Superstars im Dauerstress: Anna Netrebko und Rolando Villazon

Verheizte Musikstars

Auch Gottesgaben sind versenkbar

Dem Rausch des Ruhms und des Geldes können wenige widerstehen: Dabei presst die Musikindustrie ihre Wunderkinder aus, lässt sie so schnell fallen, wie sie sie aufgebaut hat. Auf der Strecke bleibt die Musik als große Zeitkunst.

Lesermeinungen zum Beitrag

20. August 2007 16:18

Absolut richtig!

Sonja Lorenz (darkwing77)

"Abhängen, Träumen, Wegchillen, Entspannen, dem Alltag sich entheben, Farben oder Bilder sehen vor dem inneren Auge und mal auf ganz andere Gedanken kommen - das sind so etwa die landläufigen Idealvorstellungen davon, was ein Klavierrecital mit späten Schubertstücken oder ein Quartettabend mit Beethovens op. 130 im Zuhörer anzurichten hat. Ganz unvorstellbar wäre das gewesen für die Konzertgänger zu Lebzeiten dieser Komponisten, ein kulturhistorisches Mißverständnis, eine Beleidigung für das Stück ebenso wie für den Autor und die Interpreten."

Vielen Dank, das empfinde ich genauso und ich bin froh, dass das auch mal gesagt wird! Und in dem Moment, in dem die Klassik dieses wirklich LEIDIGE Image loswird, in diesem Moment haben wir die Orchesterkrise oder die Klassikkrise im allgemeinen überwunden.

Dazu müssen die Menschen aber auch mehr darüber lernen, WAS sie da hören, und da wären wir dann wieder bei der Bildungspolitik.

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20. August 2007 15:41

schmales Repertoire...

Martin Morgenstern (Solobratscher)

Über Lang Lang, auf den nun, da er bekannt und "hip" ist, die meisten Musikkritiker einmütig eindreschen, als wärs schon eine Schande, populär zu sein, würde ich mir kein Urteil erlauben, was das Repertoire angeht. Hat er doch bisher gerade mal eine Handvoll CDs veröffentlicht. Aber: was haben wir denn von Herrn Brendel in den letzten zwanzig Jahren gehört? Beethoven, bißchen Bach, bißchen Mozart, viel langweiligen Schubert.

Da beißt sich die Argumentation mit dem schmalen Repertoire irgendwie in den Schwanz.

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20. August 2007 14:42

blumenreiches Nichts

Christoph Domernicht (Radomer)

Dieser Artikel ist ein schönes Beispiel für ein wortverspieltes Aufblähen einer simplen Aussage. Sänger, die mit ihrem stimmlichen Kapital nicht haushalten, zehren es rasch auf. Dafür ist der Beitrag einfach zu lang und das sprachlich selbstverliebte Beiwerk ärgert. Die Konkurrenz schreibt so etwas prägnanter. Zumal diese Tatsache und ihre Ursachen der überwiegenden Leserschaft der FAZ sicherlich präsent sind.

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20. August 2007 14:40

LangLang – schmales Repertoire?

Klaus Neuhaus (kneuhaus)

Unter den Pianisten geht das Gerücht um, LangLang habe in seiner 3-jährigen Studienzeit am Curtis Institute in Philadelphia 80 Klavierkonzerte auswendig gelernt. Das ist doch alles andere als ein schmales Repertoire!

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