
Natürlich hängt es auch davon ab, was man mit dieser Platform bezwecken will! Ich persönlich sehe auf Anhieb auch keinen Nutzen für einen Journalist mittleren Alters bei Xing. Ausser dass er vielleicht den Kontakt zu zahlreichen alten Kontakten aufrecherhalten möchte (Denn jeder aktualisiert sein Profil selbstständig, so dass man immer auf dem Neuesten Stand über seine Kontakte ist. 1:0 für Xing vs. Telefonbüchlein und Visitenkartensammlung)... Aber wenn man sich tatsächlich fürs Geschäft interessiert, sprich einen Job sucht, einen Mitarbeiter sucht, einen Geschäftspartner sucht, Abnehmer sucht, etc..., dann ist Xing das non-plus-ultra!! Und dass sich bei Xing nur das mittlere Management tummelt...na und?!...erstens haben die CEOs von Grossfirmen nicht die Zeit sich bei Xing rumzutreiben und zweitens als ob Sie bspw. Herrn Ackernmann von der Deutschen Bank bei Xing anschreiben würden, um ein Business einzufädeln!!? Eigentlich ist dieser Artikel hier absolut lächerlich! Was hier für Beispiele angebracht werden..."im Small-talk Forum habe ich keine Business-Kontakte machen können!"- Ach was!! Das können Sie genauso wenig, wenn Sie Ihre Oma anrufen! Also, in Zukunft bitte ein wenig produktivere Artikel! thx. pp.

Ob Zeitvernichtung oder effektives Networking Tool - hängt wohl am stärksten davon ab, wie man selbst an die Sache herangeht. Wer sich einfach anmeldet und wartet, bis der Rubel rollt, hat nicht verstanden, was Networking überhaupt ist. Networking bedeutet aktiven Netzwerkaufbau. Das setzt ein ernsthaftes Interesse und Beständigkeit voraus (und nicht einen hohen Zeitaufwand!). Mal eben sowas innerhalb von 2 Wochen testen zu wollen, ist absurd. Außerdem spielt die eigene Kommunikationskompetenz eine erhebliche Rolle. Wie soll XING Kontakte bieten, wenn Sie als Person uninteressant sind?

Der Artikel trifft den Punkt. Für mich als Fondsmanager bringt Xing beruflich fast nichts. Es ist auch zu zweitklassig besetzt, die wichtigen Leute der Branche sind auf Xing nicht vertreten oder inaktiv. Stattdessen tummeln sich dort reichlich unseriöse Gestalten, Drücker und unseriöse Finznprodukte werden abgeboten. In meine Business-Umfeld wird Xing ehr belächelt und nicht ernst genommen. Xing hat eine gewissen Unterhaltungswert, es gibt Gruppen, die wenig bis keinen Businessbezug haben, wo über dieses und jenes (Fußball, Kino, etc.) gechattet wird, Witze erzählt und private Kontakte geknüpft werden. Für das Knüpfen privater Kontakte hat mit Xing wesentlich mehr gebracht als für das Knüpfen beruflicher Kontakte. Das geht soweit, dass Escorts über Xing ihre Dienste anbieten - nein, das meinte ich nicht mit den privaten Kontakten, die ich geknüpft hat. ;-) Dazu agiert Xing in letzter Zeit sehr ungeschickt und macht Fehler, die viele User vor den Kopf stoßen, der Artikel nennt einige Beispiele.

Wie immer ist nicht alles für jeden gut. Ich kann nur sagen, dass ich extrem begeistert bin von XING. 2005 habe ich einen Sponsor für den Jugendwettbewerb www.comeseedo.de gefunden, 2006 einen Geschäftspartner für www.askabit.de, 2007 den entscheidenden Seed-Investor für www.younect.de und 2008 schon sieben Top-Mitarbeiter für www.younect.de, das ist immerhin ein Drittel der Mitarbeiter. Morgen ist das Vorstellungsgespräch des potenziell 8. Mitarbeiters über XING. Keine andere Plattform habe ich so intensiv geschäftlich genutzt, und mit keiner anderen Plattform bin ich so zufrieden wie mit XING. Das liegt vor allem an der ausgefeilten Mitglieder-Suchfunktion, mit der ich bisher zu jeder meiner Fragen und Aufgaben Ansprechpartner, Kollegen, Investoren und Sponsoren gefunden habe. Natürlich gibt es auch noch andere Wege. Aber als Businessplattform gibt es - für mich - keine bessere als XING.

Der Punkt ist meines Erachtens, dass Web 2.0 auch ein Umdenken beim Benutzer erfordert. Nur dann funktioniert Web 2.0 für jemanden gut. Mit meinem Profil https://www.xing.com/profile/Konstantin_Breyer habe ich bereits neue Kunden, aber auch neue Mitarbeiter gefunden und erfolgreich für eine größere Bekanntheit meiner Website http://www.pr-agentur-xpand21.de gesorgt - also nicht nur Kontakte sondern auch Kontrakte generiert. Zugegeben, xingen kostet Zeit, und nicht zu wenig. Doch wenn man verstanden hat, wie Netzwerken im Web 2.0 für alle Beteiligten ein Gewinn wird, ist diese Zeit ausgesprochen sinnvoll investiert. Ich habe das Glück, dass es mir außerdem Spaß macht, via Xing über berufliche Themen zu kommunizieren. Vereinfacht könnte man sagen: "Tue Gutes und sprich über Dich". Erklärung: Tue Gutes, indem Du Wissen weitergibst, und zeige damit Deine eigene Kompetenz. Ich glaube - und als gelernter Journalist und Public-Relations-Fachmann traue ich mir diese Einschätzung zu - Plattformen wie Xing und Co. gehören zu den wichtigen Medien der Zukunft.

Die eigentliche Zeitvernichtung findet doch wohl eher statt, wenn jemand alle Seiten einer Tageszeitung komplett und vollständig durchliest und hinterher keinen Deut schlauer ist als vorher. Fakt ist, das Leser dieses Symbols der kommerziellen Old Economie kaum 1% des Inhalts tatsächlich lesen, sofern diese einen persönlich relevanten Inhalt überhaupt erst mühsam finden. Eine Interaktion finde ja sowieso nicht statt. Wenn jetzt ein Journalist versucht, als Premiummitglied (durch Beobachtung) bei XING irgendwelche spektakuläre und reisserische Stories für Leser zu finden und dann bei Singles und Esoterik stecken bleibt und schliesslich darüber berichten muss, dann bleibt mir nur ein müdes Lächeln: Aus ihm ist (zum Glück) oder gerade deshalb kein erfolgreicher Unternehmer geworden, weil er das gewaltige Potential von XING weder erkannt hat noch zu Nutzen in der Lage war.

... man muß es sich erarbeiten oder man findet jemanden der es einen zeigt. Dann ist es keineswegs eine wie Herr Weiderich schreibt Zeitvernichtungsmaschine, sondern ein Gelddruckmaschine! Wenn man sich natürlich in X Gruppen anmeldet und sich bei Diskussionen oder beim flirten verliert, vernichtet man Zeit! Gewußt wie, sag ich nur! Ich bin sicherlich auch täglich 3-4 Stunden am XING´en dadurch spare ich monatlich aber auch gut 5 T€ Werbebudget und wir haben deutlich bessere und qualitativ hochwertige Kontakte als über Print- oder Online- Anzeigen. Heute bekomme ich für eine XING Schulung 1,5 T€ Honorar und meine "Schüler" sind begeistert. Die FAZ kann mich auch gerne buchen ;-) Täglich neue qualifizierte Kontakte zu potenziellen Franchise-Nehmern ... und das budgetschonend! ... hieß einer meiner letzten Artikel welchen dazu schreiben durfte.

Natürlich kann man dem Verfasser durchaus folgen, wenn er sagt, dass Xing eine zeitvernichtungsmaschine sein kann. In der Tat kann man sich schnell in endlosen Diskussionsrunden der Foren verirren. Das gilt aber auch für andere Foren, insofern liegt es an jedem selbst, inwiefern er seine zeit da verschwendet. Als Kontaktbörse oder Networking-Plattform hat Xing hingegen schon vielfach gute Dienste geleistet. Ich konnte sehr schnell freie Kollegen finden, die genau das anbieten, was ich für meine Redaktion suchte. Auf der anderen Seite haben sich auch für mich Aufträge über Xing ergeben. Es hängt eben wirklich davon ab, wie man es einsetzt. Wir haben zum Beispiel für unser Buchprojekt "Das Schreibbuch" (www.das-schreibbuch.de) Autoren gezielt auf Xing gesucht - und gefunden. Das Buch ist mittlerweile gedruckt und erfreut sich akzeptabler Beliebtheit. Auch hier war Xing also ein hilfreiches Werkzeug. Pauschalisierungen zu einem derartigen Werkzeug zu verfassen - wie in dem FAS-Artikel geschehen - , bietet sich meiner Meinung überhaupt nicht an, da man den Nutzen oder Nicht-Nutzen einer derartigen Plattform gar nicht eindeutig beantworten kann. Es hängt eben - so sei es noch einmal gesagt - von jedem Einzelnen ab.

Über Xing habe ich schon recht viele Stellenangebote bekommen bzw. als Selbständiger auch schon Aufträge. Dazu genügt übrigens die kostenlose Mitgleidschaft. Wenn man eine halbwegs gesuchte Qualifikation hat und diese in seinem Profl darstellt wird man gefunden, auch ohne an Diskussionen teilzunehmen. Denn die sind in der Tat unerquicklich. Gerade in der im Artikel erwähnten Politikgruppe diskutieren Lehrer mit offenbar beschäftigungslosen "Beratern" und anderen Maulhelden auf Stammtischniveau, es ist kein Verlust, wenn sie geschlossen wird. Andere Gruppen werden beherrscht von eitlen Selbstdarstellern. Dafür ist der Aha-Effekt beim Stöbern nach Schul- und Studienkameraden tatsächlich gut für Partygespräche.

Zeit ist ein knappes Gut geworden und es gibt viele Möglichkeiten diese zu investieren. In wie fern es nun Zeitverschwendung ist, über Xing Kontakte zu pflegen oder beruflich sein Netzwerk auszubauen, kann meiner Meinung nach nicht pauschal beantwortet werden. Wenn ich mir ansehe, wie viele Stunden mit stupiden Online Games verbracht wird, scheint mir Xing eine durchaus sinnvolle Beschäftigung. Das der Autor in seinem Selbstversuch kein Geschäft anbahnen konnte, liegt sicherlich nicht an dem Konzept von Xing, sondern in dem Angebotspotential des Geschäftssuchenden. Aus meiner Erfahrung funktioniert Xing perfekt und zwar immer dann wenn Angebot und Nachfrage im Verhältnis stehen. Allein die Möglichkeit in sekundenschnelle in ganz Europa Menschen finden, die relevante Informationen zu bestimmten Themen geben können, ist ein enormer Mehrwert. Außerdem habe ich mit Xing meine Kontakte immer auf dem letzten Stand. Die sog. "Digital-Natives" werden gar keine Alternativen mehr kennen.

Hallo, ich sehe das genauso. Anstatt man losläuft und Kontakte knüpft oder sich einfach nur persönlich mit Menschen unterhält, wartet man bei Xing auf den großen Unbekannten nach dem Motte die Hoffnung stirbt zuletzt. Da ist mir doch meine reale Welt tausend mal lieber. Lieben Gruß

Wie schon ein Mit-Kommentator sagte, es stellt sich die Frage, welche Art von Jobs man über Xing generieren möchte. Nur weil man einen Eintrag gemacht hat, bekommt man noch keine Anfrage. Aber so ist das mit dem Netzwerken. Wer ohne Forderung einer Gegenleistung bereit ist zu geben, wird im Nachhinein durch die dann erworbenen neuen Kontakte manchmal von einer Anfrage (positiv) überrascht. Klingt seltsam, ist aber so =) Unsere Agentur hat durch ein vernünftig gepflegtes Profil der Angestellten dieses Jahr schon mehrere Anfragen für unterschiedliche Jobs erhalten und einige dieser Anfragen sind auch in handfesten Aufträgen geendet. Klar, alles Jobs, die sich um Design, Web & Co. drehen. Wir reparieren keine Toiletten… Technisch ist Xing ebenfalls in Ordnung, jedenfalls kann ich benötigte Kontaktdaten in einem für mein iPhone verwertbaren Format herunterladen. Auch klappen Nachfragen – ohne eine genaue eMail-Adresse meines Partners zu kennen – schnell und unkompliziert. Sicherlich, nicht alles, was über die Plattform läuft hat beruflichen Charakter, doch wird es hier zu 90% beruflich genutzt. Man kann nicht einfach ein Schild über die Tür hängen und der Meinung sein, dass die Kunden dann von alleine kommen…

Der Artikel `Xing - Die große Zeitvernichtungsmaschine´ zeigt, das viele untreffende Erwartungen an das Web 2.0 gestellt werden, die deswegen nur enttäuscht werden können. Interessant wäre zu wissen, was denn eigentlich die Autoren in ihrem Selbstversuch beruflich erreichen wollten. Das sagen sie leider nicht. Gerade im Web 2.0 ist es entscheidend, wofür man das Netz einsetzt. Suche ich einen Klempner oder einen Mitarbeiter für meinen Autohandel ist Xing sicher nicht das richtige Forum. Das Web 2.0 ist natürlich in Branchen, die sich mit digitaler Technik beschäften, sinnvoll. So ist Xing z.B. im Bereich der mobile industrie, der Gameindustrie oder auch für Programmierer heute wichtige Stütze, um Menschen zu finden, die einem beruflich in der einen oder anderen Form hilfreich sind. Aus dieser begrenzten Sicht heraus drängt sich mir der Eindruck auf, daß es in dem Artikel mehr darum zu gehen, einen Internetskeptiker, der nicht überzeugt werden wollte zu überzeugen, was natürlich kaum gelingen kann. Neue Technologien bringen ihren Nutzen in erster Linie in einem Umfeld, das erst durch die Technologie entsteht. Was mich an den Chef erinnert, der sich seine Emails immer ausdrucken lässt, weil er Internet nicht kann.

Man muss kein chinesischer Muttersprachler sein, um zu verstehen, dass "Xing" "crossing" ausgesprochen wird. Und genau darum geht es ja auch: Xing ist die Webkreuzung, auf der sich die Menschen begegnen sollen.

Meiner Ansicht nach wird Xing überschätzt. Es ist aber auch nur eines von vielen Kontaktknüpfungsportalen. Große Nachteile dieses sehe ich in der sehr unübersichtlichen und zergliederten Oberfläche sowie der Tatsache, dass man über 100 € p.a. investieren muss, um mit seinen Kontakten auch in Kontakt treten zu können (Was ist das für eine Philosophie? Respekt!). Kostenfreie Mitglieder sind Kunden "2. Klasse" (also Schmarotzer am Netzwerk) und als solche in allen Bereichen, die Mehrwert hätten, zur Passivität verdammt. Andere Plattformen machen vor, dass es auch besser geht, vor allem kostenlos und mit mehr Komfort.