28. Mai 2008 Vor der Cebit hatten Steve Ballmer und Bill Gates bereits vorausgesagt, dass das berührungsempfindliche Display die Innovation im Computerbereich sein würde. Nachdem Apple mit Produkten wie dem iPhone, das einen solchen Bildschirm hat, bereits in Serie gegangen ist, hat nun Microsoft in Kalifornien gezeigt, wie die Zukunft in ihrem Hause bald aussehen könnte. Am Dienstagabend präsentierte Microsoft auf der Branchenkonferenz D: All Things Digital in Kalifornien eine Vorab-Version des neuen Betriebssystems Windows 7 vor.
Der Clou: Ein Teil der Bedienung läuft über die sensitive Oberfläche des Bildschirms. Computer-Nutzer berühren das Display, um einzelne Objekte zu bewegen, drehen oder zu vergrößern. Apple-User kennen das bereits von ihrem Betriebssystem Mac OS X Leopard, das im Falle des iPhones eine solche Funktionalität auf dem Display zulässt und dem MacBook, das ähnliche Softwareeigenschaften aufgrund des Multitouch-Pads aufweist.
Windows 7 verfügt nun auch über eine solche Technologie. Der Nachfolger von Vista ist derzeit noch in der Entwicklung. Der Unterschied zu Apple: Die Microsoft-Technik funktioniert auf berührungsempfindlichen Displays, die es schon im Handel gibt und die nicht speziell für das neue Betriebssystem entwickelt werden müssten.
Ab 2010 soll Windows 7 geben
Im Wesentlichen dient die sogenannte Multitouch-Oberfläche für Anwendungen wie Dateien verschieben, Fotos bearbeiten oder auf einer Landkarte navigieren. Maus oder Tastatur sollen für die Benutzung nicht notwendig sein. Die Technik basiert auf dem Multimedia-Tisch Surface, den Microsoft im vergangenen Jahr vorgestellt hatte. Wichtig bei dieser neuen Funktion ist, dass das System mehrere Finger gleichzeitig erkennen kann. Auf der Cebit hatte das Fraunhofer-Institut sogar eine Technik vorgestellt, bei der es noch nicht einmal notwendig war, den Bildschirm zu berühren.
Windows 7 soll frühestens ab Januar 2010 verfügbar sein und auf der gleichen Hardware laufen, die auch für Vista empfohlen wird. Die derzeit verwendeten Anwendungen und Geräte seien kompatibel mit dem neuen System, erklärte ein Manager dem Branchenmagazin C-Net.
Text: @made
Bildmaterial: Microsoft