Das Netz ist verführerisch und gefährlich zu gleich, wie “der Kuss der Spinnenfrau“

Wikipedia gedruckt

Lasst die Links im Internet!

Nach knapp 20 Jahren World Wide Web haben Unternehmen noch nicht verstanden, dass das Internet ein eigenes Medium ist. Bertelsmann druckt die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Ist das Prinzip Hypertext so schwer zu verstehen? Von Marco Dettweiler

Lesermeinungen zum Beitrag

23. April 2008 22:11

Kein Wunder - wir leben im Kapitalismus

günther diedrich (richther)

Dieser Prozess wundert mich gar nicht, ist er doch bezeichnend für unser Wirtschaftssystem. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Großkonzern diese kostenlose Ressource für sich nutzen würde.

Mir tun allerdings diejenigen leid, die idealistisch und fleißig Beiträge geschrieben haben oder Geld für den Erhalt der Wikipedia gespendet haben. Sie haben für ein international operierendes Medieunternehmen gearbeitet. Kostenlos, ohne Lohn. Wird überhaupt ein Cent aus dem Buchprojekt der gemeinnützigen und durch Spenden finanzierten Wikipedia zufließen?

Ich erachte ein Umdenken in unserer Gesellschaft für notwendig. Es ist nicht falsch, wenn jeder einen Lohn für sich und seine Leistung fordert und erhält. Es wäre nur falsch, den Kapitalismus den Großkonzernen zu überlassen. Das hat lediglich die Ausbeutung von Privatpersonen zu folge. Ich denke, fileboom.de ist da auf dem richtigen Weg.

Wenn schon nicht alles kostenlos sein kann, dann sollte wenigstens jeder einen gerechten Verdienst bekommen!

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