Audi-Navi RNS-E

Zwei Schritte zum Glück

Von Michael Spehr

07. Juli 2009 So fährt der Sommer: Schnell das neue iPhone eingepackt, und schon sind 120 CDs im Audi A3 Cabriolet. Der Finger landet auf „Seven Steps to Heaven“ von Miles Davis, und wir brauchen weniger als sieben Schritte zum offenen Glück: ein Handgriff zum Verbinden des iPhone mit der Multimedia-Anlage des Audi und ein weiterer zum Öffnen des Dachs. Für einen Aufpreis von 2565 Euro stattet Audi das A3 Cabriolet mit dem Navigationssystem Plus aus, und das enthält schon fast alles, was man für Routenführung und gute Unterhaltung braucht. Die Anlage mit dem Produktcode RNS-E wurde jetzt überarbeitet: Sie hat die guten Gene des MMI-Systems der Audi-Limousinen geerbt, ist schneller geworden, einfach zu bedienen, und die hochauflösende Bildschirmdarstellung (800 × 480 Pixel) ist klasse.

Zudem lässt sich die farbige Anzeige selbst bei hellstem Sonnenschein prima ablesen. In Sachen Musik und MP3 ist RNS-E sogar dem großen MMI-System ein bisschen voraus: Die Displayeinheit lässt sich nämlich motorbetrieben ausfahren, und dann findet man zwei Laufwerksschächte für SD-Speicherkarten und die modernen SDHC-Medien mit einer Kapazität von derzeit bis zu 32 Gigabyte. Also genug Platz für MP3, und das Manövrieren zwischen verschiedenen Ordnern auf dem hauchdünnen Medium gelingt wunderbar.

Mit Controller (rechts) und verbesserter Grafik fährt das Audi-Navi voran
Mit Controller (rechts) und verbesserter Grafik fährt das Audi-Navi voran

Es gibt keine Stationstasten fürs Radio

Bei unserem iPhone war die Sache indes nicht so einfach: Mit dem Audiokabel ans RNS-E angeschlossen, fehlt die Option, das Apple-Kleinod über die Audi-Bedienelemente zu steuern. Dafür hätten wir zusätzlich das 245 Euro kostende Multimedia-Interface benötigt. Weitere Minuspunkte: Es gibt keine Stationstasten fürs Radio, und ein Bluetooth-Freisprecher mit dem hochwertigen Sim-Access-Profil ist im Audi A3 Cabrio nicht zu haben. Wie beim MMI kommt als wichtigstes Bedienelement ein Controller zum Einsatz, der allerdings im Unterschied zu den Limousinen nicht in der Mittelkonsole, sondern am rechten Rand der Anzeige sitzt: viel zu weit weg für kurze Arme, auch fehlt die hochwertige Anmutung des Drehstellers, wie man sie etwa aus dem A6 oder A8 kennt.

Aber alles andere gleicht der feinen Technik in den Limousinen, da gibt es nichts zu meckern. Das Navi arbeitet unaufdringlich und präzise, neu bei Audis kleinem Kopilot sind die permanente Anzeige des auf der digitalen Landkarte hinterlegten Tempolimits und die Sonderzielsuche auf der geplanten Route - eine tolle Funktion für vergnügliche Touren. Insgesamt ist RNS-E in der Bauform des Doppel-DIN-Schachtes sehr empfehlenswert, es ist eines der besten Cabrio-Navis.

Text: F.A.S.
Bildmaterial: Hersteller

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