Allensbach-Analyse

Nüchterne Wechselstimmung

Da sich nur sechs Prozent der Bevölkerung von der Krise stark berührt fühlen, ist das Vertrauen zu Kanzlerin Merkel fest. Auf die Bundestagswahl blicken die Wähler ohne Befürchtungen - aber auch ohne Hoffnungen. Von Renate Köcher

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Juni 2009 14:51

Herr Ullrich

Thomas Wenzel (Coloneltw)

dem stimme ich zu. Die deutschen vergessen zu schnell. Über Spendenskandale ganz zu schweigen. Ich muss ehrlich gestehe wenn ich Pabst wäre würde ich Anzeige erstatten. Denn eine Partei Christlich zu nennen wo sie sich nicht an die 10 gebote hält (z.B. Lügen oder Ehebrechen) halte ich für sehr schlecht. Wenn sie sich christlich auf die Fahen schreibt, sollte sie sich auch an diese allgemeinen christlichen Grundsätze halten. Aber Lügen tun alle politiker von daher dürfte keiner das Wort Christ in den Mund nehmen.
Ich bin mir sicher nach 4 Jahren Schwarz/Gelb sieht Deutschland viiiiiiiel besser aus als heute. Wenn nicht schieben sie es auf Rot/Grün wie immer.
Es gibt da die Geschichte von dem Politiker mit den 2 Briefen für seinen Nachfolger --> sehr passend. Wenn es S/G geschafft hat D da hin zubringen von Island schon ist werden die Menschen vielelicht aufwachen und nicht mit Gottvertrauen diesen Typen alles abnehmen was sie so labern. Es ist nunmal nicht immer das drin was draußen dran steht. Christliche Werte in der CDU/CSU? Soziale Politik bei der SPD? Umweltthemen bei den Grünen? Bürgerliche Politik bei der FDP? Wir sind alles Bürger dieser Republik, zählen nur Stimmen der Besserverdienenden Herr Westerwelle?

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18. Juni 2009 10:06

Merkel und Westerwelle ....

bernd ullrich (demokrat2)

.... gönne ich, trotz großer Bedenken, einen Wahlsieg. So können beide dem deutschen Volk zeigen wie sie den Schaden beheben wollen, den sie selbst angerichtet haben. Selbst verschuldet deshalb, weil der Niedergang Deutschlands unter FDP und CDU/CSU-Führung bereits Ende der achtziger Jahre begann. Die Marktkräfte sollten alles regeln. Vor allem sollten die Aktionäre das große Geschäft machen. Die Folgen führten gerade zum Gegenteil. Ein nie da gewesener Verlust an Geldwerten, Lohndumping, Zeitarbeit, Insolvensen, Verschuldung und Bildungsarmut. Die Philosophie, möglichst ohne Kontrolle am Markt agieren zu können, ist in die Hosen gegangen ist. Heute wird dies noch verharmlost, aber nach der Wahl werden die Verwerfungen richtig deutlich werden. FDP und CDU/CSU die alten Heilsbringer? Das geht nur noch einmal. Schon vergessen? Die Staatsverschuldung unter Kohl/Genscher war die höchste, die wir hatten. Auch bei den Arbeitslosenzahlen liegen FDP und CDU/CSU einsam in Führung. Wenn die Deutschen nichts aus der Vergangenheit gelernt haben, na bitte, nur zu. Nach einiger Zeit Schwarz/Gelb wird Rot/Rot/Grün keine Ressentiments mehr wecken und eine wirkliche Alternative sein.

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18. Juni 2009 08:32

Im Endeffekt spielt es keine Rolle

Thomas Wenzel (Coloneltw)

selbst wenn eine Partei viele gute Ideen hat, wird sie sie nie umsetzen können selbst mit absoluter Mehrheit. Denn Ideen kosten Geld und das ist zur Zeit knapp.
Mal abgesehen davon hat eine Regierung keinen Einfluß auf den Arbeitsmarkt - der reguliert sich selbst. Nur die grundbedingungen (Sozialabgaben/Steuern) haben eventuell einen geringen Einfluß. Aber wenn ein Unternehmer einen Angestellten benötigt damit der Umsatz einfährt ist es egal ob er Sozialleistungen zahlen muss. man darf nicht vergessen, im Durchschnitt arbeiten wir ca. 1-1,5h am Tag um die eigenen Unkosten zu erarbeiten, der Rest ist Zugewinn für den Unternehmer. Also selbst wenn die Abgaben steigen dann arbeiten wir eben 2h für unsere Unkosten aber bis auf 8h ist es noch ein langer Weg. Und in Ländern ohne dergleichen Abgaben gibt es auch Arbeitslose, die wird es immer geben. Vater Staat muss sich nur darum kümmern, dass Arbeitslose eine Perspektive haben und nicht durch das Netz rutschen. Den Rest muss jeder selbst klären (Jobsuche, Arbeiten). Und genau diese Aufgabe wird weder von Rot, noch von Grün, Schwarz oder Gelb erfüllt. Hier sind Arbeitslose=Kriminelle, Faule und Ausgeschlossene und niemand ändert das und das ist einfach nur traurig!!!

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17. Juni 2009 17:42

Es ist noch zu frueh...

Andreas Dybowski (adybowski)

Noch hat sich die CDU/CSU nicht zu Programausagen durchringen koennen. Die von Allensbach befragten Waehler wissen was sie von der SPD, DEN GRUENEN und der FDP erwarten koennen - und vermuten, dass die CDU zu keinem bahnbrechenden Programm willens oder faehig ist. Wie seit langem wird also in der Bundesrepublik auf das vemeintlich geringere Uebel spekuliert. Es ist traurig, dass die Demokratie in unserem Lande nicht mehr zu Stande bringt, als den vermeintlichen Willen der Wahlbuerger zumindest fuer den einen, entscheidenden Wahltag zu befriedigen. Es fehlen die mitreissenden Zukunftsperspektiven. Wo sind die Visionen, wie unser Land in 10 bis 20 Jahren aussehen soll - und wie das bewerkstelligt werden kann. Gaebe es das, wuerde WAEHLEN wieder Spass machen. So ist es aber ein trauriges MUSS um Schlimmeres zu vermeiden. Nuechterne Wechselstimmung ist eigentlich ein Sinnbild fuer das Fehlen einer guten und lebendigen Politik in unserem Lande. Schade um die verpasste Chance.

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17. Juni 2009 17:03

Warten wir ab

Thomas Wenzel (Coloneltw)

wenn wir schwarz gelb haben muss merkel die ausgaben der letzten Tage wieder reinholen. MwSt auf 25%, diverse erhöhung der anderen steuern, dazu senkungen der sozialleistungen - und am ende war das alles für die Katz. In 4 jahren wird die CDU froh sein noch 5% zu schaffen. Die Bev. lässt sich das nicht bieten. Zu guter letzt steht noch die vernichtung der Demokratie und unserer Freiheit durch Schäuble. Seinen geplanten Polizeistaat voller Unterdrückung und Spionage der bev. nach Stasi Art wird ebenso nicht zu deren Gunsten ausfallen. zur zeit versteht es Schwarz Gelb alles auf Rot zu schieben. Solltet ihr gewinnen könnt ihr eure Verantwortung nicht mehr abschieben können. Die Grundschulden haben wir Merkels Vorgänger zu verdanken. Ohne ihn wären wir nicht so krank wie heute in der Kriese.

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17. Juni 2009 11:23

"Knappe Mehrheit" für Schwarz-Gelb?

Ralf Kowollik (InterNETkobold)

Auf Seite 1 der gedruckten FAZ ist heute zu lesen:
"In der Sonntagsfrage des Allensbach-Instituts kommen CDU/CSU nur noch auf 36 Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte), die SPD auf 24,5 (minus 1,5). FDP und Grüne können sich mit 14,5 und 11,5 Prozent um je einen Prozentpunkt verbessern, die Linkspartei stagniert bei 9,5 Prozent. Schwarz-Gelb hätte danach eine knappe Mehrheit."
Die FAZ unterschätzt offenbar das Potential für Schwarz-Gelb. Bei 50,5% für Union und FDP gegenüber 45,5% für SPD, Grüne und Linke ist das nach meinem Dafürhalten keine "knappe", sondern eine absolute Mehrheit für Schwarz-Gelb.

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17. Juni 2009 10:52

Angesichts der wachsenden Staatsverschuldung

Charlotte Simmens (Charlet)

rechnen die meisten eher mit steigenden Belastungen. Leider ist davon auszugehen, dass das Gefühl die Wähler nicht täuschen wird. Statt Entlastungen bei Steuern und Abgaben werden Belastungen die Folge des Handelns in der Krise sein. Es wird aber noch schlimmer kommen. Mittelfristig werden alle Staaten, also auch Deutschland, nicht umhin kommen, zu anderen Mitteln, als zu weiteren Steuer- und Abgabenerhöhungen zu greifen. Um die enormen Schuldenberge abzutragen und die resultierenden Zinslasten schultern zu können, werden die Zentralbanken konzertiert auf eine hohe jährliche Inflationsrate hinsteuern. Im Ergebnis kann das für viele Bürger noch negativere Auswirkungen haben, als die Erhöhung von Steuern und Abgaben. Alle diejenigen, die auf ihre Regierungenen vertraut haben und für ihre Altersversorgung z. B. mittels des Abschlusses einer Kapitallebensversicherung vorgesorgt haben, werden feststellen, dass sie sich für die am Ende des Tages erlebbare Summe nicht mehr viel kaufen können. Das Ergebnis ist eine kalte Enteignung. Diejenigen, die noch in Sachwerte flüchten können, sollten noch retten was zu retten ist.

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17. Juni 2009 09:48

Nüchtern?

Jacob Palczynski (palle_czynski)

"Nüchtern" ist meines Erachtens nach in diesem Fall ein Euphemismus für "resigniert".

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