Computer-Sicherheit

Langwierig ist der Arbeitstag im Zoo der Viren

Viel Zeit und Geduld muß der mitbringen, der seinen Personal Computer von allerlei Schädlingen befreien möchte. Ein Erfahrungsbericht.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. August 2005 16:45

Panikmache als Werbung für die Software-Hersteller?

Maximilian Müller (digifuzi)

Aus meiner Sicht ist es bedauerlich und nicht nachvollziehbar, dass überall vor den schrecklichen, zerstörerischen Viren und den bösen Trojanern gewarnt wird und die Besitzer von Personal Computern geradezu dazu gezwungen werden, sich Antivirensoftware und Firewalls anzuschaffen um sich vor der vermeintlichen Gefahr zu schützen. Ich selbst besitze den Laptop, von dem ich nun gerade schreibe, seit nunmehr zweieinhalb Jahren. Ich habe keine Antivirensoftware, keinen Schutz vor Dialern und lediglich seit einiger Zeit die Windows-Firewall aktiviert. Das Ergebnis, wenn ich mich hinreißen lasse und einmal im Jahr doch nach Viren suchen lasse? Kein Virus, kein Trojaner, keine Probleme, kein verlangsamter PC, obwohl ich täglich mehrere Stunden im Internet unterwegs bin und dubiose E-Mails en masse erhalte. Es ist mir wirklich rätselhaft, was man tun muss, um sich ständig irgendwelche Viren einzufangen. Auch die ständigen Attacken gegen meinen Rechner die mich - glaubt man den Statistiken der Firewall-Verkäufer - beunruhigen sollten, lassen mich ziemlich kalt. Versuchsweise hatte ich zwei Tage lang die bekannte Firewall "Zonealarm" installiert und konnte keine einzige Attacke beobachten. Wozu also die ganze Aufregung?
Mich beschleicht das Gefühl, die Software-Hersteller schlichen sich in die Medien ein um Schleichwerbung machen zu lassen.
Viren zu entfernen ist mühsam, sich davor zu schützen, weniger.
Ein Erfahrungsbericht.
Maximilian Müller, Konstanz

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