Anna Netrebko zeigt in Wien viel, blieb aber auch viel schuldig

Anna Netrebko in Wien

Dort schmollt Lulu

Mit Hollywoodmündchen sieht sie so nett aus: Anna Netrebko singt an der Staatsoper Massenets „Manon“. Anders als im Salzburger „Figaro“ sieht man zwar viel Anna fürs Geld, doch vom Charme der Partitur ist leider nichts zu hören.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. März 2007 11:54

Anna Netrebko

Raimund Kaemper (Kraipi)

Dies ständige Genörgel um Anna Netrebko
ist nicht mehr zu ertragen. Dies gilt besonders
für weibliche Kritik. Etwas eifersüchtig?!

Gutes Aussehen, eine schöne Stimme und Charme
(Waldbühnenkonzert mit Domingo und Villacon)
erwecken offensichlich Neidgefühle.

Darüber hinaus wird übersehen, dass gerade Anna Netrebko durch ihr Auftreten für das Ineresse
an der Oper -auch bei jungen Menschen- viel getan hat.

Im übrigen ist kaum ein Mensch mit 35 in solch einem Beruf absolut vollkommen.

Also etwas mehr Sachlichkeit wäre erfreulich.

Raimund Kaemper

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10. März 2007 18:56

Entweder man hasst sie, oder man liebt sie, ein Plädoyer für mehr Objektivität

Markus Strauss (DerJaegermeister)

Zunächst an den vorherigen Autor:

Es ist nicht die Aufgabe eines Kritiker, selbst zu singen.
Man kann auch einen Fußballer kritisieren, ohne selbst ein ähnlich guter Fußballer zu sein...
Nur, wenn jemand den Anspruch erhhebt, Fußballer oder Sopranistin oder was auch immer zu sein und damit sein täglich Brot verdient, muss er sich auch mit anderen Fußballern vergleichen lassen.

Das Problem ist, dass der Hype um Madame Netrebko die Leute zu sehr polarisiert und einen objektiven Blick erschwert.
Die einen lieben sie und übersehen gerne ihre Schwächen - soo gut ist sie (noch) nicht. Ich hoffe, ihr Ruhm steigt ihr nicht zu sehr zu Kopfe und sie feilt an sich.
Andere aber, vom hype genervt, kritisieren sie übermäßig, so auch hier.
Die Kritikerin ist sehr darauf fokussiert, Anna Netrebko zu schlecht zu schreiben, dass sie die anderen vergisst. Denn: So gut waren viele der anderen nicht, im Gegenteil. Sie kommen viel zu gut weg, während Anna Netrebko übermäßig stark schlecht gemacht wird.
Das nächste Mal bitte ein klein wenig mehr Objektivität, wenn man bitten darf.
Eine "Rezension" soll keine Plattform sein, um persönliche Abneigungen auszuleben.

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07. März 2007 09:46

Laßt die Netrebko in Ruhe!

Hugo Zsolnai (zsolnai)

Was motiviert vorwiegend Frauen auf Anna Netrebko so hinzuhauen? Gibt es keine Objektivität mehr? Meist kritisieren Leute, die in ihrem Leben noch keinen richtigen Ton gesungen haben. Man kann vieles bezweifeln. Tatsache bleibt, dass Frau Netrebko eine aussergewöhnlich schöne und perfekt sitzende Stimme hat. Das Timbre ist in seiner Art einmalig. Ebenso die Darstellung. Stimme und Erscheinung passen gut zusammen. Berühmte Dirigenten und Künstler bestätigen die herausragenden Leistungen dieser Künstlerin. Eine Stimme ist ein Geschenk (Gottes oder der Natur?) und ihre Ausbildung eine mühsame , ernst zu betreibende Angelegenheit. Allen KritikerInnen möchte ich zurufen:"Versucht es einmal selbst!" Dann werdet ihr ein bißchen, aber auch nur ein bißchen verstehen, welche Leistung Anna Netrebko Abend für Abend abliefert.

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05. März 2007 15:56

Netrebko überschätzt?

Evelyn Frick (Evelyn445)

Als Callas-Fan drängt sich mir der Verdacht auf, dass in unseren mageren Opernzeiten ein ganz nettes Stimmchen gepaart mit gutem Aussehen schnell zum Star hochgejubelt wird. Doch die Substanz fehlt. Die Netrebko hat so wenig Bühnenpräsenz. Wird sie ganz einfach überschätzt?

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