27. August 2008
Unternehmen
Aufsichtsrat von Conti nimmt 525.000 Euro ein
Das Mitglied des Continental-Aufsichtsrats Bernd Voss verkaufte seine Conti-Aktien an Schaeffler. Der frühere Vorstand der Dresdner Bank beabsichtige, seine 7000 Papiere im Rahmen des Übernahmeangebots zum Preis von 525.000 Euro zum Verkauf einzureichen, teilte Continental am Dienstag in Hannover mit. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats und die Mitglieder des Vorstands würden dagegen weiterhin nicht beabsichtigen, ihre Aktien an Schaeffler zu verkaufen. (dpa-AFX)
117 amerikanische Banken in Schwierigkeiten
Die Zahl der amerikanischen Banken mit Schwierigkeiten ist auf einem hohen Stand wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr. Die Anzahl der Banken und Bausparkassen in Schwierigkeiten sei im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal von 90 auf 117 gestiegen, teilte der amerikanische staatliche Einlagensicherungsfonds (Federal Deposit Insurance Corp. oder FDIC) zudem am Dienstag in Washington mit. Die Gewinne der insgesamt etwa 8500 Banken seien aufgrund der Krise am Häuser- und am Kreditmarkt im zweiten Quartal um 86 Prozent auf 5 Milliarden Dollar gesunken. (dpa-AFX)
MLP vollzieht Kapitalerhöhung
Der Finanzdienstleister MLP hat die Kapitalerhöhung vollzogen, die am vergangenen Donnerstag im Abwehrkampf gegen Swiss Life angekündigt worden war. Die neuen Aktien seien am Freitag an die Versicherer Allianz ausgegeben worden, gab MLP am Dienstag in einer Reihe von Pflichtmitteilungen bekannt. Durch die Kapitalerhöhung will MLP den Anteil von Swiss Life unter 25 Prozent halten. (dpa-AFX)
Mitsubishi Electric verdreifacht Solar-Produktion
Der japanische Elektronikkonzern Mitsubishi Electric plant einem Zeitungsbericht zufolge, seine Produktionskapazitäten für hocheffiziente Solarzellen bis 2012 etwa zu verdreifachen. Wie die Wirtschaftszeitung Nikkei am Mittwoch berichtete, seien hierfür Investitionen von mehr als 10 Milliarden Yen (62 Millionen Euro) vorgesehen. Mitsubishi Electric wolle in seinem Werk in Iida in der Provinz Nagano eine neue Fertigungsanlage errichten und die jährlichen Produktionskapazitäten für Solarzellen auf 600.000 Kilowatt erhöhen. Dies entspreche in etwa dem 2,7-Fachen der in diesem Oktober angepeilten 220.000 Kilowatt. (dpa)
Johnson & Johnson droht Verzögerung bei Schizophrenie-Medikament
Der amerikanische Pharma- und Medizintechnik-Konzern Johnson & Johnson muss sich möglicherweise auf Verzögerungen bei der Zulassung seines Medikaments gegen Schizophrenie durch die amerikanische Gesundheitsbehörde einstellen. Die Food and Drug Administration (FDA) verlange weitere Information für die Zulassung von Paliperidone Palmitate, teilte der Konzern am Dienstagabend mit. (dpa-AFX)
Rückschlag für Bristol und Pfizer bei Thrombose-Hemmer
Die beiden amerikanischen Pharmariesen Bristol-Myers Squibb und Pfizer haben bei ihrem neuen Thrombose-Hemmer Apixaban eine Rückschlag erlitten. Nachdem das Mittel in der Testphase III ein wichtiges Ziel nicht erreicht habe, verfolgten sie die Marktzulassung für das nächste Jahr zunächst nicht mehr, teilten beide Unternehmen am Dienstag mit. Die Tests sollten bei Patienten nach Knie-Operationen zeigen, ob Apixaban genauso effektiv vor gefährlichen Blutgerinnseln schützt wie das Sanofi-Aventis-Mittel Lovenox. Apixaban würde solche Blutgerinnseln zwar in etwa so gut wie Lovenox verhindern, wäre aber nicht überlegen, hieß es.
Der Markt für Thrombose-Mittel ist ein Milliardenmarkt und heiß umkämpft. Der deutsche Konzern Bayer ist dort mit seinem neuen Präparat Xarelto vertreten, für das der Partner Johnson & Johnson in den Vereinigten Staaten die Zulassung beantragt hat. (Reuters)
GfK zieht sich aus Übernahmeschlacht um TNS zurück
Die Gesellschaft für Konsumforschung GfK steigt einem Pressebericht zufolge aus dem Bieterwettbewerb um den britischen Konkurrenten Taylor Nelson Sofres (TNS) aus. Vorstand und Aufsichtsrat des im S-Dax notierten Marktforschungsunternehmens hätten sich zum Rückzug entschlossen, schreibt das Manager-Magazin am Dienstag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf nicht näher spezifizierte Informationen. Damit wäre der Weg frei für eine Übernahme von TNS durch den britischen Medienkonzern WPP Group. (dpa-AFX)
Boeing bietet 9 Prozent mehr Lohn
Um einen Streik seiner Mechaniker zu vermeiden, hat der amerikanische Flugzeugbauer Boeing in den laufenden Tarifverhandlungen sein Angebot erhöht. Boeing bot eine Gehaltserhöhung um 9 Prozent für die nächsten drei Jahre an, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Zudem soll der Anspruch auf Pension auf 78 Dollar monatlich für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit erhöht werden.
Die Internationale Mechanikergewerkschaft (IAM) lehnte auch dieses Angebot ab und drohte mit Streik. Die Offerte sei nach wie vor weit unter den Erwartungen unserer Mitglieder teilte die Gewerkschaft mit. Ein Gegengebot wolle die Gewerkschaft dem Konzern am Mittwoch präsentieren, hieß es. Ein Streik würde Boeing 3 Milliarden Dollar Umsatz im Monat kosten. (Reuters)
Boeing erhält Hubschrauber-Auftrag über 4,3 Milliarden Dollar
Der amerikanische Konzern Boeing hat vom Militär der Vereinigten Staaten einen Auftrag zur Lieferung von 191 Transport-Hubschraubern im Wert von 4,3 Milliarden Dollar erhalten. Die Lieferung der Maschinen des Typs CH-47F Chinook laufe über fünf Jahre, teilte ein Boeing-Sprecher am Dienstag mit. Zudem habe sich das amerikanische Militär Optionen für 24 zusätzliche Chinooks gesichert. (Reuters)
'Welt': Commerzbank will Dresdner Kleinwort auf ein Drittel schrumpfen
Nach einer Übernahme durch die Commerzbank soll die Investmentbank Dresdner Kleinwort einem Pressebericht zufolge um zwei Drittel zusammengestrichen werden. Die Commerzbank wolle nach einer Übernahme der Dresdner Bank das Geschäft mit institutionellen Kunden weitgehend aufgegeben und rund 1500 Stellen in London streichen, berichtet die Tageszeitung Die Welt ohne Angabe von Quellen. Der Rest der Mitarbeiter solle nach Frankfurt umziehen. (dpa-AFX)
Eon streicht 1800 Stellen
Der Energiekonzern Eon steht vor einer umfassenden Neustrukturierung seiner deutschen Vertriebsaktivitäten. Wie der Vorstandschef der für Deutschland zuständigen Konzerntochter Eon Energie, Klaus-Dieter Maubach, der Tageszeitung Die Welt (Mittwochausgabe) sagte, sollen sechs der sieben Eon-Regionalgesellschaften gebündelt werden. Zudem würden 40 der 60 Service-Standorte geschlossen. Insgesamt sollen laut Maubach rund 10 Prozent der Stellen im Vertrieb wegfallen. (dpa-AFX)
IKB verkauft Kredite an Postbank und andere Banken
Die angeschlagene Mittelstandsbank IKB hat Kredite an die Postbank und andere Banken verkauft. Das bestätigte eine IKB-Sprecherin der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Der Verkauf sei mit Zustimmung der betreffenden Kunden erfolgt, fügte die Sprecherin hinzu. Die Größenordnung des verkauften Kreditvolumens nannte sie nicht. (dpa-AFX)
IG Metall will Auto 5000 an VW-Haustarif angleichen
Die IG Metall will bei VW bereits im kommenden Jahr die Aufnahme der Beschäftigten der Tochter Auto 5000 in den Haustarifvertrag erreichen. Unser Ziel ist die Integration der rund 4.200 Beschäftigten Anfang 2009, sagte der Chef der IG-Metall Niedersachsen Hartmut Meine der Wirtschaftszeitung Handelsblatt (Mittwochausgabe). Die Aufnahme der bisher schlechter gestellten Mitarbeiter der Tochtergesellschaft will die Gewerkschaft in der anstehenden Tarifrunde bei dem Konzern durchsetzen. Am morgigen Donnerstag treffen sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite das erste Mal zum Tarifgespräch. Der aktuelle Tarifvertrag läuft bis Ende November. (dpa-AFX)
Mike Quigley soll Vorstandschef von Alcatel-Lucent werden
Beim Telekom-Ausrüster Alcatel-Lucent nimmt nach einem Pressebericht der geplante Umbau der Unternehmensspitze konkrete Formen an. Ein Beratungskomitee des Aufsichtsrats wolle den früheren Finanzvorstand Mike Quigley als Nachfolger der Vorstandsvorsitzenden Patricia Russo vorschlagen, berichtet die französische Wochenzeitung Canard Enchaîné. Vor einem Jahr hatte Quigley dem Bericht zufolge das Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Alcatel-Lucent habe dazu keine Stellung nehmen wollen. (dpa-AFX)
Mattel bekommt Entschädigung in Barbie-Streit
Der Hersteller der Barbie-Konkurrenzpuppe Bratz muss dem Barbie-Hersteller Mattel 100 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen. Das beschloss ein Geschworenengericht in Kalifornien am Dienstag. Das Gericht hatte bereits im Juli Mattel Recht gegeben, die den Bratz-Designer Carter Bryant wegen Vertragsbruchs verklagt hatte. Die Jury folgte dem Argument der Kläger, dass Bryant die Konkurrenzpuppe Bratz entworfen hatte, als er noch für Mattel arbeitete, sie dann aber vom Mitbewerber MGA herstellen und vertreiben ließ. Bratz hat sich zur ernsten Konkurrentin für Barbie entwickelt. Der Bratz-Umsatz übersteigt inzwischen eine Milliarde Dollar. (AFP)
Wirtschaft
IG Metall verlangt bis zu 8 Prozent mehr Lohn
Die IG Metall will mit einer Forderung von bis zu 8 Prozent mehr Lohn in die anstehende Tarifrunde ziehen. Der Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen, Oliver Burkhard, sagte der Bild-Zeitung (Mittwoch): Wir diskutieren derzeit, plus 7 bis 8 Prozent zu fordern. 2007 hatte die IG Metall 6,5 Prozent mehr Lohn verlangt. Burkhard begründete die hohe Tarifforderung unter anderem mit den deutlich gestiegenen Managergehältern. Die Tarifverhandlungen für die rund 3,5 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie beginnen Mitte Oktober. Der Vorstand der IG Metall will seine Tarifempfehlung am 8. September abgeben. (dpa)
Steinbrück trifft Westerwelle wegen IKB-Desaster
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und FDP-Chef Guido Westerwelle wollen am heutigen Mittwoch das Desaster um die Mittelstandsbank IKB erörtern, die in eine schwere Krise geraten war und nun an den Finanzinvestor Lone Star verkauft wurde. Westerwelle hatte um die Unterrichtung gebeten. Vom Ergebnis des Gespräches hängt ab, ob sich die FDP-Fraktion bei ihrer Klausur Mitte September für einen Untersuchungsausschuss ausspricht. Vertreter der anderen beiden Oppositionsfraktionen im Bundestag, Grüne und Die Linke, hatten auch schon den Wunsch nach einer Aufklärung der Vorgänge in einem Ausschuss geäußert. (dpa)
Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.
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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing
| Gesamt- Index |
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|---|---|---|---|
Aktien-Index13.11.2009 13:00 |
1353,22 | 1330,44 | 1264,28 |
Performance-Index13.11.2009 17:35 |
299,37 | 294,10 | 275,13 |
Euro-Aktien-Index13.11.2009 17:35 |
143,15 | 137,56 | 125,49 |
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| FMC | 35,96 € | +2,10% |
| Infineon | 3,39 € | +1,35% |
| ThyssenKrupp | 23,84 € | +1,23% |
| Beiersdorf | 42,91 € | +1,08% |
| Dt. Post | 12,56 € | +0,97% |
| Salzgitter | 62,03 € | +0,03% |
| E.ON | 26,68 € | −0,41% |
| MAN | 59,18 € | −0,79% |
| Volkswagen | 96,40 € | −1,85% |
| Commerzbank | 6,99 € | −2,58% |
US-Anleihen schließen etwas fester - Hoffen auf niedrige Zinsen
22:21Wall Street schließt freundlich - Niedrigzinspolitik stützt
22:09EUREX/Bund-Futures schließt knapp behauptet
22:07EUREX/DAX-Futures schließen freundlich
22:05XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 Uhr): 5.695 (XETRA-Schluss: 5.687) Pkt
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 5.686,83 | +0,40% |
| TecDAX | 761,43 | −0,15% |
| MDAX | 7.311,23 | +0,19% |
| SDAX | 3.503,06 | +0,39% |
| REX | 373,92 | +0,06% |
| Eurostoxx 50 | 2.883,04 | +0,21% |
| Dow Jones | 10.270,50 | +0,72% |
| Nasdaq 100 | 1.788,61 | +0,44% |
| S&P500 | 1.093,48 | +0,57% |
| Nikkei225 | 9.770,31 | −0,35% |
| EUR/USD | 1,4902 | +0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 76,46 $ | −0,40% |
| Gold | 1.107,50 $ | −0,65% |
| Bund Future | 121,42 € | −0,04% |
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Euro-Aktien-Index13.11.2009 17:35 |
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Gabriel und Nahles bewältigen das alles
16:27 16:25 16:05 16:04Ohne Kriegserklärung kein Krieg? Dann hats den 2. Weltkrieg garnicht gegeben?