
Ich verstehe die ganze Diskussion um die Glossy-Displays nicht: Wenn das Display hell genug leuchtet ist die Speigelung doch überhaupt nicht wahrzunehmen. Ich denke mittlerweile, daß hier ein Glaubenskrieg tobt und die Leserschaft sich in 2 Lager spaltet: Die Glossies und die Non-Glossies. Ich bin ein Glossy und ich liebe es ! Glossies sind brillianter, Glossies sind farbiger, Glossies sind Kontrastreicher ! Fragt sich ob das Leben nich sowieso zu kurz ist um es mit matten Displays zu vertrödeln ? Glossy and happy ? Glossy for a more colourful life ? YES WE CAN !

seit 2 jahren nutze ich jetzt mein macbook, seit heuer das macbook air. beides mit glossy display. beides unter unterschiedlichen umgebungsbedingungen. meine persönliche erfahrung: nie mehr ein mattes display! erst heute bin ich vor dem neuen macbook und macbook pro in einem hellerleuchteten ***markt gestanden. erst angesichts des artikels denke ich darüber nach, ob ich überhaupt spiegelungen wahrgenommen habe, was tatsächlich nicht der fall ist. die diskussion in den foren wird zumeist von usern angeheizt, die sich bisher offenbar nur theoretisch mit einem glossy display befasst haben. mit der praxis hat das regelmässig wenig zu tun. das beste ist, jeder sieht sich das display in natura an und entscheidet dann auf grund eigener erfahrung. grüsse itac

der artikel bringt leider nicht viele neue informationen zum neuen macbook und ist darüber hinaus, meiner meinung nach, voreingenommen und nicht gründlich recherchiert. das alte macbook gibt es in der 2.0GHz, 1GBRAM, 250GB - version für 800Euro in ausgewählten geschäften zu kaufen (apple versucht durch diese aktion ihre alten macbooks schnell loszuwerden), was ich auch gemacht habe. jetzt ein vergleich zwischen dem neuen und dem alten macbook: 400EUR preisunterschied. das neue hat 1GB mehr RAM (Kosten 40EUR), ein erheblich verbesserte graphikkarte (braucht man nur wenn man spielt, sonst ist diese nutzlos). die gleiche leistung, die gleiche batterielaufzeit, das neue ist 200G leichter (der unterschied zwischen 2,1 und 2,3 kg ist wohl kaum merkbar), hat aber ein verspiegeltes display. Das betriebssystem ist das gleiche (ach ja die "erhebliche verbesserung für die sehbehinderung" habe ich auch, in jedem programm). das design ist deutlich schicker beim neuen. meiner meinung nach hat das neue macbook nichts was die 400EUR Aufpreis rechtfertigen würden. gut für leute, die spielen gibt es ein argument, für alle anderen wohl kaum...

Dieser Unsinn ziert nun schon seit mehreren Jahren die Produkte vieler Hersteller. IN einem abgedunkelten Raum kann man so brillianter dargestellt Filme und Bilder ansehen. Geheimnisvollerweise werden die Notebooks aber überwiegend mit Spiegel-Displays hergestellt und nicht mehr überwiegend mit matten oder entspiegelten Displays. Woran liegt es? Werden die Notebooks überwiegend von Supermarkt Spontankäufern erworben? In dieser Preisklasse wohl nicht. Auch die Filmfans sind mit 13 Zoll Bildschirmdiagonale wohl eher unglücklich. Die Lösung lautet: die spiegelnden Displays sind billiger herzustellen. In Zukunft werden wohl Stoffüberwürfe produziert werden, unter denen der Notebookbenutzer verschwindet wie weiland der Photograph bei seiner großformatigen Plattenkamera. Was für ein Unsinn!

Als diese neuen Macs herauskamen, habe ich mich entschieden, ein reduziertes Modell der alten MacBook Pro Serie mit 15" Monitor zu kaufen, weil ich den spiegelnden Monitor nicht wollte. Ich hätte lieber einen kleineren Rechner gehabt, weil sich der leichter transportieren ließe und ich den großen Monitor eigentlich auch nicht brauche. Viele Leute hatten deshalb auch auf ein 13" MacBook Pro gehofft, was aber nie kam. Vor einigen Tagen konnte ich die neue Serie ausprobieren und bin sehr enttäuscht. Genau wie beim iMac scheint es Apple nicht mehr darum zu gehen gute und ergonomische Produkte anzubieten, mit denen man gut arbeiten kann, sondern um Lifestyle und Unterhaltung ala ipod. Ich als langjähriger Apple Nutzer finde das sehr schade. Ob OS X wirklich das beste Betriebssystem ist, wage ich auch zu bezweifeln. Es ist eigentlich sehr ähnlich zu Linux: Ein Unix artiger Kern mit einer netten Oberfläche darauf. Es finden sich viele Details, an denen sich dieses Konzept mit Relikten aus der Zeit des klassischen Macintosh Betriebssystems reibt, die aber eigentlich gegenüber Unix ein großer Fortschritt waren. So bleibt ein sehr zwiespältiger Eindruck. Besser als Windows ist es allemal, aber das ist ja auch nicht wirklich schwierig.

Noch vor einem Jahr wären die besprochenen Modelle tatsächlich relativ günstige Subnotebooks gewesen. Damals kosteten entsprechende Wintel-Subnotebooks in der Regel ab 1500 Euro aufwärts. Seit es aber die diversen Netbooks gibt, die nur halb soviel wiegen, mit XP oder Linux auch sehr flott laufen und alles können, was man unterwegs oder auf dem Sofa braucht und das für 300-400 Euro, sind die Mac-Books schwere, teure Prestigeobjekte für Fans. Und die klassischen Wintel-Subnotebooks bekommt man jetzt oft für unter 1000 Euro, bei wesentlich besserer Ausstattung als die Mac-Books.