieler und Regisseur als Schauspieldirektor in Salzburg amtieren: Sven-Eric Bechtolf über Demokratie in der Kunst, Pullunder bei Schiller und seinen Richard II.
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