Die Zahl der Online-Spiele ist rasant angestiegen

Online-Spiele

Nicht einsam, aber süchtig

Computerspiele machen einsam, sagen die Eltern. Das ist falsch. Gerade im Netz findet man tausende Mitspieler. Doch Online-Abenteuer bergen ein hohes Suchtpotential: Hunderte von Stunden verbringen Spieler oft bis zum Finalsieg. Von René Meyer

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Oktober 2008 09:55

Was soll man dazu sagen?

Sven Linscheid (VigarLunaris)

MMO(RP)G sind nuneinmal Spiele die einen gewissen Zeitaufwand voraussetzen. Der Grund dafür liegt schlicht und ergreifend im ökonomischen Bereich des Spiels an sich begraben. Ein "normales" Spiel mit 20-40 Stunden Unterhaltungswert wird einmal Verkauft, durchgespielt und darf dann verstauben. Ein MMOG hingegen lebt durch seine monatlichen Gebühren, die ja je nach Spiel, um die 15 Euro betragen können. Daher ist ein wesentlich höhrer Zeitaufwand von Nöten um dort Gewinne erzielen zu können. Einsam, bestimmt nicht, wie oft Treffen sich Gildenspieler auf Treffen. Sie Reden über privates und natürlich auch über Dinge des alltäglichen Lebens wo die Spielplattform mehr als Chatplattform genutzt wird. Wichtig dabei ist, das man erkennt wann es zuviel wird. Wenn man sein wirkliches Leben beginnt nach Hinten zu stellen, die Sonne nur noch von Fotos kennt, ist es wohl an der Zeit ein wenig darüber nachzudenken wie man den Konsum steuert. Doch schön zu sehen ist vorallem das diese Spiele immer mehr um Spieler kämpfen müssen. Also scheinen sich viele der Gefahr inzwischen bewußt geworden zu sein und diesem Genre mit Bedacht gegenüber zu stehen.

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30. September 2008 09:53

@Till Diesing

Alexander Hemp (Widerstaendler)

Herr Diesing, niemand bestreitet, das die Online Interaktion eine andere ist, als sich körperlich zu treffen. Ihre Einschätzung, das es einsam macht, ist dennoch absolut falsch. Ganz im Gegenteil fühlen sich Spieler sozial eingebunden und erfahren in vielerlei Hinsicht Erfolgsmomente im sozialen Miteinander. Ihre doch sehr eingeschränkte Sicht nur in Bezug auf CSS sollten sie auch auf das restliche Sortiment der Online Aktivitäten erweitern, bevor Sie hier kommentieren. Gerade der Satz: <<In einem Spiel sind die meisten Mitpsieler austauschbar gegen Computergegner (bots), das wird ein Computer mit Fußballspielern oder Musikern nie schaffen.>> grenzt an Naivität und beweist nur Unwissenheit und Ihre Unfähigkeit, sich mit der Sache richtig auseinanderzusetzen. Das trifft vielleicht auf CSS zu, da man dort kurze Matches mit klaren Zielsetzungen spielt, Gespräche über TS oder Ventrilo kaum mehr sind als knapp gebellte Anweisungen. Mit Online Rollenspielen oder Strategiespielen hat das so gar nichts zu tun. Ihre Vermessenheit, trotz der eigens zugegebenen Unwissenheit in diesem Bereich, weiter Behauptungen anzustellen, ist amüsant. Ihnen kann man nur raten sich besser zu informieren.

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30. September 2008 08:34

@ Garrona

Andreas Kromelt (AnKro)

Eine kleine Nachfrage: Spielen Sie CS oder allgemein Online Egoshooter? Ich glaube nicht, denn dann wüssten Sie, dass sie als Einzelner dort kaum eine Chance haben. Es sind Teamspiele und gerade das macht Spaß. Einfach nur durch die Gegend zu rennen und irgendwelche computergenerierten Gegner abzuballern, naja, hab ich auch schon gemacht, ist aber nichts gegen das Spielen mit einem guten Team gegen andere Menschen, die je nach Erfahrung und Können mehr oder weniger vorhersehbare Fehler machen. @Zabel24: Die Stämme? Welche Server denn? ;-)

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30. September 2008 07:33

Das sehe ich ähnlich

Thomas Wenzel (Coloneltw)

Alle Menschen, die Online Spielen sind Einsam und Süchtig, darum ist Online Spielen schlecht. Alle menschen die Computer Spielen vernachlässigen Ihre Arbeit und beruf darum solte man die Dinger abschaffen. Soll das der Konsenz sein? Das erste Schulattentat war in den 60igern. War da auch Onliendaddeln und Internet Schuld? oder waren es da Bücher und TV? So funktioniert diese Welt nicht. Jeder muss für sich selbst herausfinden wann er süchtig wird oder nicht. Eine gute Erziehung hilft dabei die grenzen zu kennen. Blos weil ich eine Woche lang jeden Abend einen Cocktail getrunken habe ich ich kein Alki. Und wenn ich jedes 2. Wochenende Online Zocke bin ich nicht süchtig. Es liegt an jedem selbst. Ich z.B. zocke mit Freunden online. Das heisst aber nicht, dass man nicht noch andere Hobbys hat. Parallel spiele ich Schach und zwar nicht online. Ich denke fast jeder Computer Spieler hat nebenbei noch andere Dinge und immer gewisse Phasen im Leben wo das ein oder andere überwiegt. Sucht und Einsamkeit ist das aber bestimmt nicht. Das Internet ist die neue Kommunikationsplattform. Man kann sie nicht abschaffen aber lernen mit ihr umzugehen. Und das ist die Aufgabe der heutigen Zeit besonders für die Eltern.

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29. September 2008 18:19

Wie immer wird von interessierter Seite

Michael Arndt (Mikel1962)

Ursache und Wirkung vertauscht. Nicht Ballerspiele und Killervideos schaffen Verrückte oder Einsame, die Produkte werden von solchen Leuten konsumiert. Alle Amokläufer oder Mörder, egal ob in den USA, Deutschland oder Finnland hatten einfach erhebliche psychische Probleme...

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29. September 2008 14:54

Rechnerleistung immer schwächer - egal ob im echten Leben oder virtuellen Leben

Michael Janoschka (Garrona)

Bots in Spielewelt: Es gibt kein Spiel, dass nicht durch Rechnerleistung gezielt besser sein kann. Selbst Fussball wird irgendwann durch Roboterspieler eine Weltmannschaftsauswahl schlagen. Warum? Weil ein Rechner eine Situation schneller analysieren und berechnen kann, als jedes Gehirn. Nicht jetzt aber irgendwann. In den meisten OnlineSpielen (außer EgoShootern) - geht es darum, dass ein miteinander gefördert wird. Man hat nicht wie in CS die Aufgabe alleine was zu machen. Wenn der PC die gleichen Chancen wie ein menschlicher Spieler hat, verliert der Rechner (da er keine unerlaubten Sachen benützen darf), da ein Mensch viel mehr nach intuition und Erfahrung spielt, als dass ein PC das je könnte. Schach sind die Rechner nur so stark, weil es berechenbar ist. Kennen sie Go!? Das ist simpler als schach und die Rechner verlieren viel häufiger als bei Schach gegen Menschen, da die Komplexität zu hoch ist. Das gleiche gilt besonders für Spiele wie WoW/Warhammer/Herr der Ringe usw. - hier wird besonders die Interaktion, Reaktion und Kreativität gefordert. Und solange ein Rechner nicht selbst lernen kann, wird er niemals Menschen schlagen. Das Wichtige wie überall im Leben ist die Selbstdisziplin.

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29. September 2008 12:09

silkroad

Slawomir Lozynski (chasma)

das model silkroad ist ganz stark im kommen in europa. immer mehr gratis-mmorpg erscheinen. das beste aber an silkroad ist das auf den servern so viele leute spielen das man oft garnicht reinkommen kann. (was wohl manchmal ganz gut ist). in silkraod kann mann für echtes geld spielegeld kaufen sog. "silk". das dreiste an silkroad ist aber das dort "tickets" verkauft werden die einen monat gelten sowie einige extras besitzten. mit diesen "tickets" kann man immer auf den server kommen. der preis dieses "tickets" ist ungefähr in der selben höhe wie eines spiele-monats in wow oder warhammer. durch duzende kaufbarer gegenstände, wie kostüme, tiere die für einen sachen sammeln usw, steigen die ausgaben einiger spieler bis zu 50-100 euro im monat und oft ist kein ende in sicht.

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29. September 2008 11:30

Das könnte man auch vom Telefonieren sagen

Robert Schrey (etiterum)

<<Zwar trifft man auch Mitmenschen, allerdings scheinen sie meist nur wie Geister aus Licht und Ton, Residuen von dem was menschliches Miteinander wirklich ausmacht: man sieht den Avatar, sieht Geschriebenes, hört die Stimmen, sieht vielleicht mal Fotos.>>

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29. September 2008 09:39

Revolution der gesellschaftlichen Unterhaltung

Dominik Mayer (dominikator)

Es gibt viele, die sehen in Computerspielen eine Zeitverschwendung, denn der Spieler "taucht ab" und beschäftigt sich mit Dingen, die nichts mit dem wirklichen Leben zu tun haben. Die Funktionsunfähigkeit des Spielers ist zwar nicht Vergleichbar mit Alkoholsucht, die Gesundheitsgefährdung nicht mit Zigarettensucht. Eine Droge für das Bewusstsein sind Computerspiele allemal, und die Akzeptanz (Alkohol ist z.B. eine gesellschaftlich akzeptierte Droge) in der Gesellschaft ist gering. Einsam wird man sicherlich, indem man seine Lebenswelt verlässt und gegen Traumwelten eintauscht. Zwar trifft man auch Mitmenschen, allerdings scheinen sie meist nur wie Geister aus Licht und Ton, Residuen von dem was menschliches Miteinander wirklich ausmacht: man sieht den Avatar, sieht Geschriebenes, hört die Stimmen, sieht vielleicht mal Fotos. Treffen, "körperlich", sind selten. Und trotzdem gibt es vereinzelt sogar Begegnungen über solche Spiele, die zu festen Beziehungen führen. Virtuelle Welten sind am kommen. Sie verschaffen Freiheit, denn sie sind gerade und nur dafür gemacht, dass man Unterhaltung, persönlichen Gestaltungsspielraum und letztlich Freude hat, und das für wenig Aufwand. Ein großer Vorteil im Vergleich zum passiven Fernsehen.

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29. September 2008 09:10

Bzgl. Till Diesing

Fjonan Z. (Fjonan)

Ich treffe meines Freundeskreis regelmäßig online, wir tratschen gemeinsam, spielen gemeinsam und das funktioniert fast genauso gut, wie sich persönlich zu treffen, nur das es deutlich einfacher ist. Zu behaupten, dass Online-Mitspieler austauschbar sind, sogar noch gegen künstliche Intelligenz (sogenannte Bots) hat schlicht noch nie mit seinen Freunden gemeinsam gespielt. Das (Computer-)Spielsucht ein heißes Thema bleibt und in Zukunft, mit immer mehr Spielen, besseren Internetzugängen und einer größeren Zielgruppe, ist völlig unbestritten. Doch hier wie so oft "Spieler" über einen Kamm zu scheren - Herr Diesing - ist nicht nur falsch sondern auch in keinster Weise zielführend. Dialog, Aufklärung, Verständnis statt Predigt, Verbot und Ignoranz.

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29. September 2008 04:14

Re: Quatsch von Till Diesing

Manuel Heschl (manuelheschl)

Herr Diesing mit ihrem Kommentar stimme ich nicht überein. Das Treffen in Foren, IRCs, ICQ und in Onlinespielen ist eine Form der Kommunikation. Verständlicherweise kann dabei nicht sehr oft die Mimik, Körperhaltung und Gestik meines Gegenübers live erlebt werden. Dafür bietet man dem Anweder jedoch andere Möglichkeiten sein Befinden auszudrücken. Die Spieler wollen sogar ihre Gefühlslage (Freude, Wut, Langeweile...) mitteilen. Das es nicht das selbe ist wie sich persönlich gegenüber zu stehen, gestehe ich ein, jedoch ist es eben ein anderes Erlebnis der menschlichen Interaktion. Was der Austausch von echten Spielern mit "Bots" angeht: Stellen Sie sich vor, man würden ihnen 20 Roboter aufs Spielfeld stellen die Fussball spielen können. Was wäre das für ein Spielerlebnis? Sie messen sich nicht gegen abstrakte Denker, sondern gegen vorhereingestellte, programmierte und lebelose Materie. Die Roboter wären außerhalb ihrer Konkurrenz. Entweder sind Sie ihnen durch die schnellen Rechengänge überlegen, oder total dumm und leicht zu besiegen. Bei Onlinespielen wie WoW gibt es keine genaue Anzahl möglicher Züge die zu einem richtigen Endergebnis führen (vgl. Schach). Ein Bot (noch) nicht in der Lage die Dynamik des Spieles aufzugreifen.

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