
Ein uralter Betrug auf dem Marktplatz ist, falsche Maße und Gewichte zu benutzen. Man kauft zum Beispiel ein Pfund Äpfel und bekommt nur ein dreiviertel Pfund. Und eine uralte Aufgabe des Staates ist, Maße und Gewichte zu kontrollieren. Was könnte man über einen Staat sagen, der Maße und Gewichte selbst verfälscht, um seine Schulden leichter zu bezahlen? Um sich heute zu verschulden, um morgen sich von einem Teil seiner Schulden einfach so zu befreien? Was könnte man über Politiker sagen, die so etwas betreiben, um ihren Wohlstand aufrechtzuerhalten?

Ich hörte mal eine Geschichte eines alten Herrns namens Valentin. Er ging zur Bank, hob sein ganzes Geld vom Sparkonto ab, zählte die Banknoten, um dann unmittelbar das Geld wieder in das Konto einzuzahlen. Als ihn gefragt wurde, was das bedeuten soll, antwortete er, daß er sicher sein wollte, daß sein Geld da ist. Schön ist diese Vorstellung von Sparen, als wäre einfach Geld orten, und sogar dafür mit Zinsen belohnt zu werden. Daß die Welt nach dieser einfältigen Vorstellung funktionere, ist für Menschen, die wenigstens 8 Stunden am Tag arbeiten müssen, die wenig Ahnung über Wirtschaft und Finanzen haben, denen keine Zeit übrig bleibt, um für das Alter zu planen, die nicht in der Lage sind, die ja tollen und selbstlosen Angebote von beratenden Banken und Versicherungen zu bewerten, eine Notwendigkeit. Aber ein Paar Banknoten, die übrig bleiben, in das Sparkonto einzuzahlen, genügt nicht, deswegen ist auch die Sozialversicherung notwendig. Wer Geld in das Sparkonto einzahlt und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt, verzichtet auf etwas, was er produziert hat. Der Empfänger schuldet dieser Person etwas, was weder in Kilogram noch in Meter gemessen wird, sondern in Euro. ...

ich würde dem Handwerksmeister raten etwas kürzer zu treten und arbeiten solange es ihm Freude macht. Statt weiter das Geld sinnlos anzuhäufen, sollte er die Lust am Geld ausgeben genießen.

Leider ist alles richtig, was der Autor geschrieben hat. Das Problem ist, dass sich offensichtlich ein Großteil der Menschen noch keine Zeit genommen hat, die eigene finanzielle Zukunft zu analysieren und zu planen. Denn mit etwas Ruhe, Weitsicht und Wissen sind die anstehenden Probleme in den Griff zu bekommen. Das Neue, nämlich der Umstand, dass der Statt als Beschützer ausfällt, sollte positiv gewertet werden, da uns ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten und eingeräumt werden. Wer nach wie vor alles glaubt, was in der Öffenlichkeit besprochen wird, sich Versicherungsverträge (Riester/Rürup) und andere teueren Vorsorgeinstrumente andrehen lässt, der hat in der heutigen Zeit, in der Informationen 24/7 verfügbar sind, selbst schuld. Es wäre schön, wenn ein größerer Teil der Menschen sich endlich Gedanken darüber macht, was ein Lebensalter von 90 Jahren bedeuten kann, welche schönen Erlebnisse, aber auch Einschränkunge dies nach sich zieht und wie man sich für diesen unumgänglichen Umstand am besten vorbereitet - sowohl mental als auch finanziell. Hinweis, das könnte bedeuten, dass eben nicht mehr 2x im Jahr in Urlaub gefahren wird und auch nur alle 7 Jahre ein neuer Wagen angeschafft wird - welch ein Preis für ein langes und Leben...

nun gut, dass Herr Loomann`s Beispiele immer eine Null mehr haben, als sich die meisten leisten können, ist halt seine Besonderheit.
Noch schöner wäre es aber, wenn nicht nur theoretische Abhandlungen entstehen, sondern für viele sinnvolle Gestaltungshinweise.
Wer muss sich schon zwischen Anleihen und Aktien entscheiden und die verschiedenen Steuern berücksichtigen.
Kann man vielleicht mal von "normalen" Verträgen wie z.B. einer Rürup-Rente ausgehen? Dort kann doch der Kunden frei zwischen allen Anlageformen entscheiden, muss für die Laufzeit gar keine Steuern zahlen und hat sogar noch den Vorteil, dass er ab nächstem Jahr 64 % der Einzahlungen beim Finanzamt geltend machen - bis 40.000 € p.a.
Bei dem Beispiel erzielt der Kunde damit alleine 16.000,-€, um diesen Betrag kann man dann mehr sparen und kommt damit seinem Ziel schneller näher.

der älteren generation zu sagen das sie froh sein sollen das sie es bald geschafft haben, das Leben.
Hier lese ich nichts weiter als einen Wunschgedanken.
Vermögensaufbau hat in erster Linie etwas mit Vermögensbildung zu tun.
Ich für meinen Teil gehöre zu denjenigen die sich sagen das sie am besten garnicht erst alt werden.
Ich konnte vor 10 jahren nicht viel auf die Seite legen ausser eine läppische Kapitalleben zu bedienen die mich, wenn fällig, kaum über ein Rentnerdasein retten wird.
Heute kann ich fast nichtmal mehr die Kapitalleben füttern, geschweige denn etwas zur Seite legen wenn Gesundheitlich etwas passiert.
Ich glaube mir geht es da wie viele andere.

Hätte Otto bei Preisen von etwa 600 Euro /qm in schlüsselfertigen Neubau direkt an der Schwarzmeerküste investiert , sähe die Rechnung in 10 Jahren nicht so trostlos aus - aber Otto hat ja schon auf Teneriffa abgeschlossen und ausserdem ist der Otto ein Superaktienspez...tse,tse,tse

Jedes Schneeballsystem behauptet, man müsse möglichst ganz am Anfang teilnehmen. Die heutige Wirtschaftslage ist aber nicht mit der von 1960 vergleichbar.
Ziel der heutigen Politik ist es ausschließlich, Besitzstände für Pensionsbezieher und Immobilienbesitzer auf Kosten aller anderen zu erhalten.
Die Lüge von der "privaten" Vorsorge ist eine der Taktiken dabei, denn wer Pensionen und Immobilien hat, braucht diese nicht, solange es keine politische Umverteilung gibt.

Die in dem Artikel angenommenen Zahlen sind leider nicht ganz repräsentativ, um nicht zu sagen aus völlig aus der Luft gegriffen. Wenn man das Problem anhand eines Beispiels erklären möchte, sollte das doch zumindest halbwegs den Realitäten entsprechen. Oder leben unsere Finanzfachleute alle auf dem Mond?
Der Artikel muss doch wie Hohn und Spott auf einen Durchschnittshandwerker wirken!

Hallo,
als "Finanzanalytiker" für 45-jährige, die ihr Haus bereits abbezahlt haben und 500000€ auf der hohen Kante besitzen, Szenarien für die Zukunft mit 6000€ Rente zu berechnen...das geht an der Lebenswirklichkeit der meisten Deutschen gründlich vorbei...aber es muß halt auch Leute geben, die diesen Reichtum mittels "Beratung" etwas anzapfen möchten...nicht , daß ich das Ihnen nicht gönne...nur für Otto Normalverbraucher und den durchschnittlichen FAZ-Leser sind derlei Konstruktionen wenig hilfreich....

... Privatvermögen als Alterssicherung aufzubauen?! --- Was reden Sie da, Herr Dörre? Sind Sie Bankberater oder Versicherungsmakler? --- Haben Sie keine Erfahrung mit beratenden Banken, die Sie zu Verlustgeschäfte verleiten? Der Bürger ist allein verlassen, selbst von der Politik verraten. In der Tat ist sehr bedauerlich, daß die Armutspolitik dieser Regierung einerseits gegen die kleinen Sparer gerichtet ist, anererseits zum endgültigen Ende des Sozialstaats führt.

Dann wünschen wir unserem Handwerk mal, daß wenn er in 30 Jahren die Rentenzahlungen braucht, es genügend Menschen gibt, die seine Anleihen zurückzahlen, Dividendenzahlungen für seine Aktien erarbeiten und in seinen Immobilien wohnen und arbeiten.
Leider sieht es aber so aus, daß die Anzahl junger, arbeitender Menschen massiv zurückgehen wird.
So werden in 30 Jahren alle, die auf die Verzinsung von Kapital hoffen, bemerken, das es besser gewesen wäre, in Kinder zu investieren.

Während sich Versicherer, Banken und Bürger die größte Mühe geben, Privatvermögen als Alterssicherung aufzubauen oder zu erhalten, steckt der Staat seine Investitionen zum größten Teil in Überlegungen, wie er genau diese Vermögen in Steuern umsetzen kann, ganz nach dem Motto: "Wie kommt Dein Geld in meine Tasche?"
Eigentlich müßte Jeder, der ein wenig denken kann, in der Lage sein, Eins und Eins zusammenzuzählen und aus Berichten der Vergangenheit lernen, daß deutsche Bürger mehr und mehr dazu verurteilt sind, viel Geld für Trittbrettfahrer zu verdienen und dabei selbst arm zu bleiben.
Darum gehen immer mehr Leistungsträger dazu über, im Ausland ihre Alterssicherung anzulegen oder gar auszuwandern. In der Zwischenzeit sind die Finanzämter schon so weit, auch dort ihre Tentakel ausgebreitet zu haben. Es wurde sogar eine Limitierung bei Bargeld im Grenzverkehr aus der Mottenkiste geholt, die sich am Ideengut der Nationalsozialisten orientiert.
Dem deutschen sozialistischen Staat sind alle Mittel recht, dem Bürger das versteuerte Geld, das er sich auf die Seite legt, vollends in Steuergeld umzuwandeln, um den wachsenden Sozialismus zu unterstützen. Bürger, hört ihr die Signale???

Ihre Rechnung hat einen Haken: warum will der Handwerksmeister 5.000 Euro im Monat haben? Das sind 10.000 DM netto, etwa 14.000 brutto. Geht es nicht auch bescheidener?