27. Februar 2008 Der Dax ist angetrieben von guten Vorgaben aus New York und Tokio am Mittwoch zum Handelsbeginn wieder über die Marke von 7000 Punkten gesprungen. Der deutsche Leitindex stieg in den ersten Handelsminuten um 0,4 Prozent auf 7013 Punkte. Doch dann fiel er wieder unter die Marke zurück ins Minus.
Die Aktien des Konsumgüterkonzerns Henkel gingen nach der Vorlage von Geschäftszahlen 3,1 Prozent höher in den Handel. Der Konsumgüterkonzern reagiert mit einem Stellenabbau auf steigende Kosten. Händlern zufolge hat die UBS nach Veröffentlichung der Zahlen ihre Kaufempfehlung für die Aktien bestätigt. Gefragt waren auch die Papiere von SAP, die 1,1 Prozent gewannen. Der Softwarekonzern hält einen Anstieg seiner operativen Gewinnmarge auf 35 Prozent grundsätzlich für möglich.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) hatte am Dienstag nach Xetra-Schluss noch rund 51 Punkte gewonnen und fester geschlossen. Der Nikkei-225-Index schaffte wieder den Sprung über die Marke von 14.000 Punkten und schloss fest.
Am Nachmittag dürften amerikanischen Konjunkturdaten sowie die Rede des Fed-Chefs Ben Bernanke vor dem Repräsentantenhaus für Bewegung sorgen.
Henkel-Zahlen sind schlechter als erwartet
Der Konsumgüterhersteller Henkel hat 2007 zwar dank starken Wachstums bei Klebern und Kosmetik/Körperpflege einen Umsatz- und Gewinnsprung erzielt. Einer ersten Händlereinschätzung zufolge ist das Zahlenwerk jedoch einen Tick schlechter als erwartet ausgefallen. Mit Blick auf das Gesamtjahr passt es gerade so, aber der Gewinn vor Zinsen und Steuern im vierten Quartal lag deutlich unter den Schätzungen, sagte der Börsianer.
Weitere deutsche Aktien im Blickpunkt
Finanzwerte wie Hypo Real Estate (HRE) oder Deutsche Bank könnten einmal mehr zu den Gewinnern zählen. Die Ratingagentur Moody's hat die Finanzstärke des angeschlagenen amerikanischen Anleihenversicherers MBIA am Dienstagabend mit AAA' bestätigt. Bereits am Montag hatte Konkurrent S&P die Bewertung für die Finanzstärke des Unternehmens bekräftigt.
Die Aktien von Continental dürften nach einer Ratingabstufung im Fokus stehen. Wegen der Übernahme der ehemaligen Siemens-Tochter VDO senkte Moody's die Kreditwürdigkeitseinstufung für die langfristigen Verbindlichkeiten von Conti auf Baa2. Das ist das zweitschlechteste Rating von Moody's, merkte ein Händler an. Er sagte aber, die Abstufung sei mit Blick auf den Übernahmepreis von 11,4 Milliarden Euro keine große Überraschung.
Daimler rücken mit der Vorlage ihres Geschäftsberichtes in den Blick. Der Autokonzern hatte seine Jahreszahlen allerdings bereits am 14. Februar vorgelegt, so dass Händler keine großen Überraschungen erwarten.
Titel von LANXESS könnten im MDax ihre bereits am Dienstag nach Xetra-Schluss erzielten Gewinne ausbauen. Am Vorabend wurde bekannt, dass der Chemiekonzern offen sei für den Einstieg einer asiatischen Staatsholding als Anteilseigner. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass asiatische Staatsfonds mit hoher Reputation sich bei der LANXESS-Aktie engagieren, sagte Vorstandschef Axel Heitmann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Frankfurter Allgemeine Zeitung/Mittwochausgabe).
K+S-Papiere hingegen könnten Händlern zufolge leicht unter Druck geraten. Die Fondstochter der Deutschen Bank , DWS, hat ihren Anteil an dem Düngemittelhersteller unter die Schwelle von drei Prozent gesenkt und hält nun noch 2,99 Prozent.
Im TecDax rücken die Titel von Versatel mit Quartalszahlen in den Fokus. Das Zahlenwerk ist nach Aussage eines Händlers ziemlich genau wie erwartet ausgefallen. Allerdings liege die Neukundenzahl leicht unter den Schätzungen und enttäusche daher etwas. Das Telekomunternehmen verzeichnete wegen des harten Wettbewerbs im Schlussquartal 2007 einen Ergebnisrückgang und erfüllte damit die selbst gesteckten Ziele.
Außerhalb der großen Indizes dürften die im SDax notierten Titel von Axel Springer für Gesprächsstoff sorgen. Mehrere Zeitungsverlage prüfen einem Bericht des Handelsblatt (Mittwochausgabe) zufolge den Rückkauf ihrer in der PIN Group aufgegangenen ehemaligen Briefdienste. Das könnte für die Stimmung der Springer-Titel ganz gut sein. Es kommt allerdings auf den Preis an, den die Verlage zu zahlen bereit sind, sagte ein Händler.
Deutsche Anleihen: Leichte Kursgewinne - Bernanke-Rede im Fokus
Der deutsche Rentenmarkt ist am Mittwoch mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future legte am Morgen um 0,05 Prozent auf 115,47 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 4,061 Prozent.
Im Mittelpunkt des Marktinteresses steht Experten zufolge die Rede von amerikanischen Notenbankpräsident Ben Bernanke am Nachmittag. Aus Sicht der Commerzbank dürfte Bernanke signalisieren, dass die amerikanischen Notenbank die Leitzinsen weiter kräftig senkt. Auch den Konjunkturmeldungen komme eine größere Bedeutung bei der Bestimmung der Kursentwicklung zu. Die Daten des Tages dürften nur dazu beitragen, den Abwärtsdruck auf die Kurse wieder zu vermindern.
Die HSH Nordbank sieht den Bund-Future im Tagesverlauf zwischen 115,17 und 115,58 Punkten. Belastend wirkten die negativen Vorgaben des amerikanischen Rentenmarktes. Wichtigster Einflussfaktor sei die Rede des amerikanischen Notenbankpräsidenten vor dem Repräsentantenhaus.
Euro steigt erstmals über 1,50 Dollar
Der Euro ist am Dienstagabend zum ersten Mal in seiner Geschichte über 1,50 Dollar geklettert. Die Gemeinschaftswährung kletterte im späten Handel bis auf 1,5047 Dollar. Später fiel er wieder unter 1,50 Dollar.
Die im Tagesverlauf veröffentlichten amerikanischen Konjunkturdaten hätten Ängste erneuert, die größte Volkswirtschaft der Welt könne in eine Rezession abgleiten, sagten Händler. Daher dürfte die amerikanischen Notenbank weitere Leitzinssenkungen in Angriff nehmen. Die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank sei hingegen nach den zuletzt erfreulich ausgefallenen Konjunkturdaten für die Eurozone weiter gesunken.
Der Dollar notierte im frühen Tokioter Geschäft leichter bei 107,35-40 Yen nach 108,05-07 Yen am späten Vortag. Der Euro tendierte fester bei 1,4990-95 Dollar nach 1,4786-88 Dollar am späten Vortag. Zum Yen lag er bei 160,95-161,00 Yen nach 159,77-81 Yen am späten Vortag.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag mittag noch auf 1,4874 (Montag: 1,4817) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6723 (0,6749) Euro.
Ölpreis weiter über 100 Dollar
Der Ölpreis hat wieder die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar je Barrel (159 Liter) überschritten. An der New Yorker Rohstoffbörse wurden am Dienstagabend 100,88 Dollar je Barrel gezahlt. Das waren 1,65 Dollar mehr als am Vortag. Im nachbörslichen elektronischen Handel stieg der Preis auf 101,43 Dollar.
Tokios Börse tendiert fest
Die Börse in Tokio hat am Mittwochvormittag in Folge der positiven Vorgabe der Wall Street fest tendiert. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte überwand wieder knapp die psychologisch wichtige Marke von 14 000 Punkten und notierte zur Handelsmitte ein Plus von 191,72 Punkten oder 1,39 Prozent beim Stand von 14 016,44 Punkten. Der breit gefasste Topix legte bis dahin um 16,79 Punkte oder 1,25 Prozent auf den Zwischenstand von 1364,26 Punkten zu.
Nachbörse an der Wall Street: Autodesk nach Zahlenausweis unter Druck
Die Aktien von Autodesk haben sich im nachbörslichen Handel am Dienstag mit einem deutlichen Abschlag gezeigt. Das Unternehmen hatte Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt, die unter den Schätzungen der Analysten ausfielen. Der Software-Hersteller wies ohne Sonderaufwendungen einen Gewinn je Aktie von 0,52 Dollar aus, während die Konsensschätzung bei 0,54 Dollar lag. Der Umsatz stieg dagegen um 20 Prozent auf 599,1 Millionen Dollar und übertraf damit die Schätzungen der Analysten, die lediglich 582,3 Millionen Dollar prognostiziert hatten. Autodesk rutschten bis um 19.59 Uhr Ortszeit auf nasdaq.com um 10,2 Prozent ab auf 35,14 Dollar.
Amgen gaben bis 19.55 Uhr um 1,3 Prozent nach auf 47,21 Dollar und Johnson & Johnson um 0,9 Prozent auf 63,13 Dollar, nachdem einem Bericht zufolge ein von den Unternehmen entwickeltes Präparat gegen Blutarmut erhöhte Nebenwirkungen bei Krebspatienten aufweisen soll. Amgen zufolge wurde auf diese Risiko bereits zuvor von dem Unternehmen hingewiesen.
IBM hilft der Wall Street
Das Börsenschwergewicht IBM hat mit der Ankündigung eines milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms der Wall Street am Dienstag zu Gewinnen verholfen. Gefragt waren zudem Energiewerte, nachdem der Ölpreis auf über 101 Dollar je Barrel kletterte.
Für positive Stimmung sorgte auch die Rating-Agentur Moody's, die ihre Spitzen-Bewertung für den wegen der Kreditkrise unter Druck geratenen Anleiheversicherer MBIA bekräftigte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,9 Prozent im Plus bei 12.685 Punkten. Er pendelte zwischen 12.512 und 12.734 Stellen.
Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,7 Prozent zu auf 1381 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,75 Prozent auf 2345 Punkte. Der deutsche Leitindex Dax hatte 1,5 Prozent im Plus geschlossen bei knapp 6986 Punkten.
IBM-Papiere verteuerten sich um 3,9 Prozent. Der Konzern sorgte für Jubel unter den Anlegern mit der Mitteilung, dass er für 15 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen werde. Zudem konkretisierte IBM seine Jahresprognose. Die Börsen drehten nach der Mitteilung ins Plus.
MBIA-Aktien kletterten 4,8 Prozent. Bereits am Vortag hatte Standard& Poor's dasAAA-Rating bekräftigt. Die Bestätigung der Einschätzung durch die Agenturen habe für Zuversicht am Markt gesorgt, sagte Michael James von Wedbush Morgan.
Zu den Gewinnern zählten zudem wegen des gestiegenen Ölpreises Energiewerte. Exxon-Mobil-Papiere verteuerten sich um 0,85 Prozent, Chevron-Aktien legten 1,08 Prozent zu.
Papiere des Kaufhausbetreibers Macy's kosteten 7,1 Prozent mehr, die des Unterhaltungselektronikgeräte-Herstellers Radioshack schossen mehr als 21 Prozent in die Höhe. Die Firmen hatten besser als erwartete Quartalsgewinne präsentiert.
Der Vizechef der amerikanischen Notenbank, Donald Kohn, beruhigte außerdem Anleger, die angesichts eines überraschend starken Anstiegs der Erzeugerpreise befürchteten, ein anhaltender Preisdruck könne die amerikanischen Notenbank von weiteren Zinssenkungen im Kampf gegen eine Rezession abhalten. Die Gefahr, dass sich die Wirtschaft weiter abschwäche, sei ein größerer Grund zur Sorge als eine steigende Inflation, sagte Kohn.
Die Notenbank habe aber Möglichkeiten zum Eingreifen. Wir haben die Werkzeuge (...) Und wie (Fed-Chef Ben) Bernanke schon wiederholt gesagt hat: Wir werden tun, was notwendig ist. Auslöser der Bedenken am Markt war die Vorlage der Erzeugerpreise in den Vereinigten Staaten, die im Januar stärker als erwartet gestiegen waren. Enttäuschende Daten zum Verbrauchervertrauen verstärkten zudem Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung.
Zu den Verlieren zählten Google-Papiere, die sich nach Kurszielsenkungen um knapp 4,6 Prozent verbilligten. Zudem wurde die Aktie durch einen Bericht belastet, wonach Internet-Nutzer über Google zuletzt weniger Werbung anklickten.
Abwärts ging es auch für die Aktien des Bürobedarf-Händlers Office Depot. Sie brachen 6,24 Prozent ein. Das Unternehmen hatte einen deutlichen Rückgang des Quartalsgewinns verbucht.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,54 Milliarden Aktien den Besitzer. 2153 Werte legten zu, 976 gaben nach und 89 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,29 Milliarden Aktien 1878 im Plus, 1061 im Minus und 112 unverändert.
Lufthansa zieht den Dax fast bis auf 7000 Punkte
Eine überraschend optimistische deutsche Wirtschaft und ein umfangreiches Aktienrückkaufpaket des Technologiekonzerns IBM verhalfen den deutschen Aktien am Dienstag zu Kursgewinnen und einer festen Schlusstendenz. Am Ende des Xetra-Handels stand für den Dax ein Plus von 1,5 Prozent oder 103 Punkten auf 6.986 zu Buche. Gehandelt wurden rund 164 (Montag: 129) Millionen Dax-Aktien. Die Nebenwerte schlossen sich dem Dax an: Der MDax stieg um 1,7 Prozent und der TecDax um 1 Prozent.
Der Ifo-Geschäftsklima-Index hat im Februar mit einem Wert von 104,1 die Konsenserwartung von 102,8 übertroffen. Das trieb den Dax am späten Vormittag auf das Tageshoch von 7.007 Punkten. Anschließend bröckelten die Kurse aber wieder ab. Grund hierfür waren über Erwarten stark gestiegene amerikanische Erzeugerpreise und ein enttäuschendes amerikanische Verbrauchervertrauen. Erneut kamen an Wall Street Stagflationssorgen auf, also Ängste vor Inflation bei gleichzeitig schwächelnder Konjunktur.
IBM schönt mit Aktienrückkäufen die Gewinnentwicklung je Aktie
Eine knappe Stunde vor Ende des Xetra-Handels sorgte jedoch IBM für einen Paukenschlag. Das Unternehmen kündigte an, im laufenden Jahr für 12 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückzukaufen. Damit erhöht sich rechnerisch der Gewinn je Aktie, so dass IBM die Gewinnprognose für 2008 auf mindestens 8,25 Dollar je Aktie erhöhte. Zuvor hatte der Hersteller von Halbleitern und Großrechnern mit 8,20 bis 8,30 Dollar je Aktie gerechnet. Die Kurse zogen daraufhin im späten Handel noch einmal kräftig an.
Aus technischer Sicht sehen Händler den Dax weiterhin bei 6.960 Punkten unterstützt. Sollte der Dax die 7.000er Marke überwinden, sieht die Landesbank Baden-Württemberg bei 7.034/42 Punkten den nächsten Widerstand.
Lufthansa mauserten sich im Handelsverlauf zum größten Gewinner im Dax. Die Aktie sprang um 5,9 Prozent auf 16,14 Euro. Der operative Gewinn der Fluglinie hat 2007 mit 1,378 Milliarden Euro den Analystenkonsens um 73 Millionen Euro überboten. Auch die vorgeschlagene Dividende von 1,25 Euro je Aktie - was einer Dividendenrendite von knapp 8 Prozent entspricht - liegt laut Händlern über den Erwartungen.
Hypo Real Estate zogen um 5,2 Prozent auf 19,27 Euro an. Händler sprachen von einer rein technischen Erholungsbewegung. Sie passe ins Bild angesichts der europaweit hohen Kursgewinne von Finanzwerten. Auch Commerzbank, Deutsche Bank und Postbank entwickelten sich erneut überdurchschnittlich mit Aufschlägen zwischen 2 Prozent und 4 Prozent.
Als Grund für die Aufschläge der Finanzwerte verwiesen Beobachter auf die Vorgaben aus den Vereinigten Staaten . Mit der Bestätigung guter Kredit-Ratings der amerikanische Versicherer Ambac und MBIA durch die Agentur Standard & Poor's sei Vertrauen in den Aktienmarkt zurückgekehrt. Eine Abstufung der Ratings hätte möglicherweise eine negative Kettenreaktion weiterer Abstufungen im Finanzsektor nach sich gezogen. Vor allem auf Banken wären in diesem Fall wohl weitere Wertberichtigungen zugekommen.
Ifo zeigt anhaltend optimistische Unternehmen
Auch Allianz trotzten mit einem Plus von 2,9 Prozent auf 121,53 Euro den Kurszielsenkungen der Investmentbanken Lehman Brothers und UBS. Infineon stiegen um 1,7 Prozent auf 5,44 Euro. Die Tochter Qimonda hat einen neuen Speicherchip vorgestellt. Dieser ist kleiner und verbraucht wesentlich weniger Strom als die bislang üblichen Modelle.
Bayer profitierten vom Ausblick auf eine Dividende von 1,35 Euro je Aktie. Laut einem Analysten übertrifft diese Ausschüttung die Markterwartung leicht. Bayer schlossen 1,6 Prozent fester bei 54,04 Euro. Versorger verloren dagegen an Boden: Eon gaben um 1,2 Prozent nach und RWE um 0,3 Prozent.
Der solide Ifo-Index stützte vor allem die stark von der Konjunktur abhängigen Aktien. ThyssenKrupp kletterten um 5,8 Prozent auf 39,21 Euro. Mit den Automobiltiteln BMW, Daimler und Continental tendierten weitere Konjunkturtitel fest. Im MDax galt Ähnliches für Leoni, Rheinmetall, Salzgitter und Tognum, die ebenfalls sämtlich sehr fest im Markt liegen. Puma gewannen nach laut Händlern guten Geschäftszahlen 6,1 Prozent.
ErSol Solar schlossen nach Ausweis von Geschäftszahlen 1,2 Prozent höher. Die Geschäftszahlen von Singulus und Solon blieben nach Ansicht von Analysten hinter den Erwartungen zurück. Singulus büßten 1,1 Prozent und Solon 2,4 Prozent ein. ProSieben zogen nach einem positiven Kommentar von Lehman Brothers um 8,9 Prozent auf 15,22 Euro an. Eine Platzierung von 350.000 Aktien der Wacker Chemie durch UBS am späten Dienstag lastete noch auf dem Papier, das um 3,5 Prozent auf 146,91 Euro nachgab.
Anleihen im späten Handel gut behauptet
Nach einem volatilen Verlauf haben sich die amerikanischen Anleihen am Dienstag im späten Handel mit leichten Aufschlägen gezeigt. Im Fokus standen neben amerikanischen Konjunkturdaten auch die Aussagen von Fed-Vize Donald Kohn. Dieser hatte weitere Zinssenkungen signalisiert, um das schleppende Wirtschaftswachstum wieder in Schwung zu bringen. In der gegenwärtigen Lage müssten die Geldpolitiker ihre Schritte nicht nur auf der Basis ihrer Prognosen ausführen, sondern auch die Möglichkeit von sehr ungünstigen Entwicklungen in die Überlegungen einbeziehen.
Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,500 Prozent stiegen um 9/32 auf glatt 97 und rentieren mit 3,87 Prozent. Der mit 4,375 Prozent verzinste Longbond gewann 1/32 auf 95-14/32 und rentierte mit 4,66 Prozent. Die Erzeugerpreise in den Vereinigten Staaten sind im Januar überraschend stark um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, während Volkswirte lediglich mit einer Zunahme von 0,4 Prozent gerechnet hatten. Die Erzeugerpreise in der Kernrate - ohne die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie - stiegen verglichen mit dem Vormonat um 0,4 Prozent. Hier hatten Ökonomen einen Anstieg von 0,2 Prozent prognostiziert.
Zudem hat sich die Stimmung unter den amerikanischen Verbrauchern im Februar stärker abgekühlt als erwartet. Wie der Conference Board berichtete, fiel der Index des Verbrauchervertrauens auf 75,0. Damit wurde - mit Ausnahme des Irakkrieges im Jahr 2003 - der niedrigste Indexstand in 15 Jahren verzeichnet. Volkswirte hatten einen Stand von 80,5 prognostiziert. Die schwächere Einschätzung der gegenwärtigen Lage beruhte auf einer ungünstigeren Beurteilung der allgemeinen Wirtschaftsaussichten und einem starken Anstieg der Personen, die über Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt berichten, erklärte Lynn Franco, Herausgeberin der Studie.
Insgesamt habe sich der Markt nach der Bekanntgabe der amerikanischen Konjunkturdaten sehr volatil gezeigt, so ein Teilnehmer. Aber die Hinweise auf eine Abschwächung der amerikanischen Konjunktur und die Aussichten auf weitere Zinssenkungen durch die amerikanischen Notenbank hätten dann im späten Handel für leichte Aufschläge gesorgt. Vor allem die sehr schwache Stimmung unter den amerikanischen Verbrauchern sei alarmierend für die weitere Entwicklung der amerikanischen Konjunktur, sagte ein Analyst.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, Reuters, dpa-AFX, F.A.Z.
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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing
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Aktien-Index06.07.2009 13:00 |
1194,60 | 1213,95 | 1281,82 |
Performance-Index06.07.2009 17:35 |
264,65 | 261,19 | 271,11 |
Euro-Aktien-Index06.07.2009 17:35 |
119,63 | 116,12 | 121,36 |
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Lufthansa | 8,92 € | +2,23% |
| Metro | 35,04 € | +0,60% |
| FMC | 32,79 € | +0,58% |
| Münchener Rück. | 95,59 € | +0,36% |
| Dt. Telekom | 8,34 € | +0,30% |
| Salzgitter | 58,38 € | −2,89% |
| BMW | 25,63 € | −3,08% |
| Dt. Bank | 41,31 € | −3,24% |
| Volkswagen | 225,60 € | −3,46% |
| Commerzbank | 4,79 € | −5,24% |
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 4.651,82 | −1,20% |
| Eurostoxx 50 | 2.343,88 | −1,37% |
| Dow Jones | 8.324,87 | +0,53% |
| MDAX | 5.609,43 | −1,62% |
| Nasdaq 100 | 1.441,01 | −0,36% |
| Nikkei225 | 9.680,87 | −1,38% |
| REX | 365,96 | +0,19% |
| SDAX | 2.808,59 | −1,57% |
| S&P500 | 898,72 | +0,26% |
| TecDAX | 611,93 | −1,06% |
| Bund Future | 121,88 € | +0,25% |
| EUR/USD | 1,3971 | −0,01% |
| Gold | 924,50 $ | −0,86% |
| Rohöl Brent Crude | 64,10 $ | −1,46% |
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