Bayreuth ist bis heute einzigartig, als eine Form gewordene Gründungsidee. Vorderste und vornehmste Aufgabe ist es, jene zehn Opern, für die dieses Institut vom Meister gegründet wurde, jedes Jahr in der bestmöglichen Qualität aufzuführen. Von Uwe Eric Laufenberg
Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt hatte sich bei seiner ersten Opernregie zum Ziel gesetzt, Mozarts Idomeneo von aller Patina und den Verunstaltungen durch zweihundert Jahre Theateralltag zu befreien. Er zeigt einen Solitär unter Mozarts Opern: ein Gesamtkunstwerk. Von Christian Wildhagen, Graz
Der Schauspieler Hans Caninenberg ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Caninenberg galt als einer der Großen seines Fachs. Er spielte an zahlreichen namhaften Bühnen und im Fernsehen.
Die Kapstadter Oper kommt mit George Gershwins Porgy and Bess nach Berlin. Kein Stück könnte treffender sein, denn die Aufführung der Oper ist bis heute einem schwarzen Ensemble vorbehalten. Die Aufführung ist daher auch ein Lehrstück für die Fusion von europäischer und afrikanischer Kultur. Von Gerhard R. Koch
Im Streit um die Neugestaltung der Berliner Staatsoper geht es Generalmusikdirektor Daniel Barenboim plötzlich nicht mehr um ästhetische, sondern um geschichtspolitische Motive. Mit einem modernen Neubau will er eine Gesamt-Identität für die Hauptstadt schaffen. Als hätte der alte Bau diese nicht schon verkörpert. Von Jan Brachmann
Die hoch beachteten Festspiele auf dem grünen Hügel sollen nicht im Muff der Tradition versinken, sondern wie ein Phönix aus der Asche leuchtend aufsteigen und zeigen, was Oper alles sein kann und sein muss. Elke Heidenreichs Visionen zur Zukunft Bayreuths.
Den Architektenwettbewerb um die Innensanierung der Staatsoper Unter den Linden hat ein Entwurf von Klaus Roth gewonnen, der den alten Zuschauersaal komplett beseitigen will. Im Streit über die Sanierung der Oper steht der Stil der Berliner Republik auf dem Spiel. Von Andreas Kilb
Am Tag nach der Wiedereröffnung des Münchner Cuvilliés-Theaters mit Mozarts Idomeneo bringt Dieter Dorn hier Roland Schimmelpfennigs Idomeneus zur Uraufführung. Ein Chor in den Sesselreihen - das riecht nach Konzept. Aber es hat einen Zug ins Große und Gescheite. Von Gerhard Stadelmaier
Wagner, antwortet Regisseur Jossi Wieler auf unsere Frage nach seiner Vision für die Zukunft der Bayreuther Festspiele, habe etwas Neues geschaffen. Er habe für die Gegenwart komponiert, seine Idee müsse deshalb gegenwärtig neu belebt werden.
Sein Trio e.s.t. schaffte die Balance zwischen Anspruch und Erfolg. Jetzt ist Esbjörn Svensson bei einem Tauchunfall vor Stockholm ums Leben gekommen. Wolfgang Sandner schreibt zum Tod des großen schwedischen Jazzpianisten.
Er inszenierte den Tannhäuser in Dresden, Lohengrin und die Meistersinger in Hamburg sowie die Götterdämmerung im legendären Stuttgarter Ring der vier Regisseure. Wir fragten Peter Konwitschny nach seinen Visionen zur Zukunft Bayreuths.
Klaus Roths Radikalentwurf für die Berliner Staatsoper Unter den Linden soll die Saalakustik verbessern. Doch welchen Maßstab legen wir an für den angeblich besten Klang? Von Jan Brachmann
Seit sie in Salzburg als Haydns Armida Triumphe feierte, gehört Annette Dasch zur ersten Riege der deutschen Mozartsoprane. Ein Gespräch über anstrengende Liederabende, Nina Hagen und Wege, der klassischen Musik neue Hörer zu erschließen.
Mozart, eh, isse die beste Schreiber di Noten. Der Trainer Giovanni Trapattoni ist Opernfreund und Klassik-Fan. Zur noch jungen EM ein Gespräch über Star-Allüren und Spielfreude - aus Gründen der Verständlichkeit etwas geglättet.