
Alle Achtung , Herr Th. L. ist in seiner Beschränktheit doch fähig zu erkennen wenn ihm ein Geistesmensch gegenüber sitzt. Das irritiert das schlichte Gemüt, lässt ihn ausrasten.
Gerhard Stadelmaier ist der Einsame seiner Zunft der, wenn er Scheiße erleben muß, diese auch als solche benennt und dem traurigen Umstand immer wieder bewundernswerte, große literarische Form gibt.
Einer der nicht konformistisch von "interessant" und von der "wunder-wundervollen experimentalen Ästetik" faselt, von "der spannenden Qualität des Misslingens", weil einer z.B. seinen Privatpimmel zur Kunstform erklärt und daher als "Künstler" zu gelten hat.
Dankenswert, daß Herr Th. L. dies durch seine "vorpubertäre Aktion" noch mal einer breiteren Öffentlichkeit deutlich macht und die "Verantwortlichen" zur Stellungnahme zwingt - dafür sei ihm eine Karriere bei Hartz IV gerne gegönnt.
Die duckmäuserischen Kritiker-Kollegen auf Strizz Niveau sollen weiter neugierig sein "was sich daraus entwickelt" - ich danke Herrn Stadelmaier daß er sich, staunenswert unerschrocken, weiter für sein theaterbegeistertes Publikum einsetzt, sich dabei oft einem widerwärtigem "Ausscheidungs-Theater" (Tassilo:"üch-üch") aussetzt - seine Rezensionen gehören zu den Höhepunkten deutschsprachiger Publizistik, Grund genug sich auch in München allmorgendlich auf die FAZ-Lektüre zu freuen.

Herr Oberkritiker der Oberzeitung,So war`s in der DDR.Anruf beim SED-Kreissekretär,Anruf beim Theaterleiter,Entlassung.

Der Schauspieler ist etwas weit gegangen. Der Kritiker hat überreagiert. War sonst noch was?
Wie kann man sich dermaßen über so eine Lappalie auslassen?

Publikumsbeschimpfungen hin oder her. Die persönliche und gezielte Beleidigung eines Menschen unter dem Deckmäntelchen der Freiheit der Kunst, ist ein Akt der Gewalt, der nichts mehr mit Kunst zu tun hat. Mit den für diese Freiheit der Kunst vorgebrachten Argumenten, könnten wir Häuser in Brand stecken und die Feuerwehr auch noch am Löschen hindern.

Ich verstehe Herrn Stadelmaier nicht. Wenn man diese Art von Aufführungen hasst (und ich hasse sie auch), schweigt man sie tot und bauscht solche Vorfälle nicht noch auf. Warum gehen Sie in solche Vorstellungen und verschaffen Ihnen Publizität? Denn auch ein Verriss ist Werbung, auch eine Klage ist Werbung. Gerade das wird doch gesucht, künstlerische Einfallslosigkeit lebt schon immer vom billigen Skandal. Das Wesen des Kitsches ist es, grell zu sein, und der Fluch des Wahren, Guten und Schönen, dem ungeübten Auge nicht aufzufallen.

Herr Stadelmeier, vielen Dank für Ihre Version der Vorgänge. Denn in der (Rundschau) hab ich von ihrer Kollegin ganz was anderes gelesen. Von wegen "rausgeschmissen" und "tätlich angegriffen". Haben Sie den Saal freiwillig verlassen? Und falls ja, warum lassen Sie sich das gefallen? Wenn ich mich meiner Freiheit beraubt fühle, dann wehre ich mich. Und zwar sofort. Sie aber gehen zu Ihrem Herausgeber, lassen bei irgendeinem Bürgermeister anrufen, fordern kindlich die Entlassung desjenigen, kommen durch und fühlen sich auch noch gut dabei. Sie lassen sich erst das Spielzeug wegnehmen, laufen weinend weg, und gehen zu Ihrer Mama. Sehr schwach! Genau so schwach ist ihre Rechtfertigung. "Ich, ich, ich!" schreiben Sie, Herr Stadelmeiser. Das ist wohl der FAZ-Gerichtshof. Sie sagen: Ich klage an, ich führe den Beweis, und ich verkünde das Urteil, und ich vollstrecke. Sie meinen also, weil Sie bei der FAZ arbeiten, hätten Sie die Wahrheit von Gott verliehen bekommen. Nein, nein, Herr Stadelmeier, ich glaube Ihnen nicht. Sie haben nur auf die Gelegenheit gewartet, das Schauspielhaus Frankfurt ordentlich zu diskreditieren. Sicher, das Sprechtheater ist schlecht. Aber warum blasen Sie sich so auf? Warum kosten Sie so Ihre vermeintlich Allmacht aus? Ich kenne Ihre sonstigen Kritiken nicht. Aber warum missbrauchen Sie Ihre Zeilen, die eigentlich eine Kritik sei soll, als Anklage in eigener Sache? Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit. War das notwendig, Herr Stadelmeier?

......als beleidigte Leberwurst. Gekränkte Eitelkeit, die zur Kündigung eines Schauspielers führen soll?
Wem sollte hier eigentlich gekündigt werden?

es ist vollbracht! das ohnehin seit jahrzehnten ruinierte deutsche theaterwesen hat sich - gewissermaßen in letzter konsequenz und folgerichtig - selbst gerichtet. die geschmacklose posse mündet in gewalt gegen den kritiker, der - unversehens - zum hauptdarsteller einer schmierenkomödie wird und vice versa der schauspieler zum kritiker des kritikers. worauf sich kritiker der kritik des kritikers des schauspielers finden nebst beteiligung der hochehrenwerten oberschauspie... äh bürgermeisterin der stadt frankfurt.
außerdem kann ich nicht glauben, daß das obige photo tatsächlich die die intendantin des frankfurter schauspiels darstellen soll. realsatire?
dagegen sind die mohammed-karikaturen ja kalter kaffee.
weiter so!