Pfandbriefmarkt

Pfandbriefmarkt: Hartnäckige Verunsicherung

Die Finanzkrise hat sogar den Pfandbriefmarkt getroffen. Trotz der Vorzüge Sicherheit und Liquidität, ist der Handel mit den besonders sicheren Anleihen noch immer gestört.

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14. Oktober 2007 13:27

Pfandbriefmarkt: Hartnäckige Verunsicherung

Karl-Joachim Schmelz (prof-dr-schmelz)

In Ihrem Beitrag heißt es:
"So dürfen die zur Absicherung genutzten Kredite nur mit maximal 60 Prozent des Beleihungswertes, das ist etwa die Hälfte des Marktwertes der Immobilie, gezählt werden."
Diese Aussage ist theoretisch richtig, praktisch aber eine Legende.
In den 1990'er Jahren, nachdem der Gesetzgeber die Refinanzierungsbedingungen durch Änderung des Hypothekenbank-Gesetzes gelockert hatte, ist es auch in Deutschland zu schwerwiegenden Entgleisungen gekommen, vergleichbar dem, was nun aus den USA zum "subprime"-Hypothekenmarkt bekannt wird.
Nicht nur bei einer bekannten süddeutschen Hypothekenbank gab es "Kreditausläufe bis zu 180 %" (des Beleihungswertes), d.h. weit über dem realistischen Verkehrswert.
Das bedeutet: auch in Deutschland wurden Immobilien im Hinblick auf bestenfalls spekulative 'Mondwerte' finanziert - mit den gleichen Folgen, wie sie jetzt in den USA deutlich werden.
Zu einem Kreditverhältnis dieser Art gibt es eine "Übernahme in das Deckungsregister", mit dem bei einem (utopischen) "Beleihungswert 109.000 DM" von einem "Darlehen 174.550,- DM" insgesamt "davon deckungsfähig 65.400,- DM" in den Deckungsstock für die von dieser Bank herausgegebenen Grundpfandbriefe eingestellt wurden.

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