Bekam die Macht der Blogger zu spüren: Lieberman

Amerikas Blogger

Die Königsmacher

Amerikas Politiker beginnen, sich vor der Stimme der Blogger im Internet zu fürchten. Joe Lieberman ist ihr erstes prominentes Opfer.

Lesermeinungen zum Beitrag

21. August 2006 12:08

An den Haaren herbeigezogen

Sebastian Himm (kokytos)

Lächerlich, die Niederlage von Lieberman auf diesen einen Blogger zurückführen. Alles mögliche könnte dafür verantwortlich sein. Nur weil da jemand mit der Videokamera daherkommt besteht noch lange keine Kausalbeziehung.

Hat der Autor schon einmal etwas von intervenierenden Faktoren gehört? Ohne weitere Begründung könnte genausogut der Regen am Mittwoch vor der Wahl verantwortlich gewesen sein. Dass ein Video bei youtube 5000 mal angeschaut wurde ist völlig nichtssagend; jedes Witzvideo erreicht dort ein Vielfaches der Klicks.

Eine Geschichte aufgebauscht, weil's einfach zu schön ist.

S. (selbst ein Freund von Blogs).

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
21. August 2006 11:42

Wer kann noch die Unabhängigkeit einzelner Blogger-Beiträge unterscheiden?

Jürgen Meyer (uk21632V)

Die in dem Artikel beschriebene Tendenz wird wegweisend sein. Die (positiv ausgedrückt) Basisdemokratie wird an Einfluß gewinnen. Es wird Hitlisten der Blogger mit den besten Voraussagen geben, der Wahrheits-nahesten Berichte, der schnellsten Information. Die Kunst wird sein, Kritiker durch Befürworter in Schach zu halten. Wer kann noch die Unabhängigkeit einzelner Beiträge unterscheiden?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
21. August 2006 11:16

Schon überholt!

Dagmar Utsch (dutsch)

Während die FAZ selber den Untergang des Joe Lieberman berichtet, hat die Wirklichkeit sie schon längst überholt. Die Washington Post berichtet in Ihrer Sonntagsausgabe (gestern!), daß Lieberman als unabhängiger Kandidat die Liste aller Senatskandidaten in Connecticut mit 53%, also einer absoluten Mehrheit, anführt. Sein demokratischer Widersacher Ned Lamont kommt auf lediglich 41%. Damit ist auch die Schlußfolgerung, daß die Internetblogger Wahlkämpfe stark beeinflussen hinfällig. Warum ist die FAZ in Sachen USA nicht "up to date"? Dies ist leider nicht der erste Fall. Schade. Wer nicht genug Englisch kann und deshalb nicht Originalquellen lesen kann, der bekommt in Deutschland leider keine akuraten Informationen über die USA. Und das obwohl es zum Lesen der Washington Post nur eines Internetanschlusses bedarf. Ich sitze in Wiesbaden und nicht in Washington, DC und weiß trotzdem mehr über den Stand der Dinge in Connecticut als die Frankfurter Allgemeine mit ihren Korrespondenten in DC. Sehr enttäuschend und schade.

Sven Eric Utsch

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
21. August 2006 11:10

Was ist an diesem Video so spektakulär?

Daniel Kasack (DKasack)

http://www.youtube.com/watch?v=gIZrqXAUoms

Das ist das Video. So besonders ist es nicht. Für mich spiegelt es nur einen genervten Wahlkämpfer wieder. Der Einfluss der Blogs jedoch wird immer massiver. Wann kommt diese Entwicklung auch in Deutschland.

Blogs machen Nachrichten schneller, kritischer aber auch weniger glaubwürdig. Den offiziellen Quellen schenkt man wohl doch mehr Vertrauen als privaten Bloggern und Wikis.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 4 von 4 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche