Pläne der Bundesregierung

Bezahlchip im Personalausweis

Erika bekommt bald einen Chip

Erika bekommt bald einen Chip

21. Juli 2008 Das Bundeskabinett will am Mittwoch die Pläne für den neuen Personalausweis beschließen, der auf Wunsch auch als elektronische Identifikation für Geschäfte im Internet ausgestellt werden kann. Dies bestätigte das Innenministerium am Montag in Berlin.

So sollen die Bürger wählen können, ob sie einen landläufigen Personalausweis, einen besonders fälschungssicheren mit gespeicherten Fingerabdrücken oder einen mit Zusatzchip für Internet-Identifikation beantragen. Die Kosten sollen zwischen acht und 59 Euro liegen.

Zusatzgerät für den Computer nötig

Die Zusatzfunktionen seien frei und unabhängig voneinander wählbar, sagte eine Ministeriumssprecherin. Für die Identifikation im Internet soll neben dem Chip im Ausweis auch ein Zusatzgerät für den Computer nötig sein. Zusammen mit einer Geheimnummer (PIN) soll es damit möglich sein, sich für Geschäftspartner im Internet zweifelsfrei kenntlich zu machen. Der Chip wird laut Medienberichten noch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt und soll Ende 2010 nutzbar sein.

Die Ausweispläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) waren lange wegen der geplanten Speicherung der Fingerabdrücke umstritten gewesen. In Verhandlungen hatte die SPD durchgesetzt, dies nur als freiwillige Option aufzunehmen. In jedem Fall wird neben den Personalien ein biometrisches Foto gespeichert.

Text: AP
Bildmaterial: Bundesdruckerei

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