Medienschau

Fed übernimmt AIG

17. September 2008 

Unternehmen

Allianz wollte bei AIG einsteigen

Der Versicherungskonzern Allianz hat nach einem Medienbericht beim taumelnden amerikanischen Rivalen AIG einsteigen wollen. Zwei Tage bevor AIG vom Staat aufgefangen wurde, habe die Allianz ihr Angebot unterbreitet, schreibt die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf zwei eingeweihte Personen.

Die Deutschen hätten sich dazu mit dem amerikanischen Finanzinvestor J.C. Flowers verbündet. Finanzielle Details nannte Bloomberg nicht. Die Allianz war am Morgen für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Allianz-Chef Michael Diekmann hatte am Dienstag in Bratislava grundsätzliches Interesse an Teilen von AIG geäußert: „Die AIG braucht Kapital. Dafür hat sie bestimmte Aktivitäten zur Disposition gestellt.“ Dies sei zum Beispiel das Rückversicherungs- oder Leasinggeschäft. Beides sei für die Allianz nicht von Interesse. Sollten andere Bereiche zum Verkauf stehen, müsse dies zunächst in Ruhe angesehen werden. (dpa-AFX)

Fed übernimmt AIG

Die amerikanische Notenbank rettet den ums Überleben kämpfenden Versicherungskonzern American International Group (AIG) mit einem Kredit in Höhe von 85 Milliarden Dollar (60 Milliarden Euro). Im Gegenzug werde die Regierung einen Anteil von 79,9 Prozent an AIG übernehmen, erklärte die Fed am Dienstag (Ortszeit) in New York.

Ein Bankrott des Versicherers könne die wegen der Finanzmarktkrise bereits angeschlagenen Märkte untergraben, begründete die Fed ihre Entscheidung. Das Weiße Haus erklärte, man unterstütze den Rettungsplan. Die angekündigten Schritte sollten die Finanzmärkte stabilisieren und den Schaden für die Wirtschaft begrenzen, sagte Sprecher Tony Fratto.

Gewährsleute hatten am Dienstag gesagt, Banker und Regierungsvertreter seien zu dem Schluss gekommen, dass AIG am besten mit einer staatlichen Geldspritze vor der Pleite bewahrt werden könne. Investoren befürchteten, dass ein Konkurs des Versicherers weit reichendere Folgen für das amerikanische Finanzsystem bedeutet hätte als der Zusammenbruch von Lehman. Die an der Wall Street wenig bekannte AIG hat Geschäftsverbindungen zu fast jeder Finanzinstitution weltweit.

AIG erlitt in der ersten Jahreshälfte einen dramatischen Umsatzeinbruch und erwirtschaftete mit knapp 34 Milliarden Dollar 45 Prozent weniger als im Vorjahr (knapp 62 Milliarden). Wie viele andere Versicherer leidet AIG unter der Verschlechterung der Kreditbedingungen im Zuge der Hypothekenkrise. Sorge bereitet Anlegern vor allem, dass die riskanten sogenannten „strukturierten“ Finanzmarktprodukte, die AIG versichert hat, sich immer mehr als faul herausstellen könnten. (AP)

Dell warnt vor sinkender Nachfrage - HP optimistisch

Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Dell hat vor einer rückläufigen Nachfrage nach IT-Produkten gewarnt. Der weltgrößte PC-Zubehör-Hersteller Ingram Micro rechnet in Folge der Finanzmarktkrise ebenfalls mit Einbußen rund um den Globus. Der PC-Branchenführer Hewlett-Packard blieb dagegen optimistisch. Trotz schwieriger Marktbedingungen sei der PC-Hersteller auf gutem Weg, seine Gewinnziele im laufenden Quartal zu erreichen, sagte HP-Finanzchefin Cathie Lesjak. Auch für 2009 halte der Konzern an seiner Gewinnprognose fest. HP-Aktien legten daraufhin sieben Prozent zu. Mit ihren trüben Ausblicken bestärkten Dell und Ingram an der Wall Street Sorgen, die gegenwärtige Finanzmarktkrise könnte die Konsumenten stark verunsichern und ihre Nachfrage dämpfen. Dell-Aktien stürzten um elf Prozent ab, Ingram fielen um knapp drei Prozent. Auch andere Titel gerieten in den Abwärtssog.

Dell kündigte an, seine Marktposition durch Umstrukturierungen zu verbessern. Vorgesehen seien unter anderem weitere Stellenstreichungen, Neuerwerbungen und Investitionen in die Infrastruktur. Im Gesamtjahr 2008 erwartet Dell stärker zu wachsen als der Branchendurchschnitt.

Morgan Stanley im dritten Quartal mit geringerem Gewinnrückgang als erwartet

Die amerikanische Bank Morgan Stanley hat im dritten Quartal zwar einen Gewinnrückgang verzeichnet, mit ihren Quartalszahlen aber die Markterwartungen übertroffen. Für den Zeitraum zwischen Juni und August wies das New Yorker Finanzhaus in der Nacht zum Mittwoch einen Gewinn von 1,43 Milliarden (Vorjahr: 1,54 Milliarden) Dollar oder 1,32 (1,44) Dollar je Aktie aus.

Die Einnahmen von Morgan Stanley stiegen leicht um 1 Prozent und lagen im dritten Quartal bei 8,05 Milliarden Dollar. Analysten hatten für den Berichtszeitraum mit einem Gewinn von 0,78 Dollar bei Einnahmen von 6,32 Milliarden Dollar gerechnet. (Dow Jones)

Barclays kauft Teile von Lehman Brothers

Die britische Bank Barclays kauft laut Medienberichten Teile der insolventen amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers. Durch die Übernahme für rund zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) könnten rund 9.000 Lehman-Beschäftigte unter dem Dach von Barclays ihren Job behalten, berichtete das „Wall Street Journal Online“ am Dienstagabend. Insgesamt zählte Lehman zuletzt rund 25.000 Mitarbeiter.

Der Kauf müsse noch vom Insolvenzgericht abgesegnet werden, hieß es weiter. Die Übernahme umfasse das Investmentbanking von Lehman in den Vereinigten Staaten sowie das Kapitalmarktgeschäft. Barclays werde aber keine Teile von Lehman kaufen, die mit hochriskanten Immobiliengeschäften verbunden seien, berichtete auch die „Financial Times“. Diese Sparten sollen voraussichtlich über die Insolvenz abgewickelt werden. (dpa-AFX)

Münchener Rück an Teilen von AIG interessiert

Die Münchener Rück ist an einer Übernahme von Teilen des angeschlagenen amerikanischen Versicherers American International Group (AIG) interessiert. „Grundsätzlich sind viele Bereiche für uns interessant. Entscheidend ist, ob es in unsere Strategie passt und ob der Preis stimmt“, sagte Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Es gebe sehr interessante Schnittmengen mit allen drei Geschäftsfeldern der Münchener Rück, also in der Erst- und in der Rückversicherung sowie im Gesundheitsbereich.

Interessant seien für die Münchener unter anderem die Erstversicherungsaktivitäten in Osteuropa und Nischen zum Beispiel in der Industrieversicherung, sagte der Münchener-Rück-Chef der Zeitung weiter. Bisher gebe es aber noch keine Gespräche mit dem angeschlagenen Konzern. An einer Übernahme der AIG-Rückversicherungstochter Transatlantic Re hat die Münchener Rück dagegen entgegen Marktspekulationen kein Interesse. „Das ist bei uns nicht auf dem Radar. Wir planen nicht die Übernahme größerer Rückversicherer“, sagte von Bomhard.

Von der Größe der Probleme bei AIG zeigte sich der Münchener-Rück-Chef überrascht. „Im Gegensatz zu anderen waren wir aber nie der Meinung, dass die Krise auch nur annähernd vorbei ist.“ Grundsätzlich sei AIG „ein bekannt guter Versicherer“. (dpa-AFX)

Morgan Stanley könnte Fusionspartner suchen

Der amerikanischen Bankenkrise könnte eine weitere Finanzinstitut zum Opfer fallen. Nach einem Bericht des Fernsehsenders CNBC prüft die amerikanischen amerikanische Investmentbank Morgan Stanley einen Zusammenschluss mit einem Wettbewerber. Bislang gebe es zwar keine Gespräche in diese Richtung. Bei einem weiteren Verfall der Morgan-Stanley-Aktie müsste das Unternehmen aber seinen Kurs ändern und sich einen Fusionspartner suchen, berichtete CNBC am Mittwoch auf seiner Internetseite ohne Angaben von Quellen.

Vorstandschef John Mack wolle nicht die Fehler der Führung von Lehman Brothers wiederholen und zu lange warten. Lehman-Chef Richard Fuld hatte einige Angebote ausgeschlagen und musste am vergangenen Montag dann Insolvenz für sein Institut anmelden. (dpa-AFX)

Toyota glaubt nicht mehr an Erholung des deutschen Automarktes 2008

Toyota Motor stellt als erster großer Hersteller die erwartete Erholung des deutschen Automarktes in diesem Jahr infrage und verabschiedet sich von seiner bisherigen Mittelfristplanung für Deutschland. „Ich halte inzwischen 3,1 Millionen Neuzulassungen für realistischer als 3,2 Millionen in Deutschland, sagte Toyota- Deutschland-Chef Alain Uyttenhoven dem „Handelsblatt“ am Mittwoch. Der Verband der Automobilindustrie hatte dagegen noch wenige Tage zuvor die Prognose von 3,2 Millionen Pkw-Neuzulassungen in Deutschland bekräftigt, nach 3,15 Millionen im Vorjahr. (dpa-AFX)

Lehman-Krise kostet KfW dreistelligen Millionenbetrag

Die Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Holdings kostet die bundeseigene KfW-Bank einen dreistelligen Millionenbetrag. Die KFW habe am Dienstag Engagements mit Lehman im mittleren dreistelligen Millionenbereich bestätigt, schreibt die FAZ. Mögliche Ausfälle bedrohten aber weder die Existenz der Bank noch deren Förderfähigkeit, sagte ein Sprecher. Noch am Montag, als die Insolvenz erwartet worden war, habe die KfW 300 Millionen Euro an Lehman überwiesen. Es habe sich dabei um eine fehlerhaft ausgelöste Swap-Zahlung am Montag gehandelt, deren Umstände durch die Innenrevision geprüft würden. In informierten Kreisen sei darüber spekuliert worden, dass die Gruppe, die Milliarden bei der Rettung der IKB-Bank verloren hat, nun 2009 einen Verlust ausweisen werde.

Lehman-Pleite bringt Einlagensicherung in Not

Auf den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) rollt nach einem Bericht des „Handelsblatts“ (Mittwochausgabe) der bislang größte Schadensfall der deutschen Wirtschaftsgeschichte zu. Der Kollaps der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers könnte den Sicherungsfonds laut Finanzmarktkreisen mit bis zu sechs Milliarden Euro belasten, weil die deutsche Tochter der Entschädigungseinrichtung mit einer Deckungssumme in dieser Höhe angeschlossen ist.

Ob sich die Belastung noch reduziere, hänge davon ab, ob sich Teile der deutschen Lehman-Tochtergesellschaft verwerten ließen. Gelinge das nicht, müssten die dem Fonds angeschlossenen Institute womöglich Kapital nachschießen. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums betrage das Volumen des Sicherungsfonds 4,6 Milliarden Euro.

Der BdB wollte die Schadenssumme im Fall Lehman über sechs Milliarden Euro weder bestätigen noch dementieren. Anleger in Deutschland müssen aufgrund der aktuellen Finanzmarktturbulenzen keine Sorge um ihre Ersparnisse haben, erklärte der Verband. Die Sicherungssysteme hierzulande griffen, die Banken seien robust. Die Gesamtverbindlichkeiten von Lehman in Deutschland belaufen sich auf 14,3 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

Adobe mit Gewinnrückgang und Umsatzanstieg im dritten Quartal

Der amerikanische Softwareanbieter Adobe hat im dritten Quartal mehr Umsatz und weniger Gewinn gemacht als im Vorjahreszeitraum. Der Überschuss sei um sieben Prozent auf 191,6 Millionen Dollar gefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mit.

Damit entsprach der Konzern den Erwartungen. Der Umsatz lag mit einem Plus von vier Prozent auf 887,3 Millionen Dollar dagegen im oberen Bereich der Analysten-Vorhersagen.
Die Adobe-Aktie legte nachbörslich um sechs Prozent zu. Der Hersteller von Programmen wie Photoshop und Acrobat Reader wird demnächst neue Versionen bekannter Programme auf den Markt bringen. (Reuters)

Samsung will SanDisk für 5,8 Milliarden amerikanischen Dollar übernehmen

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung will den amerikanischen Speicherkartenhersteller SanDisk für 5,8 Milliarden Dollar (gut vier Milliarden Euro) übernehmen. Samsung bot am Dienstag (Ortszeit) für jeden SanDisk-Anteilsschein 26 Dollar. Im Vergleich zum Börsenkurs vom 4. September wäre dies ein Aufschlag von 93 Prozent. Nach dem Börsenschluss in New York schnellte die SanDisk-Notierung auf 23 Dollar hoch. SanDisk, ein Unternehmen mit Sitz in Kalifornien, ist Weltmarktführer bei zahlreichen Speicherprodukten, die unter anderem in digitalen Kameras und Handys eingesetzt werden, hat das Angebot aber bereits abgelehnt. (AFP)

FDA verhängt Einfuhrverbot gegen mehr als 30 Ranbaxy-Medikamente

Die amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA hat die Einfuhr von mehr als 30 Medikamenten des indischen Pharmakonzerns Ranbaxy verboten. Grund seien zahlreiche Herstellungs- und Verfahrensfehler, teilte die FDA am Dienstag mit. Deshalb werde die Behörde vorerst auch keine neuen Generika des indischen Konzerns zulassen. Eine Gesundheitsgefährdung für die Bürger bestehe jedoch nicht, erklärte die FDA. Bürger könnten Ranbaxy-Medikamente weiter bedenkenlos einnehmen.

Ranbexy, das kürzlich einem Übernahmeangebot des japanischen Konzerns Daiichi Sankyo zugestimmt hatte, äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Die amerikanischen Behörden sind bereits mehrmals gegen Indiens größten Pharmahersteller vorgegangen. Das
Justizministerium ermittelt, ob Ranbaxy verfälschte und falsch deklarierte Medikamente in die Vereinigten Staaten importiert hat. Der indische Konzern vertreibt unter anderem Generika gegen hohes Cholesterin, Diabetes sowie Allergien und erzielt in den Vereinigten Staaten rund ein Viertel seiner Erlöse. (Reuters)

Auch Russland von Finanzmarktkrise betroffen

Die Finanzmarktkrise macht aus Russland zuschaffen. Der mittelgroße russische Broker Kit Finance kann nach eigenen Angaben einigen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Kit-Chef Sergej Gretschischkin sagte Reuters am Dienstag: „Mehrere große Kunden konnten ihre Verpflichtungen uns gegenüber nicht bedienen, dem Markt geht es schlecht, Liquidität ist Mangelware, daher konnten wir einigen unserer Verpflichtungen nicht nachkommen.“ Die Presseabteilung von Kit bestätigte die Angaben. (Reuters)

Wirtschaft

Fed lässt Leitzins unverändert

Die amerikanische Notenbank (Fed) hat ihren Leitzins trotz der zugespitzten Finanzkrise nicht verändert. Der Zielsatz für Tagesgeld (“Fed Funds Rate“) liege damit weiter bei 2,00 Prozent. Volkswirte hatten vor der Zuspitzung der Finanzkrise mit dieser Entscheidung gerechnet, zuletzt gab es jedoch immer mehr Stimmen die auch eine Zinssenkung nicht ausgeschlossen haben.

Die Fed warnte vor Wachstumsrisiken und Inflationsgefahren. „Die Abwärtsrisiken für das Wachstum und die Aufwärtsrisiken für die Inflation sind eine große Sorge für den Geldpolitischen Ausschuss (FOMC)“, schreibt die Notenbank in einem Kommentar. Die Anspannungen an den Finanzmärkten hätten beträchtlich zugenommen.

„Das Wirtschaftswachstum hat sich zuletzt offensichtlich abgeschwächt“, schreibt die Notenbank. Verschärfte Kreditbedingungen, die anhaltende Abschwächung am Häusermarkt und eine gewisse Abschwächung bei den Exporten dürften das Wachstum in den nächsten Monaten belasten. Die bisherigen Leitzinssenkung als auch die Maßnahmen der amerikanischen Notenbank zur Sicherung der Liquidität sollten das Wachstum jedoch fördern.

Sie erwartet eine Abschwächung der Inflation im weiteren Jahresverlauf und im nächsten Jahr. Der Inflationsausblick bleibe jedoch sehr unsicher. Diese sei vor allem wegen des früheren Anstiegs von Energie- und Rohstoffpreisen nach oben getrieben worden. Die Jahresinflationsrate lag im August bei 5,4 Prozent und die Kernrate bei 2,5 Prozent.(dpa-AFX)

Japanische Notenbank belässt Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent

Die japanische Notenbank hat den Leitzins wie erwartet unverändert belassen. Der Leitzins betrage unverändert 0,5 Prozent, teilte die Bank of Japan (BoJ) am Mittwoch in Tokio mit. Analysten hatten erwartet, dass die Zentralbank angesichts der sich verschlechterten Konjunkturlage und der amerikanischen Bankenkrise den wichtigsten Zins zur Versorgung der Wirtschaft mit Zentralbankgeld unverändert belassen würde. Die Entscheidung sei im geldpolitischen Ausschuss der Notenbank einhellig getroffen worden, hieß es.

Unterdessen griff die japanische Zentralbank zur Stabilisierung der Märkte erneut ein. Sie pumpte am Mittwoch erneut zwei Billionen Yen, umgerechnet 13,2 Milliarden Euro, in den Geldmarkt des Landes. Bereits am Vortag hatte die BoJ dem Markt in zwei Schritten insgesamt 2,5 Billionen Yen (16,5 Milliarden Euro) zugeführt. (dpa)

DIHK: Trotz Finanzkrise gutes Jahr für deutsche Unternehmen

Trotz der Finanzkrise wird 2008 nach Einschätzung des DIHK für die deutschen Unternehmen insgesamt ein gutes Jahr nahe einem zweiprozentigen Wachstum. „Mittelfristig sehen die Unternehmen immer noch gute Perspektiven, trotz der Krise im Bankensektor“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen“ (HNA/Mittwoch). „Wir glauben, dass wir 2008 im Durchschnitt rund 500 000 Beschäftigte mehr haben werden“, sagte Braun weiter.

2009 werde das Wirtschaftswachstum voraussichtlich um ein Prozent liegen. Letztlich aber seien die Auswirkungen der Finanzkrise aber schwer abzuschätzen. Die Situation am Arbeitmarkt werde 2009 deutlich schwieriger. „Bestenfalls werden wir 2009 noch einmal 100.000 Beschäftigte mehr haben.“ Einem Konjunkturprogramm erteilte Braun eine Absage: „Sie entfachen nur Strohfeuer. Diese Programme sind teuer und bewirken wenig.“ (dpa-AFX)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing

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