
Hallo, ich sehe den Artikel nicht so kritisch wie die vorherigen Kommentare. Schließlich heißt es doch am Ende: "Aber sie sind Grund genug, um die Statistik mal zu hinterfragen." Das sagt doch eigentlich schon alles. Etwas anderes sind allerdings wieder einmal die Bildunterschriften. Während diese in der Printausgabe oft kleine Kunststücke sind, erscheinen mir die in der Online-Ausgabe in der Regel als flach, nichtssagend, oft boulevardesk.

Nirgendwo sonst wird so oft nach "abc" gesucht wie in Paraguay. Bei der Suche nach "abcd" ist allerdings Frankreich vorne. Warum ist das so? Dem müsste man mal nachgehen.

...klar in Nordamerika, England, Australien, etc. suchen sie nicht nach "sex" sondern nach "(free) porn". Das ergibt schon ein ganz anderes Bild. Und auf "youporn" fahren anscheinend vor allem Italiener und Türken ab. So schnell sind wieder einmal Vorurteile in die Welt gesetzt. Bitte also etwas differenzierter!

Interessante Einsichten, aber die Statistik ist nur zum Teil zu gebrauchen. Ich beobachte zunehmend viele Menschen dabei, wie sie eine Webseite aufrufen, indem sie die Adresse nicht oben in das Eingabefeld ihres Browsers eingeben, sondern in das Eingabefeld von Google (um anschließend dann auf den meist ersten Link des Google-Ergebnisses zu klicken). Manche zeigen sich sogar überrascht, wenn ich ihnen sage, dass sie es "falsch" machen. Daher suchen Menschen wohl nicht nach "youtube", sie kennen die Seite ja offensichtlich auch schon (sonst würden sie vielleicht "Videos" eingeben), sondern rufen nur im "falschen" Eingabefeld die Seite auf.

Zu http://www.faz.net/m/{7685210B-E457-49E4-BC00-14342D49C1E3}Picture.jpg Zitat zum o.g. Bild: "Zufall, dass in Mecklenburg-Vorpommern die meisten Menschen nach "Hitler" googlen?" Ach nein, Zufall, dass die beiden suedlichsten Bundeslaender Bayern und Baden-Wuerttemberg nicht unter den ersten Zehn sind? Ich waere mit solchen Schlussfolgerungen, die sie hier suggerieren, sehr sehr vorsichtig, vielleicht wollen die sich in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen einfach nur objektiv informieren. Schon mal daran gedacht? Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefaelscht hast. Ein Jaeger geht in den Wald und zielt auf einen Hasen, er schiesst knapp links, dann knapp rechts vorbei. Statistisch gesehen hat er ihn voll erwischt, und geht doch mit hungrigem Magen nach Hause ...

... in Hessen und NRW wurde 2008 am meisten nach "Heil Hitler" gesucht, das gleiche gilt für den Suchbegriff "Sieg Heil" da kommen dann noch Baden Würtemberg und Bayern dazu! Es gibt unendlich viele Gründe ein Wort im Internet zu suchen. Weil das Interesse am Suchbegriff Hitler (in welchen Zusammenhang eigentlich? Hitler Film, Hitler Tagebücher, ...) in Mecklenburg Vorpommern am größten war, daraus zu schließen und zu publizieren, dass dort die meisten Rechtsextremen wohnen, halte ich für unseriös. Das ist eine reine Vermutung bzw. Polemik und gehört nicht in einen Artikel der FAZ.