26. Juni 2009 Die besonders kleinen und günstigen Netbooks rollen den PC-Markt von unten her auf und revolutionieren ihn grundlegend. Anfangs für den Massenmarkt in Schwellenländern gedacht, sind sie eine immense Herausforderung der gesamten Branche geworden. Denn die Kleinen gewinnen an Größe.
Erhielt man im vergangenen Jahr mickrige Bildschirmauflösungen von 1024 × 600 Pixel für rund 400 Euro, beißen sich die Netbooks nun in jenem Marktsegment ein gehöriges Stück vom Kuchen ab, das bislang von horrend teuren Lifestyle-Produkten geprägt war. 2008 war ein leichter 1,3-Kilogramm-Laptop mit 1366 × 768 Pixel mit der sogenannten WXGA-Auflösung das exklusive Werkzeug des Abteilungsleiters.
Natürlich macht man Kompromisse
Nun bringt MSI den X340 mit ebendiesem Gewicht und dieser Bildschirmauflösung zu Preisen von 700 Euro an. Nur halb so teuer wie das Design-Vorbild Mac Book Air, an dem er sich orientiert. Natürlich macht man hier Kompromisse bei Tastatur, Verarbeitungsqualität und Akkulaufzeit.
Aber schon rollt die nächste Welle attraktiver WXGA-Maschinen an, und die Preise sind heiß: Asus kommt mit dem UX 50, hier gibt es für 900 Euro sogar eine Bildschirmdiagonale von fast 16 Zoll. Acer startet beim Aspire One 751 mit 430 Euro, und der Sechs-Zellen-Akku soll sogar länger als acht Stunden durchhalten.
Heiße Zeiten für Mitbewerber
Der Knüller ist indes das Lenovo Ideapad S12 mit 1280 × 768 Pixel und dem Ion-Grafikkern von Nvidia. Als Geforce 9400 verrichtet dieser selbst in ausgewachsenen Laptops seinen Dienst und katapultiert die Netbooks damit in eine ganz andere Liga. Das Gerät kommt im Herbst für rund 500 Euro in den Handel. In diesen heißen Zeiten werden sich jedenfalls etliche Mitbewerber noch warm anziehen müssen.
Text: F.A.S.
Bildmaterial: Hersteller