
Nicht allein die administrative, sondern eine mehrheitlich (demokratisch!) überzeugende künstlerische Leistung ist jetzt gefordert. Das vorgeschlagene Duo oder auch Trio stellt eine ernst zu nehmende realistische Option dar.
Die Ausstattung des Festspielhaus ist unter der Regie von Wolfgang W. auf einen technischen Höchststand gebracht worden, von dem andere staatlich subventionierte Theater oft nur träumen können...
Jetzt gilt es, dass dem Hauptfinanzier des Ganzen, der Gesellschaft der Freunde v. Bayreuth, nicht durch allzu spleenige Provokationen à la Schlingensief "die Spendierlaune" abhanden kommt. Aber das gilt auch für alle anderen, die ihr Scherflein dazu beitragen müssen und teilweise auch Sitz und Stimme im Stiftungsrat haben.
Aber war es nicht schon immer so gewesen?
Gilt nicht seit Anbeginn in Bayreuth: Wo Du nicht bist, "Herr Organist", da schweigen alle Flöten...?

Von wegen es bedarf in Bayreuth dringend einer Erneuerung und Kunst lebe angeblich nur von verrückten Ideen. Die größten und bedeutendsten Produktionen hat Bayreuth in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren erlebt dank großer Regisseure wie Wieland Wagner, Jean-Pierre Ponnelle, Patrice Chéreau oder Götz Friedrich. Der letzte Große in Sachen Regie war Harry Kupfer. Seither geht es rigide bergab, und wenn Bayreuth nochmal an diese großen Zeiten anknüpfen will, dann sollte es sich an diesen Qualitätsmaßstäben orientoeren und nicht nach dem hanebüchenen Zeitgeisttheater der Gegenwart. Die Jugend hat den Sinn für Poesie, Respekt vor dem Werk und guten Geschmack längst verloren, damit sie das wiederfinden, müssen wir, die Älteren, die große Vergangenheit wieder heraufbeschwören.

... nicht nur auf dem grünen Hügel, geschätzte Frau Büning.

Auf solche Verträge lässt sich auch nur eine dt. Verwaltung ein. Immer schön zahlen, aber ansonsten bitte so wenig Einfluß wie möglich.
Wenn sich Bund und Land einfach aus der Finanzierung zurückzögen, würde sich das ganze Possentheater am grünen Hügel in Nebelschwaden auflösen, weil eine Finanzierbarkeit nicht mehr gegeben ist, oder die gottgleichen Herrschaften würden den Hügel hinab zu Kreuze kriechen.
Auch gegenüber der Öffentlichkeit wäre es gerade vor dem Hintergrund der Nachfolge nach W. Wagner interessant, einmal die finanzielle Grundlage offen zu legen.